DKE_jahresbericht_2016_Energy
05.05.2017 Publikation 107 0

Life Cycle Assessment für Brennstoffzellen

Illustration Konzept einer nachhaltigen Welt
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Die Verwendung von Brennstoffzellentechnologien stellt eine innovative Basis für effiziente und schadstoffarme Energieerzeugung in den unterschiedlichsten Bereichen dar. Sowohl im stationären Bereich als dezentrale Energieversorgung von Gebäuden als auch im mobilen Einsatzbereich bieten Brennstoffzellen weitreichende Anwendungsmöglichkeiten zur flexiblen Energieversorgung.

Um der Umweltverträglichkeit der verbauten Systemkomponenten gerecht zu werden, eignet sich die Erstellung einer Ökobilanz. Generell erhebt eine Ökobilanz hinsichtlich der berücksichtigten Lebenszyklusphasen (Bau, Betrieb und Rückbau einer Anlage) und der betrachteten Umweltaspekte (Einsatz von Ressourcen wie Metallen, Keramiken, Wasser, Brennstoffen usw. und Ausstoß in Form von Emissionen in Boden, Wasser und Luft) den Anspruch umfassend zu sein. Dabei erfolgt eine Abschätzung der möglichen Auswirkungen dieser Umweltaspekte auf z. B. Klimawandel, Toxizität, Versauerung, Ozonabbau oder Ressourcenverknappung.

Bei der Normung von Ökobilanzen liegt der Schluss nahe, dass dies vor allem vor dem Hintergrund der Umweltdeklaration geschieht – etwa nach ISO 14025 „Umweltkennzeichnungen und -deklarationen – Typ III Umweltdeklarationen – Grundsätze und Verfahren“. Hierzu bedarf es sogenannter Product Category Rules (PCR), die auf internationaler Ebene erarbeitet werden.

Diese schließen nicht nur Brennstoffzellen, sondern jegliche Form von Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen im häuslichen Bereich ein. Des Weiteren wurde der 

CO2-Ausstoß während der Nutzungsphase und die Verarbeitung von Edelmetallen bei der Herstellung von Brennstoffzellen-Stapeln thematisiert. Der entstandene Normvorschlag wurde als New Work Item Proposal offiziell zur Abstimmung gestellt.

Kontakt

Christoph Tippmann

Normungserfolge