DKE_jahresbericht_2016_Service
05.05.2017 Seite 141 0

Frankfurt Agreement stärkt Zusammenarbeit zwischen IEC und CENELEC

Mitte 2015 wurden die Arbeiten zum Frankfurt Agreement durch die DKE angestoßen und mit der Unterzeichnung der Präsidenten der IEC, Dr. Junji Nomura, und des CENELEC, Dr. Bernhard Thies, während der IEC-Generalversammlung 2016 in Frankfurt abgeschlossen.

Die Vereinbarung regelt die enge Zusammenarbeit zwischen der internationalen Normungsorganisation IEC und dem europäischen Pendant CENELEC. Das Frankfurt Agreement knüpft an das 1996 getroffene Dresdener Abkommen an und vertieft dessen Inhalte. Mit dem damaligen Abkommen in Dresden wurde das parallele Abstimmverfahren eingeführt. Dadurch werden vorrangig international erarbeitete Normen in europäische Normen überführt. Heute haben daher über 80 % aller europäischen elektrotechnischen Normen internationalen Ursprung und entsprechen den IEC-Normen. „Das Frankfurt Agreement bekräftigt nochmals den Vorrang der internationalen Normung. Die Vereinbarung ist ein weiterer wichtiger Schritt in Richtung Harmonisierung von europäischen Normen mit der internationalen Welt. Es fördert die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Industrie auf dem globalen Markt“, so Dr. Bernhard Thies. Das Abkommen hilft außerdem, Doppelarbeit zu vermeiden, Zeiten für die Ausarbeitung von Normen zu verringern sowie das Wissen europäischer und IEC-Experten effektiv zu nutzen.

Die wesentliche Neuerung des Frankfurt Agreement ist die Einführung der Abkürzung „IEC“ bei der Benennung aller europäischen Normen, die mit IEC-Normen identisch sind. Des Weiteren wurden die Änderung des Europäischen Rechtsrahmens (europäische Verordnung Nr. 1025/2014) sowie die digitalisierten Arbeitsplattformen angepasst.

Nomura thiess

Dr. Junji Nomura, Dr. Bernhard Thies

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Kevin Behnisch