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Fraunhofer IAO
03.02.2020 Projekt

LamA-connect

BSI-konformes Laden mithilfe von Smart Meter Gateways.

Föderprojekt im Rahmen des Programms "Saubere Luft" des BMWi

Kontakt

Christian Seipel
Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
BMWi

Laufzeit: 01.01.2020-30.09.2022

Projektträger: Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt DLR

Konsortialführer: Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation IAO

Konsortialpartner: Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE, Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie SIT, Power Plus Communications AG, Universität Stuttgart Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement, PBW Parkraumgesellschaft Baden-Württemberg mbH, Becker Büttner Held Part GmbB, Badenova AG & Co. KG mit bnNETZE GmbH, Physikalisch Technische Bundesanstalt PTB, DKE

Unterauftragnehmer der DKE: ITsecworld

LamA - Laden am Arbeitsplatz
Fraunhofer IAO

Im Rahmen des bestehenden Projekts LamA – Laden am Arbeitsplatz – wurde bundesweit Ladeinfrastruktur auf Liegenschaften von 37 Instituten der Fraunhofer-Gesellschaft etabliert. Aufbauend auf dieser Ladeinfrastruktur ergibt sich vor dem Hintergrund des bevorstehenden flächendeckenden Rollouts intelligenter Messsysteme (iMsys) in Deutschland die Anforderung, BSI-konforme Smart Meter Gateways für die Steuerung der Ladeinfrastruktur sowie die eichrechtskonforme Abrechnung der Ladevorgänge zu nutzen. Neben ihrer originären Funktionalität als Gateway für den Messstellenbetrieb können und sollen Smart Meter Gateways (SMGW) nach der Standardisierungsroadmap von BMWi und BSI ausdrücklich auch für weitere Anwendungsfälle, beispielsweise aus dem Themengebiet der Elektromobilität, genutzt werden. Hier setzt das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie initiierte Förderprojekt „LamA-connect“ an.

Motivation

Mit der Veröffentlichung der Standardisierungsstrategie zur sektorübergreifenden Digitalisierung nach dem Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende von BSI und BMWi und dem damit verbundenen Rollout BSI-konformer SMGWs ergeben sich neue nationale Anforderungen für die Bereiche Smart Grid und Smart Mobility im Rahmen der Elektromobilität. Vor diesem Hintergrund ist eine Weiterentwicklung der SMGWs und ihrem sektorübergreifenden Einsatz die Kernherausforderung für eine zielgerichtete Abbildung der Elektromobilität im Energiesystem. Die Integration der SMGW-Architektur in die Prozesse beim Netzbetreiber, die Untersuchung und Anwendung des Funktionsumfangs von SMGW-Systemen sowie die Durchgängigkeit der Kommunikation – basierend auf höchsten Sicherheitsstandards – über die Steuerbox bis zum Fahrzeug spielt dabei eine entscheidende Rolle. Es ist zu analysieren, inwiefern auf Basis unterschiedlicher Anwendungsfälle zwischen verrechtlichten und nicht verrechtlichten Szenarien unterschieden werden sollte. Dabei gilt es auch, die unterschiedlichen Sicherheitsarchitekturen aus internationaler Normung und nationaler Gesetzgebung in Einklang zu bringen.

Bedeutung für Produkthersteller, Normung und Wissenschaft

Die DKE unterstützt das Projekt "Lama-connect" vor allem hinsichtlich des Harmonisierungsaspektes und des notwendigen Innovationstransfers. Zu diesem Zweck werden in diesem Teilvorhaben Standardisierungs- und Normungsprojekte aus relevanten sowie angrenzenden Bereichen (u. a. Elektrofahrzeuge, Ladeinfrastruktur, Smart Grid, Smart Home, Smart Meter) in die Betrachtung des Gesamtvorhabens einbezogen und deren Zusammenspiel im Rahmen der Gesamtziele geprüft, untersucht und begleitet. Hierzu sollen entsprechende Vorschläge zu Ergänzungen und Erweiterungen für Standardisierungs- und Normungsprojekte ausgearbeitet werden. Dazu ist es notwendig, die entsprechenden Expertengremien einzubinden und entsprechende Vorarbeiten durchzuführen. Hintergrund dieser Aktivitäten ist es, ein möglichst hohes Maß an Nachhaltigkeit und eine entsprechende Investitionssicherheit für die Automobilindustrie, die Ladeinfrastrukturbetreiber, Netzbetreiber sowie Hersteller und Zulieferer sicherzustellen. Letztlich soll der Transfer der in der Fördermaßnahme entwickelten Technologien in den Markt über die Normung bewerkstelligt werden.

Ziele

Übergeordnetes Ziel des Gesamtvorhabens "Lama-connect" ist die Weiterentwicklung von BSI-Standards für die sektorübergreifende Digitalisierung des Steuerns, Abrechnens und Verwaltens von Ladevorgängen in Verteilnetzen unter Einbindung von SMGW in die Gesamtarchitektur. Dabei soll aufgezeigt werden, wie mittels SMGWs insbesondere auch Ladeinfrastruktur mit hohem Sicherheitsstandard gesteuert und überwacht werden kann. Dies wiederum erleichtert einen zügigen weiteren Ausbau der Ladeinfrastruktur, da durch den beschriebenen Ansatz Überwachung und Steuerung ermöglicht, Netzengpässe verringert und Lastverlagerungen gestattet werden. Hierbei soll ein reibungsloser und frühzeitiger Wissenstransfer der Projektergebnisse sowohl in die relevanten Gremien auf nationaler Ebene, als auch auf europäischer und internationaler Ebene, sichergestellt werden. Das bedingt eine Kohärenz mit einer Vielzahl an bereits etablierten oder in Entwicklung befindlichen Normen und Standards, die für die Kommunikation vom Fahrzeug bis ins Backend notwendig sind. Hierbei sind insbesondere ISO 15118, IEC 63110 und IEC 62351 zu nennen.

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