Ziel des Projekts ist die Ermöglichung der energiewirtschaftlichen Nutzung von Fahrzeugdaten. So können Fahrzeuge gezielt als verteilte Verbraucher unabhängig vom Ladeort bewirtschaftet werden. Kunden soll somit ermöglicht werden, an flexiblen, günstigen Stromtarifen teilzuhaben und lokale Erzeugungsüberschüsse mittels einheitlicher Technik und Prozesse deutschland- und europaweit in E-Fahrzeugen nutzen zu können.
Die Fahrzeuge übernehmen dabei eine doppelte Rolle als „PeakSaver“: Die Aktivierung flexiblen Verbrauchs mit lokalem Energiesystembezug dient der Aufnahme lokaler und regionaler Erzeugungsspitzen („Peaks“) zur Vermeidung der Abregelung. Gleichzeitig profitieren E-Fahrzeugnutzer von günstigen Preisen – ein finanzielles Saving zusätzlich zur positiven Energiewendewirkung.
Das angestrebte Projektergebnis ist die Beschreibung der Anforderungen an Fahrzeugdaten, sodass Fahrzeuge als spezielles Messgerät im Sinne des Artikel 7b der Strombinnenmarktverordnung anerkannt und die resultierenden Werte energiewirtschaftlich bilanziert werden können.
Die Projektpartner beabsichtigen, die Projekterkenntnisse in nationale und europäische Normungsgruppen der Elektromobilität sowie in energiewirtschaftliche Fachausschüsse zur Integration kleiner, verteilter Flexibilitäten einzubringen. Die Anbindung an bereits standardisierte Datenformate und -prozesse wird die energiewirtschaftliche Integration bundesweit anschlussfähig machen.
Mobilität und Strommarkt sind gleichermaßen grenzüberschreitend und europäisch ausgerichtet. Ziel des Vorhabens ist es daher auch, das entworfene System hinsichtlich seiner Eignung als Standard über den deutschen Energiemarkt hinaus zu bewerten. Damit hat die zu untersuchende Lösung das Potential zur zukunftweisenden, europaweiten Standardisierungsgrundlage.