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Energy

In der alltäglichen und gesellschaftlichen Diskussion ist sie ein ebenso großes Thema wie in der DKE – die Rede ist von der Energie. Unsere Normungsexperten bringen ihr Wissen aber nicht nur ein, um die Energieversorgung und –verteilung zukünftig „smart“ und dezentral zu machen, sondern leisten einen ebenso hohen Beitrag für den Betrieb elektrischer Anlagen und bei der flächendeckenden Verbreitung erneuerbarer Energien.

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Was ist das Ziel von Normen und Standards im Bereich Energy?

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Das primäre Ziel von Normen und Standards im Bereich Energy ist die Entwicklung eines nachhaltigen und flexiblen Systems zur intelligenten und sicheren Energieverteilung. Technik und Produktlösungen sollen – ohne Einschränkungen in der Sicherheit – sowohl für den Anwender als auch für den Verbraucher tauglich sein.

Hierfür fördern Normen und Standards innovative Entwicklungen in der Energieversorgung der Zukunft, sodass ihre Verteilung möglichst effizient und ihre Nutzung ökonomisch bleiben. Dabei gilt: Die vorhandenen Ressourcen müssen optimal genutzt und die Energieversorgung deshalb intelligent und flexibel aufgebaut werden – sprich am richtigen Ort, zum richtigen Zeitpunkt. Vom Betrieb elektrischer Anlagen über Produktnormen für Hochspannungstechnik bis hin in die Netzleittechnik sorgt die Normung für Zuverlässigkeit in der Technik, eine reibungslose Kommunikation an den entstehenden Schnittstellen und gewährleistet dadurch die Interoperabilität der Produkte verschiedenster Hersteller.

Letztlich stehen dabei der Nutzen des Verbrauchers selbst und seine Sicherheit im Fokus, die durch die Umsetzung unserer nationalen und der IEC- und CENELEC-Normen garantiert werden. Diese einheitlichen, weltweit gültigen Standards für die Energiemärkte bauen Handelshemmnisse ab, bewirken eine Marktöffnung und dienen der Etablierung eines uneingeschränkten, smarten Energiesystems. Die Normung treibt all diese Ziele in der Energietechnik voran und ermöglicht eine effiziente, reibungslose Umsetzung – die wiederum eine konstante und zuverlässige Energieversorgung sicherstellt.

Kontakt

Alexander Nollau
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Wo setzen Normen und Standards im Bereich Energy an?

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Energie ist in unserer Gesellschaft von existenzieller Bedeutung. Ohne Energie und ohne Strom könnten wir nichts mehr leisten, sei es das Handy, das jeden Tag laden muss oder das Abdecken unserer Grundbedürfnisse wie die Toilettenspülung. Ein zentraler Faktor der Energieversorgung ist daher ein smartes und verlässliches Energiesystem entlang der gesamten Stromversorgungskette, das die vorhandenen Ressourcen bedürfnisorientiert verwaltet. Dafür ist ein digitalisiertes Energienetz notwendig, das die Verteilung des Stroms flexibel organisiert – von der Stromerzeugung über den Transport und die Verteilung des Stroms bis zum Verbraucher, der selbst ebenfalls Erzeuger sein kann.

Ein aktueller Trend sind sogenannte „Microgrids", oder Inselnetze, die sich und andere Partner im Energienetz gegenseitig versorgen. Die Normung richtet hier ihren Blick vor allem auf die intelligenten und autonomen Kommunikationsmodelle, deren Ausbau und die Definition einheitlicher Schnittstellen, um den Kommunikationsaustausch zu gewährleisten. Gerade dort, wo in diesem komplexen System Energie-Daten ausgetauscht werden, bieten Normen und Standards die Lösung, um die Erzeugung und den Verbrauch adäquat anzupassen. Durch eine abgestimmte Struktur und Kommunikation zwischen verschiedenen Playern wird dem Austausch und einem dezentralen Energiesystem der Weg bereitet. Ein weiterer Aspekt ist die Entwicklung einer Hochspannungs–Gleichstrom–Übertragung (HGÜ), auch „Stromautobahn" genannt, die Energie über große Distanzen nahezu verlustfrei transportiert und dadurch die optimale Nutzung des gewonnenen Stroms unterstützt. Auch im Niederspannungsbereich entstehen mehr und mehr Gleichstromleitungen, um von der verlustarmen Verteilung zu profitieren. In den elektrischen Spannungsfeldern gehen damit Veränderungen einher, durch die sich neue Anforderungen an das bestehende Stromnetz ergeben. Normen benennen diese und legen u. a. die Toleranzen in den Schwankungen fest. Sie schreiben Schutzabstände vor und gewährleisten das Nebeneinander von Wechselstrom- und Gleichstromübertragung, beugen Rückschlägen vor und sorgen für die Sicherheit bei Wartungsarbeiten und die Sicherheit des Verbrauchers.

Nicht zuletzt wird an das Energienetz der Zukunft der Anspruch einer langen Nutzungsdauer gestellt. Durch die Energiewende und politische Maßnahmen werden Verbraucher verstärkt als Prosumer auftreten und gleichzeitig mit Elektroautos, Energiespeichern etc. eine drastisch erhöhte Flexibilität des Netzes erfordern. Um Überlastungen im Stromnetz auszuschließen und die Gefahr eines Blackouts des Netzes zu minimieren, werden entsprechende Normen entwickelt.

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Wie profitieren wir im Alltag von Normen und Standards im Bereich Energy?

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Normen und Standards sorgen in unserem Alltag sowohl auf Anwender- als auch auf Verbraucherebene für Verlässlichkeit und Sicherheit bei allem, was in direkter Verbindung mit Energie steht. Beginnend beim Betrieb elektrischer Geräte, haben wir es erreicht, diese zu schützen, indem wir durch unsere Normen die Spannungsschwankungen im Stromnetz auf einen konstanten Toleranzbereich begrenzen, der die Geräte nicht beschädigt.

Durch die aktuellen Trends im Bereich Energy rückt zudem die Integration des Verbrauchers im Markt in den Fokus der Normung. Dank neuer, innovativer Technologien, wie die Balkon-PV, ist es dem Konsumenten möglich, seine persönliche Energiebilanz nachhaltig zu gestalten und einen Beitrag zur Energiewende leisten. Unerlässlich dafür ist die intelligente Stromverteilung, die gleichzeitig eine wichtige Stütze zur Abkehr von fossilen Energieträgern darstellt und damit die Nachhaltigkeit von Energie sichert. Die Agilität eines einheitlich genormten digitalen Energiesystems, etwa über Micro Grids, erlaubt es den Verbraucher als „Prosumer“ von Energie im Markt zu integrieren, gewährleistet eine störungsfreie Kommunikation und unterstützt die Unabhängigkeit von wenigen Monopolen. Die dadurch notwendig gewordene Anpassung eines Smart Meters und seiner Schutzprofile erarbeiten wir gemeinsam mit Experten und Herstellern. Der Datenschutz im neuen Abrechnungssystem steht für uns an erster Stelle und könnte über eine mögliche Blockchainanwendung sichergestellt werden. Letztlich berücksichtigen unsere Normen auch die Berührungspunkte, die für Anwender im Bereich Energie entstehen. Unsere Normen prüfen Arbeitswerkzeuge und –schutzkleidung für Fachkräfte und Privatkäufer und garantieren dadurch ein sicheres Arbeiten an elektrischen Anlagen.

Relevante News und Verlautbarungen

Jan Christoph Ebersbach: Microgrid-Blockchain

Kryptowährungen, Identitätsmanagement und Versicherungen - es gibt kaum einen Anwendungsbereich, in dem sich die Blockchain-Technologie nicht vorstellen ließe.

Im Bereich der Energieversorgung und -verteilung wird ebenfalls darüber diskutiert, welches Potenzial in der Blockchain-Technologie steckt. Im Falle von Microgrids soll ein zentrales System den Energiehandel automatisiert  betreiben und dafür sorgen, Energie dorthin zu liefern, wo sie benötigt wird - und auch das vollkommen automatisiert.

Was kann Blockchain dazu beitragen? Verkettete Informationen können aus einer Datenbank heraus automatisiert zwischen den Teilnehmern ausgetauscht werden können. Blockchains bringen darüber hinaus Stabilität und Sicherheit in das gesamte System.

Wissenswertes zu Energy

Die Normungs-Roadmap Gleichstrom im Niederspannungsbereich

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27.08.2018 Studien + Roadmaps + Hinweise

Inhaltlich ist die Normungs-Roadmap in neun Gruppen gegliedert:

• Motivation und Handlungsbedarf

• Gesetzliche Rahmenbedingungen und Festlegungen

• Schutzziele und Schutzkonzepte

• Störlichtbögen

• Basiselemente für Sicherheit und Betrieb

• Technologien

• Regelung und Koordination

• Anwendungsfelder

• Projekte und Forschungsaktivitäten

Mehr Infos über die Roadmap

Die Arbeit der DKE im Bereich Energy

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