Alles im Wandel: Blick in die Welt
Wir leben in einer Welt, die auf allen Ebenen im Wandel begriffen ist. Zum einen sehen wir Umbrüche im internationalen Umfeld und einen Wandel des politischen Klimas. Als ich vor zehn, fünfzehn Jahren Politikwissenschaften studiert habe, war die gängige Annahme, dass die Welt durch die zunehmende Globalisierung letztendlich immer mehr zusammenwachsen und allgemein friedlicher werden würde. Dieses Bild hat sich leider in kurzer Zeit völlig gedreht, eine Entwicklung, die sich zu dem Zeitpunkt kaum jemand vorstellen konnte.
Zum anderen sehen wir im Bereich der technologischen Entwicklungen radikale Veränderungen und ein unglaubliches Tempo. Manchmal entsteht sogar das Gefühl, Digitalisierung und Künstliche Intelligenz würden uns regelrecht vor sich hertreiben. Damit einher gehen schnelle Produktentwicklungszyklen und hohe Marktdynamiken, die zum Erstarken neuer Player und zu neuen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen führen.
Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit gesucht
Fakt ist: Wir nehmen all diese Umbrüche wahr und können die Auswirkungen im Ganzen nur schwer einschätzen. Ein Gefühl der Unsicherheit macht sich breit, und das Bedürfnis nach Verlässlichkeit und Glaubwürdigkeit gewinnt an Bedeutung. Wie kann ich beurteilen, ob ein Produkt sicher ist, wenn es keinen Nachweis dafür gibt? Woher weiß ich, ob ein Foto echt ist, wenn KI täuschend echte Realitäten schaffen kann? Und wie unterscheide ich in all der Datenflut zwischen News und Fake News?
Diese und viele weitere Fragen treiben uns alle um, jeden Tag. Deshalb brauchen wir Institutionen, die für Stabilität und Verlässlichkeit stehen, umso mehr – eine davon ist die internationale elektrotechnische Normung.