DIN ISO 11929-4 (VDE 0493-9294):2021-06

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Bestimmung der charakteristischen Grenzen (Erkennungsgrenze, Nachweisgrenze und Grenzen des Überdeckungsintervalls) bei Messungen ionisierender Strahlung -

Grundlagen und Anwendungen - Teil 4: Anwendungsleitfaden (ISO 11929-4:2020)

Kurzdarstellung

Messunsicherheiten und charakteristische Grenzen, d. h. charakteristische Grenzen wie die Erkennungsgrenze, die Nachweisgrenze und die Grenzen des Überdeckungsintervalls sowie der beste Schätzwert und die ihm zugeordnete Standardunsicherheit) sind in der Metrologie allgemein und im Strahlenschutz von besonderer Bedeutung.
- DIN ISO 11929-1 behandelt elementare Anwendungen zählender Messungen, wie sie häufig im Bereich der Metrologie ionisierender Strahlung vorkommen;
- DIN ISO 11929-2 erweitert DIN ISO 11929-1 auf die Auswertung von Messungen, bei denen die Messunsicherheiten nach ISO/IEC Guide 98-3:2008/Supplement 1 ermittelt werden. ISO 11929-2 enthält außerdem Erläuterungen zu allgemeinen Aspekten zählender Messungen und zur Anwendung der Bayes-Statistik auf Messungen;
- DIN ISO 11929-3 behandelt die Auswertung von Messungen mit Hilfe von Entfaltungsverfahren und zählende Vielkanalmessungen, insofern diese mit Entfaltungsmethoden ausgewertet werden, insbesondere alpha- und gamma-spektrometrische Messungen. Außerdem gibt DIN ISO 11929-3 Anleitungen, wie mit Korrelationen und Kovarianzen zu verfahren ist.
DIN ISO 11929-4 gibt nach einer kurzen Darstellung des Verfahrens mit einer Fülle von insgesamt 13 numerischen Beispielen Anleitungen zur Anwendungen von ISO 11929.
Die Quantifizierung der Unsicherheit, die einem Messergebnis zuzuordnen ist, stellt eine Grundlage dar für das Vertrauen, das ein Individuum in das Messergebnis setzen kann. ISO 11929 behandelt die charakteristischen Grenzen für eine nicht-negative Messgröße bei der Messung ionisierender Strahlung. Sie ist jedoch für einen weiten Bereich von Messverfahren anwendbar, der weit über die Messung ionisierender Strahlung hinausgeht.
- Das einfache Modell einer zählenden Messung mit geringen oder moderaten relativen Unsicherheiten, das in der überweigenden Mehrheit der Labormessungen zum Einsatz kommt,
- ein Beispiel der Messung von Alphateilchen mit wenigen Zählereignissen,
- eine zählende Messung mit unsicherer Messgeometrie, bei der die Unsicherheiten des Kalibrierfaktors groß sind und als Folge eine dominierende Unsicherheit im Zähler des Kalibrierfaktors auftritt,
- eine zählende Messung in Form eines Wischtests, bei der die Unsicherheiten allgemein groß sind und eine dominierende Unsicherheit im Nenner des Kalibrierfaktors auftritt,
- eine Messung, bei der große Unsicherheiten als Folge einer Abschirmung des Nulleffekts auftreten, wie es z. B. bei Messungen mit einem Portalmonitor der Fall ist,
- einer Freigabemessung einer Sammelprobe von Beton mit einer speziellen Messeinrichtung unter Berücksichtigung der natürlichen Radioaktivität der Probe beim Nulleffektabzug,
- das allgemeine Modell für die Gamma-Spektrometrie von U-235 unter Berücksichtigung einer Interferenz von Ra-226,
- eine Messung einer Umgebungs-Äquivalentdosisleistung mit einer Messanordnung unbekannter Funktionalität und Algorighmen, d. h. eine sogenannte Black-Box-Messung, bei der keine Informationen über das Messverfahren vorliegen und lediglich die abgelesen Werte einer Anzeige verfügbar sind,
- der Fall zählender Messungen mit zufälligen Einflüssen der Probenbehandlung,
- eine zählende Messung mit bekanntem Einfluss des Probenbehandlungsverfahrens,
- der Fall eines aktiven Personendosimeters, bei dem die der Bruttogröße zugeordnete Standardunsicherheit konstant ist und damit die Berechnung der Standardunsicherheit als Funktion des wahren Werts der Messgröße erlaubt,
- eine Messung der Dosisleistung mit einem Neutronenortsdosimeter, bei der die aktuellen Anzahlen der Brutto- und Untergrundmessung unbekannt sind,
- ein einfaches Beispiel für die Berechnung des Kalibrierfaktors.

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Aktuell
Erscheinungsdatum
01.06.2021
Sprache
Deutsch
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