01.05.2011 Anwendungsregel 19 0

VDE-AR-N 4210-3 Prüf- und Bewertungsverfahren zur ...

... Ermittlung der Tragfähigkeit von Bauteilen aus Thomasstahl in Stahlgitter-Freileitungsmasten mit Nennspannungen ab 110 kV

Ziel der VDE-Anwendungsregel ist es, eine mögliche, durch alterungsbedingte Stahlversprödungsprozesse verursachte Tragfähigkeitsminderung von Bauteilen aus Thomasstahl, welche in Stahlgitter-Freileitungsmasten eingebaut sind, zu identifizieren und zu quantifizieren. Auf Basis der Ergebnisse kann die Widerstandsfähigkeit von Masten ermittelt werden. Prüfverfahren und Bewertungsmaßstäbe werden dadurch bezogen auf Thomasstahl für Hoch- und Höchstspannungsnetze vereinheitlicht.

Das beschriebene Verfahren ist auf einzelne Leitungen oder zusammengehörende Netzteile der öffentlichen Energieversorgung mit Nennspannungen ab 110 kV anzuwenden. Es umfasst

  •        die Beschreibung eines Untersuchungsprogramms mit dem eine alterungsbedingte Tragfähigkeitsminde­rung infolge Stahlversprödungsprozessen bei Masten/Leitungen festgestellt werden kann,
  •        Anforderungen zur Durchführung chemischer Analysen unberuhigter Baustähle,
  •        Anforderungen zur Durchführung von Bauteilzugversuchen zur Feststellung der Tragfähigkeit von Bauteilen mit hohem Stickstoffgehalt und zu begleitenden Untersuchungen,
  •       die Auswertung der Ergebnisse im Hinblick auf eine verminderte Tragfähigkeit.

Zuständig ist die Projektgruppe des Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN).

Für diese VDE-Anwendungsregel ist die Projektgruppe Prüf- und Bewertungsverfahren Thomasstahl des Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) zuständig.

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