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08.07.2026 Projekt

DPP4Energy

DPP4.0-basierte Digitalisierung in der Energiewirtschaft von Produktgruppen, Anlagen und Prozessen

DPP4Energy entwickelt und erprobt Ansätze für den Einsatz von Digitalen Produktpässen auf Basis der Asset Administration Shell in der Energiewirtschaft.

Projektlaufzeit: 01.06.2026 – 31.05.2028

Konsortialführer: Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE)

Konsortialpartner:

  • Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik (DKE)
  • OFFIS – Oldenburger Forschungs- und Entwicklungsinstitut für Informatik
  • Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU), Lehrstuhl Digitale Automatisierungssysteme
  • VIVAVIS AG
Kontakt
Anna Reuter
Zuständiges Gremium
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Projektförderung: Das Projekt DPP4Energy wird im Rahmen der Förderrichtlinie WIPANO (Wissens- und Technologietransfer durch Patente und Normen) gefördert. 

Projektträger: Projektträger Jülich (PtJ)

Projektmotivation

Die Energiewende führt zu einer zunehmenden Elektrifizierung von Wirtschaft und Gesellschaft sowie zu einem starken Ausbau dezentraler Erzeugungs- und Verbrauchsanlagen wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Wallboxen. Damit steigt die Anzahl der beteiligten Akteure, Schnittstellen und Prozesse deutlich an. Viele dieser Prozesse sind heute noch durch Mehrfacheingaben, Medienbrüche und unterschiedliche Datenmodelle geprägt. 

Digitale Technologien wie der Digitale Produktpass (DPP) und die Asset Administration Shell (AAS) bieten die Möglichkeit, Informationen zu Produkten, Komponenten und Anlagen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg standardisiert bereitzustellen. Dadurch können Prozesse vereinfacht, Datenqualität verbessert und manuelle Tätigkeiten durch teilautomatisierte oder automatisierte Abläufe ersetzt werden.

Das Projekt DPP4Energy untersucht deshalb, wie DPP4.0-basierte Datenökosysteme die Digitalisierung der Energiewirtschaft unterstützen und zur Entbürokratisierung sowie Beschleunigung energiewirtschaftlicher Prozesse beitragen können.

Projektbeschreibung

DPP4Energy entwickelt und erprobt Ansätze für den Einsatz von Digitalen Produktpässen auf Basis der Asset Administration Shell in der Energiewirtschaft. Der Begriff DPP4.0 beschreibt dabei die Kombination von Digitalem Produktpass und den Industrie-4.0-Konzepten der Asset Administration Shell als technische Grundlage für Digitale Zwillinge und Datenräume.

Das Projekt betrachtet insbesondere zwei Anwendungsfälle:

Anmeldung anmeldepflichtiger Anlagen

Anhand von Anlagen wie Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Wallboxen werden bestehende Planungs-, Genehmigungs-, Anmelde- und Inbetriebnahmeprozesse analysiert. Untersucht wird, wie die hierfür benötigten Daten über DPPs und die AAS-Infrastruktur entlang des gesamten Prozesses bereitgestellt und genutzt werden können. Mehrfache Dateneingaben sowie manuelle Datenübertragungen sollen reduziert und Automatisierungspotenziale identifiziert werden.

Flexibilitätsbereitstellung

Der zweite Anwendungsfall befasst sich mit Prozessen zur Bereitstellung und Nutzung von Flexibilitäten im Energiesystem. Betrachtet werden unter anderem Anwendungen im Umfeld von Redispatch 3.0 und § 14a EnWG. Dabei wird untersucht, wie DPPs zur automatisierten Einbindung von Anlagen in entsprechende Steuerungs- und Betriebsführungsprozesse beitragen können und wie sich die hierfür erforderlichen Daten und Schnittstellen standardisieren lassen.

Für beide Anwendungsfälle werden Prozesse analysiert, Standardisierungslücken identifiziert sowie Lösungsmöglichkeiten auf Basis von DPP4.0 entwickelt. Die daraus abgeleiteten Datenmodelle und AAS-Teilmodelle werden prototypisch umgesetzt und in Standardisierungsdokumenten beschrieben. Die Ergebnisse werden anschließend in relevante Normungs- und Standardisierungsgremien eingebracht und dort zur weiteren Bearbeitung vorgestellt.

Projektziele

DPP4Energy verfolgt das Ziel, die Digitalisierung von Prozessen in der Energiewirtschaft auf Basis von Digitalen Produktpässen (DPP) und der Asset Administration Shell (AAS) voranzubringen. Hierzu werden:

  • Prozesse, Rahmenbedingungen und Datenanforderungen ausgewählter energiewirtschaftlicher Anwendungsfälle analysiert
  • DPP4.0-basierte Datenmodelle und AAS-Teilmodelle entwickelt
  • Potenziale zur Vereinfachung und Automatisierung von Prozessen identifiziert
  • prototypische Umsetzungen in realitätsnahen Anwendungsfällen erprobt
  • Ergebnisse für Normung und Standardisierung aufbereitet und in relevante Gremien eingebracht.

Die im Projekt erarbeiteten Datenmodelle und Prozesse sollen dazu beitragen, den Datenaustausch zwischen beteiligten Akteuren zu vereinfachen, Mehrfacheingaben zu vermeiden und digitale Prozesse in der Energiewirtschaft zu unterstützen. Die Ergebnisse werden in die Weiterentwicklung von Normen und Standards eingebracht und leisten einen Beitrag zur Umsetzung der All Electric Society.

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