Normung
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11.04.2014 Anwendungsregel 39 0

Historisch: VDE-AR-E 2623-2-2

Stecker, Steckdosen, Fahrzeugsteckvorrichtungen und Fahrzeugstecker - Ladung von Elektrofahrzeugen
Teil 2-2: Anforderungen und Hauptmaße für die Austauschbarkeit von Stift- und Buchsensteckvorrichtungen

Diese VDE-Anwendungsregel wurde zum 1. November 2012 durch die Norm
DIN EN 62196-2 (VDE 0623-5-2):2012 ersetzt.

 

Ein wesentlicher Faktor für die erfolgreiche Serieneinführung von Elektrofahrzeugen sind Ladestecker, die eine Stromversorgung problemlos unter verschiedenen nationalen Gegebenheiten gewährleisten. Die DKE hat eine Empfehlung erarbeitet, in der unterschiedliche Anforderungen an Stecker, Steckdosen, Fahrzeugsteckvorrichtungen und Fahrzeugstecker national und international berücksichtigt werden. Darin sind für die Verbindung zwischen der Energieversorgung und dem Elektrofahrzeug Stecker und Schnittstellen definiert, die ein „Betanken“ mit 20, 32, 63 Ampère (Einphasen- und Drehstrom) und 70 Ampère (nur Einphasenstrom) ermöglichen bei einer Betriebsspannung von maximal 500 Volt und 50 bis 60 Hertz. Diese Bandbreite deckt die weltweit unterschiedlich festgelegten Stromversorgungssysteme ab.

Alle physischen Anforderungen, wie Aufbau und Anordnung der Steckersysteme und Kabel, tragen Sicherheitsaspekten und Kompatibilität für die unterschiedlichen Ladebetriebsarten gleichermaßen Rechnung.

Diese VDE-Anwendungsregel gilt für Fahrzeugsteckvorrichtungen, die bei einer Umgebungstemperatur zwischen -30°C und +50°C eingesetzt werden. In einigen Ländern dürfen andere Anforderungen gelten.

Gleichzeitig werden mit dem festgelegten Stecker alle Sicherheitsanforderungen auch im Zusammenhang mit den Ladestationen berücksichtigt.

Die VDE-Anwendungsregel der DKE berücksichtigt auch eine doppeltgerichtete Energieübertragung. Das heißt, dass Fahrzeuge sowohl Energie aus dem Versorgungsnetz aufnehmen als auch dorthin abgeben können. Dies ist vorgesehen, um Strom in produktiven Hochphasen zwischenzuspeichern und das Elektrofahrzeug so Teil des intelligenten Stromnetzes „Smart Grid“ werden zu lassen. Diese Steckvorrichtungen sind nur für den Anschluss an Kabel mit Leitern aus Kupfer oder Kupferlegierungen vorgesehen.

Der aus Deutschland stammende Vorschlag für den Ladestecker wurde bei IEC eingereicht. Aufgrund des erforderlichen Zeitbedarfs zur Erarbeitung der IEC-Norm und den Anforderungen der deutschen Automobilindustrie an die schnelle Verfügbarkeit eines normativen Dokumentes wurde bei der DKE die VDE-Anwendungsregel VDE-AR-E 2623-2-2  “Stecker, Steckdosen, Fahrzeugsteckvorrichtungen und Fahrzeugstecker - Ladung von Elektrofahrzeugen - Teil 2-2: Anforderungen und Hauptmaße für die Austauschbarkeit von Stift- und Buchsensteckvorrichtungen“ veröffentlicht. Sie wird mit Erscheinen der IEC-Norm zurückgezogen.

Für diese VDE-Anwendungsregel ist der Bereich Standardisierung der DKE zuständig

Kontakt

Dr. Stefan Heusinger

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