DKE
DKE
29.07.2015 Kurzinformation 81 0

Weißbuch Interoperabilität von AAL-Systemkomponenten

Teil 1: Stand der Technik

Fehlende Normen und Standards sowie eine unzureichende Interoperabilität von AAL-Systemkomponenten sind die wesentlichen Innovationsbarrieren für die umfassende Durchdringung dieser Technik in der Breitenanwendung. Um einen Beitrag zum Abbau dieser Barrieren zu leisten und zielführende Handlungsempfehlungen für Politik, Wirtschaft und Normungsgremien zu erarbeiten, hat sich im August 2008 die Arbeitsgruppe „Schnittstellenintegration und Interoperabilität“ der BMBF/VDE-Innovationspartnerschaft AAL konstituiert. Durch die breite Repräsentanz von Experten verschiedenster Disziplinen sowohl aus der universitären Forschung, von IT-Dienstleistern als auch von Anwendern und Normern konnte in relativ kurzer Zeit ein umfassendes Bild vom aktuellen Stand der Technik erarbeitet werden.

Einen wesentlichen Teil der Arbeit nahm die umfassende Analyse existierender Normen und Standards zu Hardware, Software und Middleware ein. Das Ziel dieser Analyse bestand zunächst darin, alle gängigen Schnittstellen auf verschiedenen Integrationsebenen zu identifizieren und in ihren Leistungsmerkmalen zu beschreiben. Dazu wurden zunächst Standards und Normen von Netzwerktechnologien und Bussystemen thematisiert und Steckverbinder, Feldbusse und Übertragungsprotokolle für Funktechnologien systematisch charakterisiert. In ähnlicher Form wurden Standards und Normen für Kommunikationsprotokolle abgearbeitet, die neben universellen Protokollen insbesondere die der Medizintechnik als Schwerpunkt hatten. In den Themenschwerpunkten „Dateiformate und Datenstrukturen“ sowie „Terminologien“ wurden darüber hinaus noch spezifische Dateiformate für die Gebäudeautomation betrachtet.

An den Beispielen der „Continua Health Alliance (CHA)“ und „Integrating the Health Enterprise (IHE)“ wurden anwendungsfallbasierte Integrationsprofile analysiert. Nicht zuletzt wurden bereits implementierte Infrastrukturen für AAL abgehandelt und die verschiedenen Ansätze miteinander verglichen. Abschließend wurde die elektronische Gesundheitskarte mit der dazugehörigen Telematikinfrastruktur betrachtet und die internetbasierte Gesundheitskarte thematisiert.

Die erarbeiteten Ergebnisse sind in Teil 1 zusammengefasst und bilden die Basis für die Formulierung von Handlungsempfehlungen in Teil 2.

Das könnte Sie auch interessieren