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DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE

Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main

Tel.: +49 69 6308-0
Fax: +49 69 6308-9863
E-Mail: dke@vde.com

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DKE
27.03.2018 Seite 6993 0

Organisation

Die erste Vorschrift zur elektrotechnischen Sicherheit entstand vor mehr als hundert Jahren. Heute erstellen Experten rund um die DKE in Gemeinschaftsarbeit Normen und Standards, die die Sicherheit elektrotechnischer Produkte und Anlagen gewährleisten. Als Kompetenzzentrum für elektrotechnische Normung vertreten wir die deutschen Interessen in den europäischen und internationalen Normungsorganisationen.

Die DKE-Geschäftsstelle

DKE-Struktur-2018

Struktur der DKE

Die DKE-Geschäftsstelle ist in vier Arbeitsbereiche aufgeteilt:

Der Bereich Technology bearbeitet mit den Experten aus Industrie, Wissenschaft, Handwerk und Politik inhaltlich die aktuellen und zukünftigen Normungs- und Standardisierungsthemen. So tragen wir auch in Zukunft dazu bei, Deutschlands Stellung als eine der führenden Wirtschaftsnationen zu sichern. Dabei erfordert die weiter zunehmende Konvergenz der Technik neues Denken: Neben den klassischen Produktnormen gilt es, auch Systemaspekte besser unter den Experten zu vernetzen und innovative Themen wie z. B. Cybersecurity allen Plattformen zugänglich zu machen.

Die DKE unterstützt Unternehmen darin, die Normung als ein strategisches Instrument zu nutzen. Denn die wichtige Arbeit in den Normungsgremien wird vielfältig ergänzt: durch Entwicklungsprojekte, thematisch relevante Veranstaltungen wie Workshops und Webinare sowie durch zahlreiche weitere Angebote für die Anwendung und Erarbeitung technischer Regeln. So sind beispielsweise Entwicklungs- und Förderprojekte mit der Normungsarbeit verzahnt, um Synergien für eine schnelle und anwendungsgerechte Umsetzung von innovativen Themen in neuen Normen oder Spezifikationen zu gewinnen.

Neben dem Bereich Technology sind die beiden Bereiche Production und Finance & Controlling als interne Services für die Umsetzung von Normungsprojekten, IT-Unterstützung etc. zuständig.

Der Bereich External Relations & Support erweitert die bereits sehr gut etablierten nationalen und internationalen Netzwerke der Normung und befasst sich u. a. mit strategischen Fragen der gesamten Normungspolitik. Dieser Bereich unterstützt die Managementgremien von IEC und CENELEC und beobachtet die normungsrelevanten Entwicklungen in mehr als 70 Nationen weltweit.

Unsere Struktur

Normung ist eine Gemeinschaftsleistung: Unternehmen und Organisationen der Wirtschaft, Behörden und weitere Institutionen, die die Arbeit der DKE sowohl finanziell als auch durch Technische Experten unterstützen, bilden die Förderer- Gemeinschaft der DKE. Der Lenkungsausschuss (LA) legt die Richtlinien der DKE fest. Der Vorsitzende des LA vertritt die DKE nach innen und außen. Der LA wird in wesentlichen Themenkomplexen durch Beiräte unterstützt:

Darüber hinaus repräsentiert der LA auch die Deutschen Komitees der IEC und des CENELEC.

Unsere Arbeitsweise

In der deutschen Elektroindustrie hat das Exportgeschäft einen Anteil von ca. 90 % am Gesamtumsatz. Entsprechend ist die Arbeit der DKE international auf die IEC ausgerichtet und national mit grundsätzlich spiegelbildlicher Strukturierung der DKE-Normungsgremien – unter Berücksichtigung des CENELEC – organisiert. Rund 80 % der Europäischen Normen entsprechen den Ergebnissen der IEC-Arbeit: Diese bedarfsorientierte Fokussierung auf die internationale Normung bildet gleichzeitig auch die Basis zur weiteren Verwirklichung des Europäischen Binnenmarktes – und das ohne eine Begrenzung auf die Märkte Europas. Zur Erschließung innovativer Themenfelder sowie zur Koordinierung produktübergreifender Systemerfordernisse bei den konvergierenden Technologien wirken alle Bereiche der DKE mit deren Normungsgremien eng mit anderen Organisationen, den VDE-Fachgesellschaften sowie den Gremien von DIN zusammen.

Unsere Grundlagen

Die DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE wurde 1970 von VDE und DIN gegründet. Sie arbeitet auf Basis des „Normenvertrages“ von 1975 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und DIN.

Die DKE ist ein Organ von DIN Deutsches Institut für Normung e.V. und gleichzeitig ein Geschäftsbereich des VDE VERBAND DER ELEKTROTECHNIK ELEKTRONIK INFORMATIONSTECHNIK e.V. – sie wird vom VDE getragen.

Die von der DKE herausgegebenen Normen sind Bestandteil des Deutschen Normenwerks. Sofern es sich um elektrotechnische Sicherheitsbestimmungen handelt, werden diese gleichzeitig in das VDE-Vorschriftenwerk aufgenommen.

Die Ergebnisse der Normungsarbeit der IEC und des CENELEC sowie die Europäischen Normen des ETSI werden durch die DKE entsprechend den Regeln von DIN in Deutschland veröffentlicht. Unverzichtbare Elemente der Normungsarbeit sind dabei das öffentliche Einspruchsverfahren und das Konsensprinzip. Bei der Erstellung innovationsfördernder und entwicklungsbegleitender Standards für die Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik auf nationaler, europäischer oder internationaler Ebene arbeitet die DKE aktiv mit und fördert so die bedarfsgerechte Standardisierungsarbeit.

Werden Sicherheits- und Umweltaspekte berührt, können die Ergebnisse der Standardisierungsarbeit auch unabhängig von Normungsgremien der DKE mit und ohne öffentliche Einspruchsverfahren als VDE-Anwendungsregeln veröffentlicht werden.

Unsere Mission

DIALOG FÖRDERN

Die DKE ist die Plattform für den ergebnisorientierten Dialog zur Entwicklung von allgemein akzeptierten elektrotechnischen Normen und Standards. Dabei führen wir Wissen, Informationen und Interessen aller relevanten Fachkreise konsensorientiert zusammen und veröffentlichen die Ergebnisse als Bestandteil des Deutschen Normenwerkes und des VDE-Vorschriftenwerkes.

KOMPETENZ SICHERN

Die DKE ist das offizielle deutsche Kompetenzzentrum für elektrotechnische Normung. Wir vertreten die deutschen Interessen in den europäischen und internationalen Normungsorganisationen und setzen die Ergebnisse internationaler Normungsarbeit in das nationale Normenwerk um.

ENGAGEMENT STÄRKEN

Die DKE lebt vom Engagement und der fairen Zusammenarbeit aller Beteiligten: Technische Experten bringen ihr Wissen ein, Unternehmen stellen Ressourcen bereit, die Mitarbeiter der DKE organisieren die Prozesse effizient und unterstützen mit umfangreichen Dienstleistungen. Unser gemeinsames Ziel sind anerkannte, marktorientierte und technisch aktuelle Regelungen. Und Fortschritt als Resultat positiver Veränderungen.

Unsere Ziele

SICHERHEIT

Umfassende Sicherheit elektrotechnischer Produkte und Anlagen sowie der damit verbundenen Dienstleistungen und im Arbeitsschutz.

KOMPATIBILITÄT

Systemkompatibilität von Produkten und Anlagen in vernetzten Systemen und Anwendungen.

MARKTORIENTIERUNG

Beschleunigte Marktdurchdringung neuer Technologien durch Unterstützung der Informationsprozesse mittels Normen und Spezifikationen.

KONSENSBILDUNG

Zusammenführen des Wissens und der Interessen aller betroffenen Fachkreise sowie Konsensbildung auch in kontrovers diskutierten Sachfragen.

INTERESSENVERTRETUNG

Vertretung der deutschen Interessen bei der Weiterentwicklung der internationalen und europäischen Normen zum Abbau von Handelshemmnissen und zur weltweiten Öffnung der Märkte.

QUALITÄT

Qualitativ hochwertige und aktuelle technische Regeln in einem konsistenten und breit akzeptierten Normenwerk mit markt- und bedarfsorientierter Ausrichtung.

KONFORMITÄTSBEWERTUNG

Weltweite Anerkennung von Konformitätsbewertungsergebnissen.

HORIZONT ERWEITERN

Dialog fördern, Kompetenz sichern und Engagement stärken – das ist die Maxime der DKE. Durch diese Faktoren entfaltet sich die volle Kraft der Normung: umfassende Sicherheit elektrotechnischer Produkte für Verbraucher und Umwelt. Weltweite Öffnung der Märkte durch erhöhte Systemkompatibilität und Abbau von technischen Handelshemmnissen. Erfolgreiche Entwicklung und zügige Implementierung technischen Fortschritts zum Wohle der gesamten Gesellschaft.

Unsere Geschichte

Erste Sicherheitsregeln entstehen

  • 1893 erarbeitete das erste technische Komitee des VDE „Vorschriften für das Errichten elektrischer Niederspannungsanlagen. Zwei Jahre später folgten Sicherheitsvorschriften für elektrische Starkstromanlagen“.
  • 1896 im Januar veröffentlichte die Elektrotechnischen Zeitschrift (ETZ) den Vorläufer der heutigen DIN VDE 0100 „Errichten von Niederspannungsanlagen“.
  • 1904 präsentierte der VDE sein erstes „Normalien-Buch“[4].

Elektrotechnik in Deutschland organisiert sich

  • 1879 gründeten Werner von Siemens und der Kaiserliche Generalpostmeister Heinrich von Stephan den weltweit ersten „Elektrotechnischen Verein“. Er umfasste alle Gebiete der Elektrotechnik und machte es sich zur Aufgabe, die technischen Anwendungen der Elektrizität zu fördern und weiterzuentwickeln sowie die wissenschaftliche Basis zu pflegen. Weitere elektrotechnische Vereine entstanden.
  • 1893 fassten die Vertreter der elektrotechnischen Vereine ihre Organisationen in einer einzigen zusammen:  im „Verband Deutscher Elektrotechniker“ (VDE).

Nationale und internationale Normungsorganisationen formieren sich

  • 1901 wurde in Großbritannien das erste nationale Normungsinstitut namens „Engineering Standards Committee“ (heute British Standards Institution) begründet.
  • 1906 wurde unter VDE-Beteiligung die „International Electrotechnical Commission“ (IEC) aus der Taufe gehoben.
  • 1917 entstand in Deutschland der „Normenausschuss der Deutschen Industrie“, 9 Jahre später umbenannt in „Deutscher Normenausschuß“.
  • 1920 legte Österreich den Grundstein für das „Österreichische Normungsinstitut“.
  • 1970 vereinten DIN und VDE alle deutschen elektrotechnischen Vereine in der Deutschen Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE). In der BRD die einzige verantwortliche Stelle für elektrotechnische Normung und Vertretung deutscher Interessen auf internationaler Ebene.
  • Seit 1975 ist die Stellung der DKE durch den zwischen DIN und der BRD geschlossenen „Normenvertrag“ gesetzlich anerkannt, und DIN nennt sich fortan „Deutsches Institut für Normung“.