DKE_jahresbericht_2016_Health
05.05.2017 Publikation 86 0

Aufdecken unerlaubt transportierter radioaktiver Quellen

Unzulässiger wie auch unbeabsichtigter Transport von radioaktiven Stoffen in Form von Strahlenquellen und kontaminiertem Metallschrott sind zu einem Problem mit zunehmender Bedeutung geworden. Radioaktive Quellen, die nicht mehr der gesetzlichen Überwachung unterliegen, so genannte „verwaiste Quellen“, haben häufig zu ernsten Strahlenexpositionen und weiträumiger Kontamination geführt.

Obwohl der unerlaubte Transport von spaltbarem Nuklearmaterial und anderen radioaktiven Stoffen kein neues Phänomen ist, hat die Besorgnis über einen nuklearen „Schwarzen Markt“ in den letzten Jahren zugenommen. Insbesondere im Hinblick auf sein terroristisches Potenzial. Die Experten der DKE sind dem Problem auf dreierlei Art begegnet:

  • Die für das Aufspüren der Quellen einzusetzenden Geräte müssen hohe Anforderungen bezüglich der Detektion niedriger Strahlungsniveaus erfüllen. Die DKE hat dazu mit den Normen der Reihe VDE 0493-3 die Typprüfungen veröffentlicht.
  • Bei der Untersuchung von Fahrzeugen und Frachtgut an Kontrollstellen müssen die Beamten in geeigneter Weise vorgehen. Die DKE hat dazu mit DIN ISO 22188 eine Anleitung veröffentlicht.
  • Die Geräte müssen mit geeigneten Quellen kalibriert sein, damit sie die radioaktiven Quellen zuverlässig aufspüren können. Die DKE hat mit DIN IEC/TR 62971 (VDE 0412-2971):2016-06 Empfehlungen für die zu verwendenden Strahlungsquellen veröffentlicht.

Kontakt

Georg Vogel

Normungserfolge