Studentin im Chemielabor
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25.01.2019 Seite 1281 0

IEC Young Professionals

Das IEC-Programm für Young Professionals bietet Berufsanfängern weltweit einen Einstieg, sich in die Arbeit der IEC einzubringen.

Die IEC ist heute mehr denn je gefordert, rasch auf Veränderungen der Märkte zu reagieren und internationale Normen zu erstellen, die den Anforderungen besser gerecht werden und die Märkte schneller erreichen. Mit ihrem Programm für Young Professionals zeigt die IEC einen offenen Blick für ihre globale Kultur und fördert die IEC-Gemeinschaft, indem sie einen noch größeren Kreis an Menschen aller Altersgruppen mit vielfältigen Erfahrungen dazu einlädt, sich an ihrer Arbeit zu beteiligen.

Kontakt

Dr. Renata Wanka-Enikeeva
Dominik Nied

Das IEC-Programm für Young Professionals bietet Berufsanfängern weltweit einen Einstieg, sich in die Arbeit der IEC einzubringen. Die Teilnehmer werden von den Nationalen Komitees der IEC sorgfältig ausgewählt, um ihr Land künftig an führender Stelle auf der globalen Plattform der IEC zu vertreten. Das Programm erläutert die Verfahren und Richtlinien der IEC und macht deutlich, weshalb Mitwirkung auf globaler Ebene ein wesentliches strategisches Mittel in der heutigen Welt ist.

Go Ahead, Get Ahead

Ziel des Programms ist, den Teilnehmern bei dem Schritt, sich mehr an der Arbeit der IEC zu beteiligen, zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, damit sie die Gelegenheit nutzen, die Zukunft der internationalen Normung und Konformitätsbewertung mitzugestalten. In den Workshops für Young Professionals sehen die Teilnehmer die IEC bei ihrer Arbeit und tauschen sich mit technischen Experten und Managern aus aller Welt aus.

Mehr über das Programm erfahren Sie auf der IEC-Website unter Young Professionals area.

Nehmen Sie am internationalen IEC Young Professionals Workshop teil!

Young Professionals zu Gast beim IEC General Meeting 2019 in Shanghai

Im Rahmen des alljährlichen General Meetings der IEC findet auch in 2019 im Zeitraum vom 21. - 25. Oktober wieder der Young Professionals Workshop statt. Diesmal im chinesischen Shanghai.

Wir möchten im Rahmen der Next Generation DKE wieder in der Normung engagierte Jungingenieure dorthin entsenden und starten mit dieser Umfrage einen Bewerbungsprozess. Nach dem Bewerbungsschluss werden drei Kandidaten ausgewählt, die der IEC vorgestellt werden. Ihre Reisekosten nach Shanghai werden übernommen.

Das sollten Sie wissen:

Was bringen Sie mit?

  • Abgeschlossenes technisches oder wirtschaftliches Studium
  • Erste Erfahrung in der Normung oder Konformitätsbewertung
  • Alter von 20 bis Mitte 30 Jahren
  • Gute Englischkenntnise
  • Bereitschaft sich in der einjährigen Amtszeit in der Normung zu engagieren
  • Bereitschaft vom Young Professionals Workshop zu berichten

Was erhöht Ihre Chancen auf eine Auswahl?

  • Erfahrung in der Normung oder Konformitätsbewertung und Gremienarbeit
  • Tätigkeit in Industrie oder einer für die IEC relevanten Branche
  • Konkrete Vorschläge oder Initiativen für den IEC Young Professionals Workshop

Was ermöglichen wir Ihnen während der einjährigen Amtszeit als IEC Young Professional?

  • Vernetzung mit ca. 80 Nachwuchsexperten aus der ganzen Welt
  • Initiierung und Umsetzung Ihrer Ideen und Projekte direkt bei IEC und DKE
  • Hospitation bei IEC Gremien und vieles mehr …

Offizieller Flyer zum Workshop

Flyer IEC YP Workshop 2019

Flyer IEC YP Workshop 2019

IEC
Veröffentlichungsdatum 03.04.2019
Gültig bis: 25.10.2019
PDF: 221 KB

Deutsche Teilnehmer vergangener IEC Young Professionals Workshops

2018 – im koreanischen Busan, 22. bis 16. Oktober

Nadine Ellen - Bild

Nadine Ellen

Projektmanagement und Controlling F&E, CLAGE GmbH

Nadine Ellen - Bild

Projektmanagement und Controlling F&E, CLAGE GmbH

Mit der Teilnahme an dem Young Professionals Workshop würde ich einen besseren Einblick und Einstieg in die Arbeit des IEC erhalten, um zukünftig meine Stärken für die internationale Normungsarbeit aktiv mit einzubringen.
Die Anwendung von Normen ist Bestandteil meiner täglichen Arbeit in der Entwicklung. Bei jeder Produktentwicklung müssen die internationalen Normen beachtet werden und die CLAGE Haushaltsgeräte zur dezentralen Warmwassererwärmung werden nach aktuellen Normen national und international zugelassen.

Dominik Ebling - Bild

Dominik Ebling

ABB, Bereich Automatisierungs- und Energietechnik

Dominik Ebling - Bild

ABB, Bereich Automatisierungs- und Energietechnik

Da ich im Bereich Elektromobilität und Schnellladeinfrastruktur arbeite, würde ich dieses Thema auch auf der internationalen Ebene voranbringen. Eine entscheidende Entwicklung in diesem Bereich ist die Standardisierung eines DC-Zählers. Firmen können keine Zertifizierungen dieser Zähler für eine kWh-basierte Abrechnung erzielen, da die Standards nicht vorhanden sind. Aktiv treibe ich dies im deutschen Markt an, was im Nachgang auf internationaler Ebene in einem Spiegelgremium endet um ein einheitliches Abrechnungssystem für Schnellladeinfrastruktur zu bekommen.
Ich bin als Experte in drei DKE Arbeitskreisen und einem ISO-AK tätig.

Kevin Hermanns - Bild

Kevin Hermanns

Unternehmensgründer (PE-Systems), Doktorand am Fachgebiet Leistungselektronik (TU Darmstadt)

Kevin Hermanns - Bild

Unternehmensgründer (PE-Systems), Doktorand am Fachgebiet Leistungselektronik (TU Darmstadt)

Die elektrische Energieversorgung ist zunehmend von leistungselektronischen Systemen abhängig. Die Auslegung dieser Systeme erfolgt heute bereits vielfach modellbasiert. Es überrascht umso mehr, dass die Charakterisierung der Kernkomponente – des Leistungshalbleiters – basierend auf der IEC-Normenreihe 60747 erheblichen Raum zur Interpretation bietet. Als Ergebnis können Leistungshalbleiter, wie IGBTs und MOSFETs von unterschiedlichen Herstellern, die nach dieser Norm charakterisiert wurden nicht oder nur unzureichend durch die Anwender verglichen werden. Diese „Unzulänglichkeit“ möchte ich sehr gerne adressieren und wenn möglich, an einer Ergänzung der Messvorschriften der Norm IEC 60747-8 und -9 mitwirken. In diesem Zusammenhang sollte auch die Modellbildung dieser Bauelemente normativ erfasst werden. Bis heute existieren keine technologieunabhängigen Rahmenbedingungen, welche in Verkehr gebrachte Modelle von Leistungshalbleitern klassifizieren und das, obwohl die Auslegung leistungselektronischer Systeme, wesentlich durch Simulationen erfolgt. Beide Themen möchte ich gerne auch über das General Meeting hinaus weiter vorantreiben.

2017 – im russischen Wladiwostok, 9. bis 13. Oktober

Jan Krögerrecklenfort

Product Safety Engineer

Endress+Hauser GmbH+Co. KG

Product Safety Engineer

Endress+Hauser GmbH+Co. KG

Anwenden von verschiedenen Normen bezüglich der technischen Auslegungen von Messgeräten ist mein "day-to-day-business". Mein Fokusthema ist elektrische Sicherheit dieser Geräte (Norm: IEC 61010-1), sowie insbesondere deren Transformatoren (IEC 61558‑1). Ich begleite den kompletten Entwicklungsprozess – vom Konzept bis zur internationalen Zulassung bei verschiedenen Prüfstellen.

Bei dem Young Professionals Workshop möchte ich den Entstehungs- und Verbesserungsprozess von Normen besser kennenlernen. Vor allem interessiert mich, wie Konformitätsprüfungen unter den IEC-Experten diskutiert werden. Außerdem freue ich mich auch auf den interkulturellen Austausch mit den anderen Young Professionals. Ich bin gespannt darauf, wie sie relevante Normen in anderen Ländern und bei anderen Fragestellungen anwenden.

Tariq Maqbool

RF Engineer

m. dudde hochfrequenz-technik

RF Engineer

m. dudde hochfrequenz-technik

Ich nehme aktiv an den vielen ETSI- und DKE-Lösungs-Treffen für die Entwicklung von Radio Standards insbesondere ETSI 300 220, 300 330 teil. Dies gibt mir die Chance, mich mit verschiedenen Experten der Industrie und Test-Häuser auszutauschen. Die Experten zeigen mir Insights bzgl. neuer Technologien und Entwicklungen der Industrie, während die Führer der Test-Häuser mir die Herausforderungen und Praxis-Probleme der Tests verdeutlichen.

Ich würde gern eine Plattform sehen, auf der Young Professionals sich mit Experten aus der Industrie austauschen können, um Wissen aufzubauen und ihr Verständnis der Standards zu erweitern. Außerdem sollten Test-Häuser involviert werden, um zu erfahren, welche Tests tatsächlich realisierbar sind und welche nur in der Theorie gut erscheinen. Young Professionals sollte es ermöglicht werden, die neueste Technologie auf dem Markt kennen zu lernen, so dass sie diese proaktiv studieren können und ihre Erkenntnisse beitragen können, wenn der Standard Entwicklungsprozess beginnt.

Annette Frederiksen

Forschungs- und Entwicklungsingenieur Zentrale Forschung und Vorausentwicklung Bereich Optik

Robert Bosch GmbH

Forschungs- und Entwicklungsingenieur Zentrale Forschung und Vorausentwicklung Bereich Optik

Robert Bosch GmbH

Seit 2009 beschäftige ich mich mit den Normen zur optischen Strahlungssicherheit für die Bewertung von Lasersystemen. Da es gerade bei sehr komplexen Lasersystemen häufig Interpretationsspielraum bei der Anwendung der Normen (Normreihe IEC 60825) gibt, bin ich seit Ende 2015 im entsprechenden nationalen (DKE/GK 841, DKE/AK 841.0.6, DKE/AK 841.0.7 und DKE/AK 841.0.9) und seit 2016 im europäischen (CLC/TC 76) und im internationalen (IEC/TC 76) Normungskomitee vertreten.

Bei dem Young Professionals Workshop in Wladiwostok möchte ich ein besseres Verständnis für die Arbeit der IEC bekommen. Außerdem möchte ich u. a. Vorschläge für folgende Themen bei der IEC einbringen:

1)  Wie kann man die aktuellen Entwicklungen in der Forschung und Industrie besser und vor allem auch schneller in die Normung einbeziehen und integrieren?

2)  Wie kann man die Zusammenarbeit der Experten in den Gremien außerhalb der meist nur jährlich stattfinden Meetings effizienter gestalten?