DKE/K 383 Windenergieanlagen
Das DKE/K 383 ist zuständig für die Entwicklung und Pflege von Normen im Bereich der Erzeugung elektrischer Energie aus Windenergieanlagen an Land und auf See sowie deren Integration in und Interaktion mit Systemen, mit denen Energie innerhalb des Kraftwerks ausgetauscht wird (einschließlich Power-to-X-Anwendungen*1)).
Die Normen sollen für eine nationale und internationale Harmonisierung der technischen Anforderungen sorgen, damit Windenergieanlagen sicher und umweltschonend betrieben werden können. Zu diesem Zweck umfasst der Geltungsbereich Normen zur Bewertung der Windressourcen, der standortspezifischen Bedingungen und der Standorteignung, der funktionalen Sicherheit und der strukturellen Integrität sowie Anforderungen an technische Modelle, Messtechniken und Prüfverfahren Die Normen decken den gesamten Lebenszyklus ab, von der Planung über die Produktion, den Bau, den Betrieb und die Wartung bis hin zu Stilllegung, Rückbau, Materialrückgewinnung und Recycling.
Die Integration der Windenergie als nachhaltige und verlässliche Energiequelle in die globalen Energiesysteme soll erleichtert und technologische Innovationen unterstützt werden.
DKE/K 383 entwickelt und pflegt ein Portfolio technischer Normen für alle Systeme und Teilsysteme von Windkraftwerken und Windenergieanlagen, einschließlich mechanischer und elektrischer Systeme, Tragstrukturen, Kontroll- und Schutzsysteme sowie Informationsaustausch- und Kommunikationssysteme innerhalb des Kraftwerks, sowie die Umsetzung der Netzanschlussanforderungen für Windenergieanlagen. Das Normenportfolio befasst sich auch mit dem Zusammenspiel von Windenergieanlagen mit anderen Stromerzeugungstechnologien, Energiespeichern und Technologien zur Erzeugung und Veredelung von Elektrobrennstoffen im Kraftwerk*2).
DKE/K 383 entwickelt Normen auf der Grundlage und in Übereinstimmung mit anderen geeigneten DIN-, EN-, IEC- und ISO-Normen und arbeitet mit anderen Technischen Komitees und Gremien zusammen, um eine Kohärenz zwischen Normen aus verschiedenen Bereichen zu erreichen. Der Schwerpunkt der Normen des K383 liegt auf Funktionalität, Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit, ohne dabei das Design zu sehr einzuschränken, um Innovation und Kosteneffizienz zu ermöglichen und zu fördern. Die Normen sollen auch eine Grundlage für die Qualitätssicherung und Konformitätsbewertung bieten.
1*) Power-to-X: Sammelbegriff für Prozesse, die Elektrizität (und Wärme) nutzen, um in erster Linie Wasserstoff als Zwischenprodukt für die Herstellung einer nützlichen Substanz (Chemikalie, Kraftstoff, Synthesegas) als Endprodukt in Power-to-X-Anwendungen wie Power-to-Fuel, Power-to-Syngas und Power-to-Chemical zu erzeugen, wobei letztere in Power-to-Ammonia, Power-to-Ethanol, Power-to-Methane und Power-to-Methanol unterteilt sind [QUELLE: Entwurf ISO 24708].
2*) innerhalb des Kraftwerks: hinter dem Anschlusspunkt, definiert als: „Referenzpunkt im Stromnetz, an dem die elektrische Anlage des Nutzers angeschlossen ist [QUELLE: IEV 617-04-01]“.