DKE_jahresbericht_2016_Veranstaltungen
05.05.2017 Publikation 92 0

Normung vernetzt Zukunft

Unter diesem Motto stand die DKE-Tagung, die im Mai 2016 im Büsing Palais in Offenbach stattfand. In ihren Vorträgen präsentierten die Redner Zukunftsvisionen genauso wie Erfahrungen mit Gremienarbeit, in denen moderne Vernetzung alte Strukturen aufbricht.

Das betrifft hochkomplexe, technologiekonvergente Anwendungsbereiche, in denen alle beteiligten Akteure und Technologien disziplinübergreifend und vernetzt zusammenarbeiten müssen. Damit steht die Normung vor neuen Herausforderungen: Sie muss sich neu erfinden, um den Erwartungen des Marktes gerecht zu werden und für die engagierten Experten attraktiv zu bleiben.

Die Gremienarbeit findet zunehmend vernetzt, mit modernen IT-Werkzeugen statt; normungsrelevante Informationen werden verstärkt über Kommunikationskanäle wie soziale Netzwerke verbreitet und Normen online erarbeitet. Der DKE-Präsident, Roland Bent, forderte dazu auf, neue Facetten aufzunehmen und das Normungsnetzwerk weiter auszubauen.

Märkte sind schneller als der Gesetzgeber. Die Industrie braucht eine
Sicherheit, die über den nationalen Rahmen hinausgeht. Normung bietet hier einen Mehrwert über die Grenzen hinweg.

Die Vorträge der Referenten im Einzelnen:

  • Normen und Standards in Zeiten von 4.0 – Prof. Sabina Jeschke, RWTH;
  • Braucht der Binnenmarkt Normung? – Kerstin Jorna, DG Markt EU-Kommission;
  • Normung der Zukunft mit neuen Methoden und Produkten – Prof. Ulrich Epple, RWTH Aachen;
  • Entwurf und Implementierung eines bidirektionalen Powerline Kommunikationssystems für intelligente Beleuchtungssysteme – Colin de Vrieze;
  • Geschichte über die Zukunft – User Stories – Jessica Fritz, DKE;
  • Was haben Normkommentierung und ein Goldfischglas gemeinsam? – Dominik Nied, DKE;
  • Workshop zur kollaborativen Normungsarbeit – Karsten Hunger, DKE;
  • Gesetzgebung und Normung – ein spannendes Verhältnis – Dr.-Ing. Jörg Hartge, ZVEI;
  • Risikominimierung mit dem Hazard Based Standard (IEC 62368) – Holger Eilhardt, KEYMILE GmbH;
  • Sicherheit von Gleichstromanwendungen – Georg Luber, Siemens AG