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VDE-AR-N 4105 Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz

Technische Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz

Diese VDE-Anwendungsregel gilt für Planung, Errichtung, Betrieb und Änderung von Erzeugungsanlagen, die an das Niederspannungsnetz eines Netzbetreibers angeschlossen und parallel mit dem Netz betrieben werden (Netzanschlusspunkt im Niederspannungsnetz). Hier sind insbesondere Änderungen an Erzeugungsanlagen zu beachten, die wesentliche Auswirkungen auf das elektrische Verhalten am Netzanschluss haben.

Die VDE-Anwendungsregel fasst die wesentlichen Gesichtspunkte zusammen, die beim Anschluss von Erzeugungsanlagen an das Niederspannungsnetz des Netzbetreibers zu beachten sind. Sie dient gleichermaßen dem Netzbetreiber wie dem Errichter als Planungsunterlage und Entscheidungshilfe. Außerdem erhält der Betreiber wichtige Informationen zum Betrieb solcher Anlagen. 

Die VDE-Anwendungsregel ersetzt die 4. Ausgabe der VDEW-Richtlinie „Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“. Sie wurde völlig neu gestaltet und im logischen Aufbau übersichtlicher gegliedert.

Wie in den höheren Spannungsebenen werden zukünftig auch die in Niederspannungsnetze einspeisenden Erzeugungsanlagen an der statischen Spannungshaltung beteiligt. Sie haben daher während des normalen Netzbetriebes ihren Beitrag zur Spannungshaltung im Niederspannungsnetz zu leisten. Dies hat unmittelbare Auswirkungen auf die Auslegung der Anlagen. Die VDE-Anwendungsregel fasst die wesentlichen Gesichtspunkte zusammen, die beim Anschluss an das Niederspannungsnetz zu beachten sind, damit die Sicherheit und Zuverlässigkeit des Netzbetriebes nach den Vorgaben des Energiewirtschaftgesetzes auch mit wachsendem Anteil an dezentralen Erzeugungsanlagen erhalten bleiben und die in der DIN EN 50160 formulierten Grenzwerte der Spannungsqualität eingehalten werden können.

Zu einzelnen Punkten werden zusätzliche Informationen gegeben, um bestimmte Vorgaben der VDE-Anwendungsregel zu erläutern. Um den Text der VDE-Anwendungsregel auf das Wichtigste zu beschränken, sind diese erläuternden Informationen in Anhang A abschnittsweise zusammengefasst.

Anhand der in Anhang E aufgeführten Berechnungsbeispiele besteht die Möglichkeit, die Zulässigkeit des Anschlusses einer Erzeugungsanlage an das Niederspannungsnetz aufgrund der gegebenen Daten zu prüfen. Sollte hierbei festgestellt werden, dass ein Anschluss an das Niederspannungsnetz nicht möglich ist, kommt in der Regel ein Anschluss an die höhere Spannungsebene – also an das Mittelspannungsnetz – infrage. Die hierfür vorzunehmende Anschlussbeurteilung erfolgt nach der BDEW-Richtlinie „Erzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“.

Der Anhang enthält Vordrucke für die Zusammenstellung der erforderlichen Daten einer Erzeugungsanlage von der Planung des Netzanschlusses bis zur Inbetriebsetzung der Erzeugungsanlage.

Diese VDE-Anwendungsregel ist Bestandteil der VDN-Richtlinie „Technische Anschlussbedingungen für den Anschluss an das Niederspannungsnetz (TAB 2007)“.

Für diese VDE-Anwendungsregel ist die vom Lenkungskreis „Nieder- und Mittelspannung“ des Forum Netztechnik/Netzbetrieb im VDE (FNN) gegründete Projektgruppe „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“. ,  zuständig.

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