Futuristische digitale QMS-Steuerungsschnittstelle mit leuchtend blauem und orangefarbenem Leiterplattendesign
Datenräume für Digitale Standards (SMART Standards)

Geschäftsstelle IDiS
idis@vde.com

Hintergrund & Motivation

Mit SMART Standards werden Norminhalte als granulare, maschinenlesbare und interpretierbare Einheiten bereitgestellt und können direkt in digitale Prozesse integriert werden.

Gleichzeitig zeigt sich, Normbasierte Anforderungen müssen zunehmend automatisiert verarbeitet, geprüft und dokumentiert werden. Neben Norminhalten spielen weitere digitale Ressourcen eine zentrale Rolle, z. B. Daten, Prüfwerkzeuge, Modelle und Zertifikate. Und diese Ressourcen entstehen verteilt bei unterschiedlichen Akteuren und müssen vertrauenswürdig verknüpft und nutzbar gemacht werden.

Ein möglicher Lösungsansatz ist die Integration in Datenräume (Dataspaces). Datenräume ermöglichen eine föderierte, souveräne Bereitstellung von Daten und Services Sie unterstützen Zugriffskontrolle, Vertrauensmechanismen und Interoperabilität. Sie schaffen die Grundlage für skalierbare, datengetriebene Prozesse über Organisationsgrenzen hinweg

Im Kontext digitaler Standards können Datenräume z. B. folgende Ressourcen zusammenführen:

  • SMART Standards (Norminhalte)
  • Prüfwerkzeuge und -services
  • Referenzdatensätze
  • digitale Konformitätsnachweise (z. B. D-CoC)
  • domänenspezifische Ontologien und Vokabulare

Damit werden neue Anwendungsfälle möglich, wie die Integration in digitale Qualitätsinfrastrukturen und Domänendatenräume oder eine Skalierbare Konformitätsbewertung.

Projektziele

Die Ad-hoc-Gruppe „Datenräume für Digitale Standards“ soll zentrale Fragestellungen an der Schnittstelle von SMART Standards, Datenräumen und digitaler Qualitätsinfrastruktur bearbeiten.

Ziel ist es, ein gemeinsames Verständnis sowie konkrete Konzepte, Anforderungen und Pilotansätze zu entwickeln für:

1. Integration von SMART Standards in Datenräume

  • Wie werden Norminhalte als maschinenlesbare Ressourcen in Datenräumen bereitgestellt?
  • Welche Rollen spielen Standards als „Single Source of Truth“ in datengetriebenen Ökosystemen?

2. Datenraum-Architekturen für digitale Standards

  • Föderierte Kataloge und Auffindbarkeit
  • Schnittstellen
  • Identitäts- und Vertrauensmechanismen (z. B. Verifiable Credentials)
  • Governance- und Zugriffsmodelle

Haben Sie Interesse an einer Mitarbeit?

Aktuell suchen wir Expertinnen und Experten aus

  • Industrie und Technologieunternehmen
  • Plattform- und Datenraum-Initiativen
  • Normung und Standardisierung
  • Prüf- und Zertifizierungsorganisationen
  • Forschung und Wissenschaft
  • Behörden und regulatorischen Kontexten


Insbesondere mit Erfahrung in

  • Datenräumen und Datenökosystemen
  • digitale Standards / SMART Standards
  • Semantik, Ontologien, Knowledge Graphs
  • APIs und Plattformarchitekturen
  • Qualitätsinfrastruktur und Konformitätsbewertung
Ich möchte mitarbeiten

Warum mitmachen?

  • Aktive Mitgestaltung eines zentralen Zukunftsthemas der Normung
  • Vernetzung mit führenden Akteuren aus Industrie, Forschung und Standardisierung
  • Einfluss auf die Entwicklung von digitalen Infrastrukturen für Normen und Standards
  • Möglichkeit, eigene Use Cases und Anforderungen einzubringen
  • Teilnahme an einer offenen, praxisorientierten Community

Organisation & Rahmen

Die Ad-hoc-Gruppe ist Teil der Initiative Digitale Standards (IDiS) von DIN und DKE:

  • Offene Community mit über 130 Organisationen
  • Arbeit in flexiblen Ad-hoc-Gruppen und Pilotprojekten
  • Kostenfreie Teilnahme