DIN-Connect – DIN und DKE fördern innovative Projektideen von Start-Ups, kleiner und mittelständischer Unternehmen
Normung und Standardisierung können in vielerlei Hinsicht dazu beitragen, Deutschland im internationalen Wettbewerb zu unterstützen. Ziel von DIN-Connect ist es, innovative Ideen aus dem deutschen Markt frühzeitig an die Normung heranzuführen.
Keine Idee ist zu abwegig
Wichtig für die Teilnahme ist, mit neuen Projektideen den Transformationsprozess Deutschlands hin zu einer klimaneutralen und nachhaltigen Wirtschaft und Gesellschaft aktiv zu unterstützen. Aber auch jeder andere Projektvorschlag ist herzlich willkommen. Keine Idee ist zu abwegig – lediglich die Perspektive zur Normung muss aus der Projektskizze erkennbar sein.
Ideenwettbewerb für Start-ups und KMU
DIN-Connect unterstützt Start-ups und KMU (Unternehmen bis 500 Mitarbeitende) dabei, ihre Innovationen in die Normung und Standardisierung, durch DIN SPECs bzw. bei elektrotechnischen Themen VDE SPECs, einzubringen und erleichtert ihnen so einen schnelleren Marktzugang. Die Erstellung einer SPEC ist für geförderte Unternehmen im Rahmen des DIN-Connect Programms kostenfrei. Der Ideengeber wird von uns mit einer Fördersumme in Höhe von 5.000 € (netto) unterstützt. Zudem erhalten von der DKE geförderte Projekte enthalten eine dreijährige kostenfreie Mitgliedschaft im VDE, die Möglichkeit zur Aufnahme in ein DKE Gremium als Gast oder permanentes Mitglied sowie der Zugang zur VDE Normenbibliothek.
Die wichtigsten Wettbewerbsbedingungen im Überblick:
So fördern Normen und Standards Innovationen
Normung und Standardisierung können bei der Förderung von Innovationen auf vielfältige Art und Weise einen Beitrag leisten:
- sie sichern der Innovation eine Vertrauens- und Akzeptanzbasis;
- sie bieten Zugang zu einem globalen Netzwerk potentieller Kunden und Partner;
- die Innovation wird mit dem aktuellen Stand der Technik abgestimmt, sodass sie direkt anwendbar für den Kunden wird;
- DIN/DKE fungieren als „Runder Tisch“, an dem die Anforderungen der Stakeholder direkt aufgegriffen werden können.
Das sagen die Teilnehmer über das DIN-Connect-Programm
Gunnar Kaestle und Dr.-Ing. Mathias Boghe beantworten folgende Fragen:
DIN-Connect: Förderprogramm für neue Ideen
| ImageFlow / stock.adobe.com und somneuk / stock.adobe.comBasisfinanzierung und Drive für neue Ideen: Wie DIN-Connect funktioniert und was es bringt
Innovative Produkte und Verfahren haben einen gewissen Weg vor sich, wenn am Ende eine für die jeweilige Branche verbindliche Norm stehen soll. Das Förderprogramm DIN-Connect von DIN und DKE bietet eine Eingangstür, die im ersten Schritt finanzielle und organisatorische Hemmschwellen abbaut.
Wie das Programm funktioniert und welche Vorteile es bietet, berichten Prof. Dr. Astrid Christina Klingshirn und Prof. Dr. Benjamin Eilts von der Fakultät Life Sciences an der Hochschule Albstadt-Sigmaringen – sie haben bereits zwei Projekte rund um das Thema Food Wasting realisiert.
DIN-Connect förderte in den letzten Jahren folgende Projekte:
- Einsatz von Large Language Models (LLMs) zur automatisierten PLr-Risikoabschätzung in der funktionalen Maschinensicherheit
- Standardisierung einer falschfarblichen Markierung der elektrischen Funktionen von Vorrichtungen für das elektrochemische Präzisionsabtragen
- Circularity Check for Electronics
- Frischhalteperformance von Kühl- und Gefriergeräten
- Standardisierung der Anschluss- und Einbaubedingungen als Connectoren von Akkus für E-Bikes und E-Scooter
- Definition und Standardisierung einer EULYNX MBSE Methodik zu Spezifikationen von Eisenbahnsystemen
- Standardisierung einer Methode zur ressourceneffizienten Erstellung digitaler Zwillinge von Prozessenergiequellen für das elektrochemische Präzisionsabtragen – digiZepPro
- Standardisierte Testschnittstellen für die Klimaneutrale Digitale Bahn
- Gerettete Energie als Alternative zur Abregelung der Einspeisung von Strom aus Erneuerbaren Energien
- Messung der Hygieneperformance von Kühlgeräten
- Leitfaden für die Datenspeicherung von Batterie-Test-Systemen für die Nutzung von fortgeschrittener Diagnostik und maschinellem Lernen
- Messsystematik für Neuauflage zum Ferritstandard (IEC63299 und IEC63300)
- Eine Syntax zur Formulierung besserer normativer Anforderungen
- meta² – KI-Prozesssicherheit durch Metametadaten
- Semantische Norm - Anforderungen an Formale Digitale Zwilling
- Standardisierung der Abmessungen von Staubbeuteln und deren Connectoren für den Anschluss an Bodenbehandlungsgeräten (Staubsauger)
- Definition einer Erfolgsmethode zum Labeling von Daten zum Training künstlicher Intelligenz – Anwendungsfokus: Question-Answering
- DIGITAL TWIN-Software für solare Erzeugungsanlagen
- CIM-Profilierung und Interoperabilitätsnachweise im Rahmen von CIM IOP Test Aktivitäten
- Neuartiges Ferritmaterial für Leistungsanwendung
- Selbstregelung disponibler Lasten
- Sichere ID für das "Internet von Allem"
- Cloud Federation - OPC UA für die Industrie 4.0 Connected World
- Klassifikation und Standardisierung von Grundbausteinen smarter Systeme
- EVE - Easy Virtual Engineering Augmented Reality Integration für robotergestützte Produktionsprozesse
- Quantifizierung und Berichterstattung von Äquivalenzdosen an Quarz mittels SAR-OSL
- Charakterisierung von Leistungsinduktivität unter Pulsaussteuerung mithilfe Thyristortechnologie
- KPI für Energieeffizienz in Rechenzentren
- Use Case Template für RAMI 4.0 nach IEC 62559 (UC4RAMI)
- Wireless Safety Specification
- Standardisierung und Vereinfachung des Entwurfs von KI-Architekturen zur Steuerung autonomer Systeme
- RAMI-ModelExchange - Modellaustauschformat für das Reference Architecture Model for
- Industry 4.0 (RAMI 4.0)
- Einsatz spannungsstabilisierender Applikationen in öffentlichen Niederspannungsnetzen zur Erhöhung der Aufnahmefähigkeit dezentraler Elektrizitätserzeugungsanlagen
- Datenblattangaben von Speichersystemen für netzgekoppelte Photovoltaikanlagen
- Anforderungen an die Systemarchitektur für „Schwarmelektrifizierung“
- Passive Lasersicherheit – effiziente Auslegung von Laserschutzkabinen
- Kontaktlose Messung des Schichtwiderstands von Graphen-Schichten mit Hilfe der Wirbelstrommessung
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Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sind die Hauptantriebskraft für wirtschaftliches Wachstum, Innovation und Beschäftigung. 99 % der Unternehmen in Deutschland sind KMU.
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