Arme mit Daumen hoch vor einer Stadt
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23.04.2026 Fachinformation

Round Table: Wie viel Konsens gibt es künftig in der IEC?

Eines der großen Themen auf dem General Meeting der IEC wird die konsensbasierte Arbeitsweise sein. Als zentrale Fragen stehen im Raum, ob Konsens bei jedem Thema unabdingbar ist, ob das Prinzip andere Mehrheitsverhältnisse zugesteht und welche digitalen Technologien einen moderneren Normungsprozess beschleunigen können.

Impulse dazu liefern Uwe Rüddenklau (Vorsitz CENELEC Technical Committee TC47X), Michael Dopichaj (Next Generation DKE) und Gilles Thonet (Stellvertretender Generalsekretär IEC) im Round-Table-Gespräch.

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Christian Marian
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Qualität und Konsens – ein unversönlicher Widerspruch?

DKE: Konsens ist das fundamentale Prinzip der Entscheidungsfindung im Normunsgprozess. Ziel ist es, tragfähige Lösungen zu schaffen, selbst wenn keine Einstimmigkeit gefunden wird. Dieser Prozess ist erprobt, aber auch zeitintensiv. Ist das Konsensprinzip aus Ihrer Sicht vor diesem Hintergrund verhandelbar? Wenn ja, welche Konfliktlinien entstehen daraus?

Rüddenklau: Das Konsensprinzip ist eines der wichtigsten in der Gremienarbeit, denn es ist zentral für die Qualität der Normung. Allerdings stehen Konsens und Qualität im Widerspruch zum Faktor Zeit. Damit haben wir die Konfliktlinie definiert, an der wir entlang diskutieren: Wie viel Konsens kann ich opfern, bei gleicher Qualität, um schneller zu werden?

Wenn ich über den Tellerrand blicke, dann sehe ich, dass Industrieforen, die nicht in einem staatlichen Kontext arbeiten, anders funktionieren. Es gibt Vorschläge, es gibt Diskussionen, und es gibt Zieltermine, die eingehalten werden. Wie genau das abzulaufen hat, ist in Statuten ebenso festgelegt wie Mehrheiten und dergleichen.

Insofern ja, aus meiner Sicht ist das Konsensprinzip verhandelbar, das muss es sogar sein, um schneller zu werden und die Qualität beizubehalten – und wir müssen gemeinsam definieren, wie der Prozess auf dem Weg zum Ergebnis auszusehen hat. Eine Schlüsselrolle spielen aus meiner Sicht die Qualifikation der Moderation und die Definition eindeutiger Regeln.

Thonet: Für die IEC als Organisation ist Konsens eines der Hauptprinzipien. Insofern würde ich es etwas anders ausdrücken als Uwe: Das Ziel, einen Konsens zu erlangen, ist nicht verhandelbar. Aber, da stimme ich zu, der Weg dahin kann angepasst werden. 

Wir haben einen robusten Prozess entwickelt, der die Voraussetzung ist für das Vertrauen, das Normen genießen. Auch dieses Vertrauen ist nicht verhandelbar, aber die Robustheit des Prozesses steht manchmal der gewünschten Geschwindigkeit entgegen. Wir sollten daher eher durch neue Technologien eine Beschleunigung im Prozess erreichen, als Kompromisse beim Konsens einzugehen. 

Dopichaj: Ich würde es noch härter formulieren als Gilles, denn für mich ist das Konsensprinzip nicht verhandelbar. Die Debatte der Expertinnen und Experten auf dem Weg zum Konsens ist von hoher Bedeutung, dafür lohnt es sich zu kämpfen. 

Weniger Debatte und weniger Konsens würden aus meiner Sicht dazu führen, dass wir weniger Know-how einbinden und mehr Fehler machen. Was bringt es, wenn ich später massiv korrigieren muss? Wenn es Potenzial gibt, effizienter zu werden, sehe ich es eher im administrativen Überbau als in der Verhandlung des Konsenses.


IEC General Meeting 2026

Die DKE fühlt sich geehrt, Gastgeberin des Jahresevents der internationalen elektrotechnischen Normung zu sein. Unter dem Titel "Global Development. Driven by Standards." werden im November 2026 rund 3.500 Gäste in Hamburg erwartet.

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Sichtweisen, Kulturen und Verhandlungsstrategien zusammenführen …

DKE: Für Deutschland hat die DKE in einer Umfrage unter Newsletter-Abonennt*innen ermittelt, dass zwei Drittel der Leser*innen Schnelligkeit für entscheidend hält, auch wenn weniger Zeit für Konsensfindung bleibt. Wo liegen in der Bewertung des Konsensprinzips regionale Unterschiede, wo Gemeinsamkeiten?

Rüddenklau: Aus meiner Erfahrung heraus ist es immer eine große Herausforderung, die Perspektiven aus USA, Südkorea, Japan, China und Europa unter einen Hut zu bringen. Das gilt auch für die Sichtweisen auf das Konsensprinzip und die Fragen, die sich in dem Kontext stellen. Lassen sich beispielsweise Prozesse straffen, was zu schnelleren Entscheidungen führt, aber weniger Zeit für Entscheidungen lässt? Darauf brauchen wir Antworten. Prozesse in der Normung lassen sich verbessern, woran bereits gearbeitet wird, und am Ende werden mit den Antworten nicht alle einverstanden sein. Das bedeutet Konsens aber auch nicht. Konsens bedeutet, sich nach ausreichender Diskussion für einen zumutbaren Kompromiss zu entscheiden.

Thonet: Wie Uwe schon sagte, Menschen aus der ganzen Welt sind am Normungsprozess beteiligt. Das heißt, wir haben es mit unterschiedlichen Personen, Kulturen und Verhandlungsstrategien zu tun. In einem Land nimmt man sich mehr Zeit für die Bildung eines Konsenses, in einem anderen Land weniger. Hinzu kommt, dass in vielen Ländern Englisch nicht die Arbeitssprache ist. Das heißt, es kann länger dauern, bis ein Dokument übersetzt und bewertet ist, und es kann sein, dass eine Diskussion auf Englisch nicht allen leicht fällt. All diese Besonderheiten müssen wir mitdenken, wenn wir neue Lösungen entwickeln. Denn es bleibt unser Ziel, alle Stimmen zu hören, weltweit.

… und den Konsens-Begriff schärfen

Dopichaj: Vielleicht sollten wir in dem Kontext die Frage stellen, ob Konsens als Begriff überhaupt klar definiert ist – das ist schon an unserer Diskussion zu spüren. Ich denke, unterschiedliche Menschen bewerten das unterschiedlich, egal, wo sie leben. Vermutlich wäre die Streuung an Aussagen dazu in Deutschland größer, als der Unterschied zwischen Deutschland und China als staatliche Einheiten. Insofern hängt die Frage nach der Bewertung des Konsensprinzips eng damit zusammen, was wir unter Konsens verstehen. 


Eingang des 1999 eingeweihten Louise-Weiss-Gebäudes, offizieller Sitz des Europäischen Parlaments mit Plenarsaal
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Europäische Normen: ein Erfolgsfaktor für den EU-Binnenmarkt

Die Europäischen Normen bilden heute ein wichtiges Fundament für den EU-Binnenmarkt. Sie sind ein strategisches Instrument für die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und die EU-Wirtschaftspolitik. Die Europäischen Normungsorganisationen erarbeiten sie anhand der Anforderungen aus der Industrie oder auch im Auftrag der EU-Kommission in Form von Normungsaufträgen.

Nationale Expert*innen bei der DKE engagieren sich in den Europäischen Normungsorganisationen für die Weiterentwicklung von elektrotechnischen Normen.

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Auf dem Prüfstand: Projektleitung, Mehrheitsverhältnisse …

DKE: Auf dem IEC General Meeting steht zur Diskussion, ob sich das Konsensprinzip überarbeiten lässt und andere Vorgaben für Mehrheitsentscheidungen definiert werden können. Welche Möglichkeiten sehen Sie konkret?

Rüddenklau: Im klassischen Projektmanagement in der Industrie gibt es feste Zeitfenster. Zum Zeitpunkt X trifft eine gut ausgebildete Projektleitung auf Basis des Vorhandenen eine Entscheidung, auch wenn kein Konsens erreicht ist. Zeitpläne werden meist eingehalten, auch mit dem Risiko, dass ein Nachteil daraus entsteht.

Übertragen auf die Normung hieße das, wir passen die Entscheidungsfindung an, nehmen nach ausreichender Diskussion einen Kompromiss beim Konsens in Kauf und haben Normen schneller verfügbar. Sollten Verbesserungen nötig sein, ziehen wir sie über Updates nach. 

Auch andere Mehrheitsverhältnisse sind möglich. Es gibt in industriegetriebenen Organisationen die einfache Mehrheit mit 51 Prozent sowie, bei bestimmten Themen, qualifizierte Mehrheiten mit 75, 85 oder gar 100 Prozent. Das können wir diskutieren, ebenso wie die Frage, ob diese Mehrheiten für Zwischenabstimmungen gelten oder nur für die Abstimmung am Ende des Prozesses. 

… Werkzeuge und formale Anforderungen

Thonet: Das sehe ich etwas anders. Wenn wir als IEC überprüfen, wie wir schneller werden können, haben wir aus meiner Sicht zwei Möglichkeiten. Zum einen können wir neue Regeln entwickeln, die nach der Zustimmung unserer Mitglieder gelten. Im Standardization Management Board diskutieren wir zum Beispiel, ob die IEC andere Produkte veröffentlichen könnte. Sie könnten schneller verfügbar sein, Orientierung schaffen und später zum Standard werden. Zum anderen sollten wir die Werkzeuge verbessern, die wir nutzen – darin sehe ich einen großen Impact für unsere Arbeit. 

Was die Mehrheitsverhältnisse angeht, habe ich bislang nichts darüber gehört, dass das geändert werden soll. Ich bin auch nicht sicher, ob wir damit Vorteile erzielen. Ich würde, wie gesagt, eher neue Produkte einführen, als für eine international gültige Norm den Schwellenwert für die Zustimmung herabzusetzen.

Dopichaj: Das Thema Mehrheitsverhältnisse sehe ich ähnlich, vielleicht noch strenger. Denn wieder stellt sich die Frage, was Konsens bedeutet. Ist es überhaupt noch ein Konsens, wenn es Gegenstimmen gibt? Für mich ist mindestens auf der Arbeitsebene Einstimmigkeit ein zentrales Ziel. Wir sollten Gegenstimmen nicht übergehen, sondern hören und einbinden – auch wenn diese Findung Zeit kostet. Wir haben Werkzeuge und Regeln dafür, das anders zu lösen, aber ich halte davon wenig.

Zeit einsparen würde ich eher bei formalen Parts. Ich nenne ein ganz profanes Beispiel aus der CENELEC-Welt, der europäischen Normung. Wenn wir eine Norm vorlegen, gibt es umfassende Vorgaben zur Formatierung, bis hin zur Gestaltung von Grafiken. Sind Expertinnen und Experten dafür da, herausgeberische Aufgaben zu übernehmen? Aus meiner Sicht nein, und das kostet uns unglaublich viel Zeit. 

Ähnliches gilt in Europa für die Harmonisierung von Normen durch das HAS-Assessment. Da wird viel Arbeit an die Expertinnen und Experten zurückgespielt, die an anderer Stelle zu erledigen wäre und auf dem Weg zur Norm Zeit kostet. 

Verschiedene Grade an Sicherheit, verschiedene Grade an Konsens?

DKE: Könnte eine Differenzierung über Themen helfen – also zu definieren, welche Themen mehr Konsens brauchen und welche mit weniger Konsens klarkommen?

Rüddenklau: Sprechen wir innerhalb der IEC über kritische Themen wie Safety oder Security, so müssen wir definieren, welche qualifizierte Mehrheit gelten soll. Auch bestimmte Branchen wie Medizintechnik oder Automotive, in denen technische Fehlfunktionen eine Gefahr für Leib und Leben darstellen, sind nicht über einfache Mehrheiten zu regeln. Anders sieht es aus bei unkritischen Themen, bei physikalischen Diskussionen, die bis ins letzte Detail geführt werden können, aber nicht müssen – da könnten wir sicherlich an vielen Stellen einfacher ans Ziel gelangen.

Dopichaj: Ich denke nicht, dass das eine Lösung ist. Allerdings ist es so, dass wir manchmal vielleicht, wenn wir ehrlich sind, gar nicht so interessiert sind daran, einen echten Konsens zu finden. Unsere Aufgabe ist es aber, ein Umfeld zu schaffen, in dem jeder sich sicher fühlt, seine Meinung zu äußern – auch wenn es mühsam ist. Und wir müssen mit Sorgfalt mit diesen Meinungen umgehen, egal bei welchem Thema.

Thonet: Ich sehe eher neue Produkte als Lösung, die wir überall dort nutzen können,  wo es möglich bzw. notwendig ist und Saftey keine Rolle spielt. Manche Länder machen das bereits in der Praxis, beispielsweise Großbritannien, wo ein erstes Ergebnis nach sechs Monaten vorliegt. Wenn ein Land zu einem Thema etwas in dieser Art hat, könnten wir das als Pre-Standard international veröffentlichen, so dass es eine Orientierung für alle gibt – noch keine Norm, aber bedeutend mehr als nichts.


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Online Standards Development, Online-Events und Künstliche Intelligenz

DKE: Wenn wir Entscheidungsfindung und Konsensprinzip neu denken: Welche Technologien, Methoden oder Plattformen könnten hilfreich sein?

Rüddenklau: Die Digitalisierung spielt eine große Rolle, das Online Standards Development (OSD) ist zum Teil schon eingeführt. OSD ist ein gutes Tool und die notwendigen Schulungen laufen bereits. Zudem kann Künstliche Intelligenz die Qualität erhöhen und an vielen Stellen Zeit einsparen, wenn wir als IEC definieren, unter welchen Voraussetzungen wir KI wie nutzen.

Dopichaj: Das ist beides sinnvoll, ich würde aber noch auf ein anderes Thema gehen. Viele Termine finden heute online statt, das ist sinnvoll, weil es Zeit, Energie und Kosten spart. Wenn man aber mit vielen Teilnehmenden ein Meeting hat, gibt es bestenfalls eine Frontalpräsentation oder bilaterale Gespräche. Verglichen mit einem echten Treffen, gehen die vielen, parallel laufenden Zwischenabstimmungen verloren. Ich würde Online-Events so gestalten, dass zum Beispiel jede Person ein Punkt auf einer Karte ist und sich mit einer anderen Person in einem eigenen Meet treffen kann – neue Konzepte ausprobieren, die mehr Austausch ermöglichen und fördern.

Thonet: Ich sehe es ähnlich wie Uwe, was OSD und Künstliche Intelligenz angeht. Ein anderer Punkt, den ich für wichtig halte, ist die Zeit für den Abstimmungsprozess. Abhängig von Infrastruktur und Sprache in den Ländern hören wir von der einen Seite, man könnte die Zeit verkürzen – von der anderen Seite, sie reicht nicht aus. Vielleicht helfen uns in Zukunft auch hier moderne Tools, Zeit einzusparen. In Summe würde ich an allen Stellschrauben drehen, die wir haben – also Werkzeuge, Technologien, Prozesse – aber nicht am Konsens selbst.

Mehr als Benchmark: Kriterien für eine „schnellere“ Normung

DKE: Das Konsensprinzip war bislang klar definiert. Nun soll eine neue Grundlage entstehen, um schneller zu werden – doch was genau soll das eigentlich heißen?

Rüddenklau: Um das zu beurteilen, müssen wir den kompletten Prozess in den Blick nehmen. Harmonisierte europäische Normen brauchen durchschnittlich fünf Jahre: ein Jahr, bis der Auftrag aus der Politik kommt, drei Jahre für den Normungsprozess und ein Jahr für die Prüfung durch die Politik und die Veröffentlichung. Wenn ich Geschwindigkeit aufnehmen möchte, kann ich – wie schon erläutert – das Dreieck aus Zeit, Qualität und Konsens neu justieren, andere Mehrheitsverhältnisse und Entscheidungsprozesse definieren. 

Außerdem hilft es, Synergien zu nutzen, was ISO und IEC über den PASS-Prozess lanciert haben. Dabei werden Normen aus anderen Organisationen geprüft, angepasst und übernommen, und aus drei Jahren Normungsprozess wird ein Jahr.

Thonet: Der IEC-Durchschnitt für eine Norm liegt bei rund 32 Monaten, also unter drei Jahren. Manche brauchen etwas weniger, andere etwas mehr. Zeit ist für mich aber auch relativ, denn ihre Relevanz hängt vom Thema ab. Normen zur elektrischen Sicherheit beispielsweise existieren, wir pflegen und überarbeiten sie. Wie lange das dauert, ist aus meiner Sicht nicht relevant. Bei KI erleben wir mehr oder weniger wöchentlich neue Entwicklungen, das heißt, Zeit spielt eine riesengroße Rolle.

Abschließend noch ein wichtiger Punkt: Pünktlichkeit ist relevanter als Zeit. Wenn wir sagen, eine Norm ist zum Zeitpunkt X fertig, dann muss sie zu dem Termin fertig sein. 

Dopichaj: Gut, dass Du das sagst, Gilles. Die fünf Jahre, von denen Uwe sprach, betreffen ja den Zeitraum von der ersten Idee bis zur fertigen Norm. Auf zwei dieser fünf Jahre haben wir als Normer keinen Einfluss. Drei Jahre für eine komplett neue Norm sind aus meiner Sicht schnell – das ist natürlich bei einem Security Patch etwas anderes, das muss sofort raus. 

Wenn Geschwindigkeit aber so wichtig ist, ein letzter Gedanke dazu, weil vorhin KI angesprochen wurde: Wirklich schneller werden wir als IEC, wenn wir nicht mit generativen Large Language Models arbeiten, sondern ein eigenes Modell schaffen und mit unseren Daten füttern. Damit hätten wir eine Monopolstellung, denn Normen dürfen nicht in die generativen Modelle eingespeist werden. Es ergäbe sich ein klarer Mehrwert für die Industrie, denn wir schaffen vom Protokoll bis zur Kommentarphase hohe Effizienz, bei gleichzeitiger Erhöhung der Qualität.

Redaktionelle Hinweise:

Die Antworten entsprechen den persönlichen Ansichten und Meinungen des Interviewpartners und müssen nicht denen der DKE entsprechen.

Der englischsprachige Originalartikel erschien auf https://www.gm2026.iec.ch/

Gäste des Round Table waren:

Uwe Rüddenklau

ist derzeit Leiter des Bereichs „Global Standardization Topics“ bei Infineon Technologies, einem führenden Halbleiterunternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, und verfügt über mehr als 30 Jahre Branchenerfahrung. Uwe ist Mitglied des Strategieforums für Normung der deutschen Bundesregierung. Ein wesentlicher Teil seiner Arbeit steht im Zusammenhang mit den internationalen Normungsorganisationen IEC und ISO sowie den europäischen Normungsorganisationen CENELEC, CEN und ETSI und verschiedenen deutschen Branchenverbänden für technische Regulierung und Normung wie BDI, BITKOM und ZVEI.

Dr. Gilles Thonet

Gilles Thonet ist stellvertretender Generalsekretär der Internationalen Elektrotechnischen Kommission (IEC) und Sekretär des IEC-Normungsvorstands (SMB). In seiner derzeitigen Funktion ist er für die IEC-Vorstände, die Strategie, die digitale Transformation, Rechts- und Compliance-Angelegenheiten sowie die Außenbeziehungen zu Partnerorganisationen zuständig. Gilles ist eine Führungskraft im Technologiebereich mit internationaler Erfahrung bei Hightech-Industrieunternehmen (darunter ABB, Eaton und Schneider Electric) und verfügt über einen Doktortitel in Signalverarbeitung, einen Master of Science in Elektrotechnik sowie einen MBA.

Michael Dopichaj

ist ein erfahrener Experte im Bereich Bahntechnik mit umfassendem Fachwissen in der technischen Normung. Seit fünf Jahren Mitglied in der DKE Next Generation, fungiert er dort als Beauftragter für Bahntechnik und funktionale Sicherheit. Michael war Teilnehmer des renommierten IEC Young Professional Programms 2022 mit internationaler Perspektive in der Normungsarbeit. Als Vorsitzender des Fachausschusses Fahrzeuge im VDEI (Verband deutscher Eisenbahn-Ingenieure) leitet er wichtige Fachinitiativen für Schienenfahrzeuge in Deutschland.


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Die Digitalisierung schreitet voran und die Welt wächst zusammen. Dem tragen wir Rechnung, indem wir unterschiedliche Stoßrichtungen ins Leben gerufen haben und wichtigen Zielvorhaben beiwohnen.

Unser Ziel ist es, die Normung weiterzuentwickeln und als Normungsorganisation unseren Beitrag in Wirtschaft, Gesellschaft und Politik zu leisten.

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