Normen sind bei der Produktentwicklung unerlässlich. Sie schaffen Vergleichbarkeit. Sie stehen für Sicherheit und Qualität. Gleichzeitig sind Normen arbeitsintensiv: Unternehmen müssen in umfangreichen Katalogen recherchieren und zahllose Informationen aus PDF-Dateien in Produktions- und Entwicklungsprozesse, sowie in Softwareprogramme übertragen. Dabei müssen Entwicklerinnen und Entwickler stets einschätzen, welche Normen wirklich relevant sind und etwaige Anforderungen korrekt interpretieren. Das alles kostet wertvolle Zeit.
SMART Standards: mehr Tempo, Qualität und Effizienz für Innovationen
IEC General Meeting 2026
Die DKE fühlt sich geehrt, Gastgeberin des Jahresevents der internationalen elektrotechnischen Normung zu sein. Unter dem Titel "Global Development. Driven by Standards." werden im November 2026 rund 3.500 Gäste in Hamburg erwartet.
Mit Normen automatisiert arbeiten – Optimierungen für Betriebe und Anwender
SMART Standards schaffen Abhilfe. Sie bieten auf dem sogenannten Level 4 maschinenlesbare und interpretierbare Inhalte. Die Arbeit mit Normen kann dadurch in Zukunft automatisiert erfolgen. Zeit und personelle Ressourcen können massiv gespart werden. So ist laut Studie aus Deutschland eine Kostenreduktion bei der Normanwendung mit SMART Standards von über 60 Prozent zu erwarten.
SMART Standards bestechen allerdings nicht nur durch mehr Effizienz. Drei zusätzliche Vorteile der neuen Technologien von Tragweite lauten:
- Künstliche Intelligenz bereits in der Entwicklung verlässlich nutzen: KI benötigt klar strukturierte Daten, um zuverlässig zu arbeiten und Halluzinationen zu vermeiden. SMART Standards sind dafür das perfekte Format. Unternehmen können künftig per KI beispielsweise Regel- und Konformitätsprüfungen hoch effizient durchführen und Produktideen hinsichtlich der Normanforderungen optimieren.
- Digitale Zwillinge umfassend nutzen: Über digitale Zwillinge können Produkte bereits in der Entwicklung intensiv geprüft werden, auch hinsichtlich des späteren Betriebs und Wartung. Voraussetzung: Die digitalen Zwillinge müssen auf konsistente und aktuelle Informationen zugreifen, insbesondere zu den geltenden Normen. Genau das liefern SMART Standards.
- Fehler reduzieren: Die Arbeit mit Normen ist fehleranfällig. Informationen können unzureichend übertragen, Begriffe falsch interpretiert und wichtige Zusammenhänge übersehen werden. Verlässliche SMART Standards reduzieren die Fehlerquellen massiv und steigern die Qualität.
Normung ist unerlässlich, um Schlüsseltechnologien der Elektrotechnik sicher, weltweit kompatibel und nachhaltig voranzutreiben. SMART Standards beschleunigen die Prozesse und sind ein Turbo für Innovationen. Die IECGM26 bietet einen einmaligen Rahmen, um, sie zu erleben, Chancen auszuloten und Weichen für den globalen Rollout zu stellen.
Redaktioneller Hinweis:
Der englischsprachige Originalartikel erschien auf https://www.gm2026.iec.ch/
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Die Welt wird digital – und mit ihr die Normung. Als zentrale Organisation für die elektrotechnische Standardisierung in Deutschland gestaltet die DKE diesen Wandel aktiv mit. Digitalisierung bedeutet für uns nicht nur, bestehende Prozesse zu automatisieren oder neue Technologien einzusetzen. Sie ist ein grundlegender Transformationsprozess, der unsere Arbeitsweise, unsere Produkte und unsere Rolle im Ökosystem der Normung neu definiert. Weitere Inhalte zu diesem Fachgebiet finden Sie im