DKE_jahresbericht_2016_Energy
05.05.2017 Publikation 87 0

Player im Grid – Speicher als Systemdienstleister

Speicher als Systemdienstleister

Bisher dienen elektrische Energiespeicher-Systeme (EESSysteme) dazu, bei zunehmend fluktuierender elektrischer Energieerzeugung einen zeitlichen Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch sicherzustellen. Sie gleichen also den Nachteil aus, dass erneuerbare Energiequellen nicht – wie konventionelle Kraftwerke – bedarfsorientiert Energie erzeugen können.

Neu ist die Rolle der Speicher als Systemdienstleister, wofür sie aufgrund ihrer hohen Flexibilität besonders geeignet sind. Neben der rein bilanziellen Auslegung der EES für Energie und Leistung können sie darüber hinaus mit den geeigneten Methoden und Regeln einen zentralen Beitrag zur Systemstabilität leisten. Zur Zeit werden Testverfahren entwickelt, die überprüfen helfen, inwieweit EES-Systeme im laufenden Betrieb die geforderten Systemdienstleistungen erbringen können.

Die Regeln, Methoden und Tests für derartige Speichersysteme werden innerhalb der Expertengruppe „Elektrische Energiespeichersysteme“ (DKE/UK 261.1) erarbeitet. Ihr Ziel ist die Beschreibung von Methoden planerischer Aufgaben für EES. Durch die Regeln profitieren Netzplaner, EES-Systemhersteller und Anwender sowie Projektentwickler und Betreiber von EE-Anlagen.

Alle Akteure sollen mit dem neuen Regelwerk eine auf ihr lokales Umfeld ausgelegte, verlässliche Handlungsanweisung darüber erhalten, wie EES-Systeme zu dimensionieren sind. Vor dem Hintergrund der internationalen Normungsbemühungen gilt es, ein breites Spektrum von der reinen leistungsbasierten Einbindung bis hin zur Lieferung von hochdynamischen Systemdienstleistungen abzudecken.

Kontakt

Sebastian Kosslers

Normungserfolge