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DIN DKE
22.06.2021 Projekt

ELSTA

Projekt zur Förderung der Elektromobilität durch Standardisierung, Koordination und Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung.

Projektlaufzeit:      01.07.2020 - 30.06.2023

Antragsteller/Koordinator:     DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Verbundpartner:       VDE e.V., Verband der Automobilindustrie (VDA)

Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Projektförderung:      Das Projekt ELSTA wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Kontakt

Dennis Heusser

Projektmotivation

ELSTA ist ein vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördertes Verbundprojekt aus DKE (VDE), DIN und NAAutomobil (VDA). Es ist das Folgeprojekt der Verbundprojekte Emo-Norm (01.10.2012 - 31.05.2016)  und EmoStar2K (17.06.2016 – 30.06.2020). Wie schon dessen Vorgängerprojekte setzt es sich ELSTA zum Ziel, den Ausbau und Markthochlauf der Elektromobilität mittels Normung und Standardisierung zu fördern und so langfristig Deutschland als Leitmarkt und Anbieter für Elektromobilität zu etablieren.

Projektbeschreibung

Vom Aufbau einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur über die Nutzung von Traktionsbatterien als mobile Speicher bis hin zu ressourcenschonendem Recycling von Batterien, der Sicherstellung der Fahrzeugkommunikation mit der Ladeschnittstelle und der Gewährleistung der Sicherheit von Elektrofahrzeugen wird eine große Themenbreite abgedeckt.

Dabei knüpft ELSTA an die durch Emo-Norm und EmoStar2K bereits etablierten Netzwerkstrukturen und Arbeiten zu Normungs- und Standardisierungsprojekten an.

Zentrale Maßnahmen des Förderprojekts umfassen:

  • Die Bündelung der nationalen Aktivitäten und die stärkere Vernetzung der in Deutschland laufenden Normungs- und Standardisierungsprojekte;
  • Die Vernetzung aller relevanten nationalen Akteure sowie rechtzeitige Einbeziehung betroffener Kreise und etablierter Strukturen;
  • Den Ausbau der bilateralen Zusammenarbeit mit wichtigen Marktteilnehmern wie China, Japan, Korea und USA;
  • Die Entwicklung von nationalen Meinungsbildern zu neuen Themen und Schwerpunkten;
  • Die kontinuierliche Identifizierung des Normungs- und Standardisierungsbedarfs sowie deren schnelle Umsetzung;
  • Die adressatengerechte Außenkommunikation sowie die Durchführung von Informationsveranstaltungen und Workshops.

Die DKE unterstützt ELSTA mit ihrer langjährigen Erfahrung und Expertise im Bereich der elektrotechnischen Normung und Standardisierung bei dem Teilvorhaben „Initiierung und Umsetzung von Standardisierungsprojekten“ mit den Zielen:

  • Durchführung von Informationsveranstaltungen, Workshops, Messen, Netzwerktreffen und Vorträgen zur Identifizierung von Normungs- und Standardisierungsmaßnahmen im Bereich der Elektromobilität sowie zur Stärkung der öffentlichen Wahrnehmung und der (inter-)nationalen Vernetzung;
  • Erarbeitung technischer Spezifikationen und national abgestimmter Arbeitspapiere für Normungs- bzw. Standardisierungsanträge;
  • Gründung neuer Normungsgremien für die Erarbeitung und Umsetzung der Normungs- und Standardisierungsvorhaben.

Projektziele

Zu den Themen Energie- und Leistungsmanagement im Bereich intelligentes Lastmanagement, Laden schwerer elektrischer Nutzfahrzeuge sowie Recycling von Traktionsbatterien soll jeweils ein Standardisierungsdokument erarbeitet werden. Geplant ist zudem die Erarbeitung eines national abgestimmten Arbeitspapiers als Basis für ein oder mehrere Normungsprodukte für die Themen bidirektionale Energieflüsse, Laden mit hohen Ladeleistungen sowie induktives Laden. Ziel ist die Schaffung eines nationalen Konsenses, der Sicherheit und Interoperabilität gewährleistet.

Die Projektergebnisse sollten in national abgestimmte Arbeitspapiere fließen, die als Grundlage für die Erarbeitung/Überarbeitung internationaler Normen dienen. Damit kann der europäische Normungsprozess beschleunigt und die zugrunde liegenden EU-Mandate beantwortet werden.

Im Fokus stand deshalb die Identifizierung von Normungs- und Standardisierungsbedarfen sowie Umsetzung neuer Normen auf nationaler bzw. internationaler Ebene.

Im Rahmen von Arbeitspaket 2 in ELSTA werden aufbauend auf die Erkenntnisse aus aktuellen Entwicklungen relevante Normungs- und Standardisierungsprojekte vorhabenbegleitend zur Arbeit in den Normungsgremien identifiziert sowie initiiert.

Dabei liegen die Schwerpunkte in 2021 auf folgenden Themen:

  • Intelligentes Lastmanagement (UAP 2.1): Es soll ein Standardisierungsprojekt bezüglich der Definition von Schnittstellen für Ladepunkte zur Anbindung an ein lokales Leistungs- oder Energiemanagement initiiert und umgesetzt werden.
  • Bidirektionaler Energiefluss (UAP 2.2): Um die für das Laden von Elektrofahrzeugen relevanten Normen um den Aspekt der Rückspeisung zu erweitern, soll ein Arbeitspapier erstellt werden, das die hierfür erforderlichen normativen Anforderungen im Hinblick auf relevante Normungsgruppen sowie relevante Use Cases erarbeitet. (Mehr zum Thema)
  • Laden mit hohen Ladeleistungen (UAP 2.3): Es soll ein Arbeitspapier bezüglich des Ladens mit Elektrofahrzeugen mit hohen Ladeleistungen erstellt werden. Daneben wird eine aktuelle Version „Technischer Leitfaden Ladeinfrastruktur Elektromobilität” der Projektgruppe DKE, BDEW, ZVEH, ZVEI und VDE FNN erarbeitet, um diesen an den rapiden technologischen Fortschritt und die aktuellen Weiterentwicklungen anzupassen.
  • Induktives Laden (UAP 2.4): Um die Grundlagen für zukünftige Standardisierungsarbeiten im Bereich des induktiven Ladens zu legen, soll hierzu ein Arbeitspapier erstellt werden.
  • Schwere Nutzfahrzeuge (UAP 2.5): Im Rahmen der strategischen Partnerschaft von VDE DKE und VDAINA Automobil wird ein Standardisierungsprojekt zum Schnelladen (HPC) von schweren elektrischen Nutzfahrzeugen basierend auf dem Combined Charging System (CCS) gestartet. Aktuell werden in den zuständigen Gremien DKE/GAK 353.0.106 „Schwere elektrische Nutzfahrzeuge“, DKE/GAK 542.4.3 „DC-Steckvorrichtung zur leitungsgebundenen Netzanbindung von Fahrzeugen“ sowie DIN NA 052-00-37-57 „HPC Nutzfahrzeuge“ unter anderem spezifische EMV-Anforderungen hinsichtlich erhöhter Ladeleistungen insbesondere im Hinblick auf die Kommunikations-Störbeeinflussung erarbeitet.
  • Traktionsbatterien (UAP 2.6): Hierbei soll eine Studie zum Produktlebenszyklus von u. a. Elektrofahrzeugen erarbeitet und veröffentlicht werden. Die VDE Studie „Antriebsportfolio der Zukunft. Ein Meinungsführer/-innen Report von Politik und Wirtschaft“ bringt erstmals die Sichtweisen von Mobilitäts-Expertinnen und -Experten aus Politik und Wirtschaft zusammen und formuliert gemeinsame Handlungsempfehlungen für die Erreichung der Klimaziele. Basierend hierauf soll ein Standardisierungsprojekt bezüglich des Recyclings von Traktionsbatterien und deren “Second Life” Nutzung umgesetzt werden.

Green Deal, Zero 2050 und Mobility: VDE Studie „Antriebsportfolio der Zukunft“

Technologie und Transport, Transfer mit Stadthintergrund
Mivolchan19 / stock.adobe.com
30.04.2021 Pressemitteilung

In seiner neuen Mobilitäts-Studie bringt der VDE erstmals die Sichtweisen von Mobilitäts-Expertinnen und -Experten aus Politik und Wirtschaft zusammen. Als Fazit fasst die Studie das Antriebsportfolio der Zukunft im Straßenverkehr wie folgt zusammen: Batterie für PKWs, Batterie/Brennstoffzelle für LKW und E-Fuels für Bestandsfahrzeuge bzw. für Motorsport und Oldtimer. Eine weitere wichtige Erkenntnis: Wirtschaft, Politik und Bevölkerung müssen an einem Strang ziehen, um die Klimaziele der EU zu erreichen. Dabei muss die Stärkung der deutschen Wirtschaft und die Arbeitsplatzsicherung im Fokus stehen.

Mehr erfahren

Das Vorgängerprojekt EmoStar²K wurde erfolgreich abgeschlossen

Mehrere Elektroautos Laden das Auto
malajscy / stock.adobe.com

Die Identifizierung des Normungs- und Standardisierungsbedarfs auf Basis der Nationalen Plattform Elektromobilität und die anschließende Umsetzung in neue Normen und Spezifikationen auf nationaler, aber vor allem auch internationaler Ebene standen im Fokus des Vorgängerprojektes EmoStar²K. Zudem konnte durch intensive projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit eine erhöhte Akzeptanz und Aufklärung bezüglich der Elektromobilität  erreicht werden.

Ergebnisse und Abschlussbericht

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Die Elektromobilität ist eine Sprunginnovation, die ein neues, übergreifendes Systemdenken erfordert. Um die deutsche Wirtschaft erfolgreich im Bereich Mobility zu positionieren, ist es wichtig, die positiven Effekte von Normen und Standards von Beginn an in den Entwicklungsprozess einzubeziehen und damit voll auszuschöpfen. Gleiches gilt aber auch für die jüngsten Entwicklungen im Bereich der Mobilität – die Mikromobilität. Weitere Inhalte zu diesem Fachgebiet finden Sie im

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