Hand zeigt auf verschiedene Bildmotive
itestro / Fotolia
18.03.2015 Veranstaltungsrückblick 121 0

ISO/IEC 27019

DIN/DKE-Symposium: Informationssicherheit im Smart Grid – Enabler der Engergiewende

Die deutschen Normungsorganisationen DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE und DIN  Deutsches Institut für Normung e. V. haben auf einem Symposium am 11. September 2013 in Berlin die erfolgreiche Entwicklung des internationalen Standards ISO/IEC TR 27019 einem Publikum aus Vertretern der deutschen Wirtschaft, Forschung und Verwaltung vorgestellt.

Innerhalb kürzester Zeit (von Oktober 2011 bis Juli 2013) ist es DKE und DIN mit ihren Normungsexperten gelungen, zunächst eine deutsche Spezifikation (DIN SPEC 27009) und darauf basierend einen internationalen Standard bei ISO/IEC zu positionieren. Die Anwesenden waren sich einig, dass Qualität und Schnelligkeit sowie die eng verzahnte Kooperation zwischen dem branchenspezifischen Know How aus der Energiedomäne bei der DKE und dem Know How aus dem Bereich ISMS („Managementsystem für Informationssicherheit“) beim DIN die Garanten für diesen Erfolg waren.

Deutschland hat damit Maßstäbe im internationalen Normungsumfeld der IT-Sicherheit setzen können. 

Durch die ISO/IEC TR 27019 wird es nun den Energieversorgern ermöglicht, vorhandene Prozesskontrollsysteme (Process Control Systems, PCS) und SCADA-Systeme (Supervisory Control and Data aquisition) aus ihrem Stromnetzbereich in das bestehende, auf ISO/IEC 27000 beruhende Informationssicherheitsmanagement im Bereich der Büro-IT im Unternehmen einzubinden.

Frau Dr. Ulrike Bohnsack (Mitglied der Geschäftsleitung des DIN) und Herr Dr. Bernhard Thies (Sprecher der Geschäftsführung der DKE) haben in ihren Grußworten die Zusammenarbeit von DKE und DIN bei der Entwicklung von ISO/IEC TR 27019 als ein sehr positives Beispiel gewürdigt, wie im Interesse der deutschen Wirtschaft die notwendige Normungsarbeit gemeinsam geleitest werden kann und muss. Die zunehmende Technikkonvergenz der verschiedensten Technikbereiche verspricht für die Zukunft eine steigende Zahl solcher gremienübergreifender Kooperationen.

Herr Rolf Kasper (Netztechnik und Security der RWE Deutschland AG, DKE/AK 952.0.15 Security in der Netzleittechnik) demonstrierte, wie ein Informationssicherheitsmanagement auf Basis des neuen Standards in einem Energieunternehmen umgesetzt werden kann. Er betonte, dass die neue internationale Vereinbarung für viele Unternehmen auch Investitionsschutz im Hinblick auf ihr IT-Sicherheitsmanagement bedeute. Es komme nun darauf an, dass man praktische Erfahrung beim Umsetzen des Standards sammle und diese bei der Weiterentwicklung mit einfließen lasse.

Herr Hans von Sommerfeld (Obmann des zuständigen Arbeitsausschusses und Vorsitzender des Fachbeirats der DIN-Koordinierungsstelle IT-Sicherheit) betonte in seinem Vortrag, wie wichtig es für die deutsche Wirtschaft sei, sich durch Engagement in der Normungsarbeit die internationale Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und auszubauen, denn Technikkonvergenz und Normung ermöglichen, wie der Titel der Veranstaltung sagt, wirtschaftlichen Erfolg auf globaler Ebene.

Kontakt

Christian Seipel

Das könnte Sie auch interessieren