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Nachrichten-, Informations-, Telekommunikations- und- Leittechnik

Aufrechterhaltung Potentialausgleich in Kabelnetzen – Hinweis zur Anwendung der DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1)

04.07.2011

04.07.2011

Nach DIN EN 60728-11 (VDE 0855-1):2011-06 ist ein durchgehender Potentialausgleich in Kabelnetzanlagen gefordert. Um Gefährdungen auszuschließen ist dieser auch bei Austausch von Geräten zu gewährleisten. Inzwischen sind Steckverbinder auf dem Markt, deren Hülse hinter der Überwurfmutter mit dem Schirm nicht mehr leitend verbunden ist. Dadurch kann durch die temporäre Anwendung von Überbrückungskabeln (Erdungsspinne), die an diesen Überwurfmuttern angeklemmt werden eine Gefährdung auftreten, da keine leitende Verbindung existiert.

Weitere Ausführungen hierzu hat das Deutsche Institut für Breitkommunikation dibkom erarbeitet und stellt diese hier zusammen mit dem DKE/K 735 der Öffentlichkeit zur Verfügung (Downloads/Links).

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Thomas H. Wegmann
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IKT: Spezifikationen von Foren und Konsortien – Gemeinsames Positionspapier von BDI, BITKOM, DIN und DKE

26.01.2011

26.01.2011

Einer der strittigsten Punkte in der aktuellen Debatte über die Zukunft des europäischen Normungssystems ist die künftige Inbezugnahme der Arbeitsergebnisse von Foren und Konsortien. Speziell im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sind viele Spezifikationen, die in solchen industriegetriebenen Gremien erarbeitet werden, von erheblicher Bedeutung - Beispiele: OASIS und WC3. In einem Weißbuch hat die Europäische Kommission u. a. vorgeschlagen, dass künftig im IKT-Bereich neben den Normen und Spezifikationen der drei formal anerkannten europäischen Normungsorganisationen (CEN, CENELEC, ETSI) bestimmte weitere Spezifikationen in EU-Rechtsvorschriften und -Maßnahmen in Bezug genommen werden können.

Ende 2010 haben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM), DIN Deutsches Institut für Normung e. V. und DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE konkret zu diesem Vorschlag ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Die Autoren erkennen die besondere Bedeutung, die vielen Spezifikationen im IKT-Bereich z. B. für die öffentliche Beschaffung zukommt, an. Sie legen jedoch Wert darauf, dass bei der Implementierung der gegenwärtigen Vorstellungen der EU-Kommission die Effektivität und interne Kohärenz des bisher außerordentlich erfolgreichen europäischen Normungssystems gewahrt werden.

Die Position, die sie in dem gemeinsamen Papier vertreten, ist eine Konkretisierung der EU-Vorstellung dahingehend, dass die direkte Bezugnahme ausschließlich auf IKT-Spezifikationen von Foren und Konsortien zu Zwecken der öffentlichen Beschaffung oder zur Umsetzung politischer Ziele außerhalb des legislativen Bereichs (New Legislative Framework und New Approach) erfolgen kann, und zwar nur wenn bestimmte, in dem Papier aufgestellte Anforderungen – neun sogenannte Grundvoraussetzungen - erfüllt sind.

Einer der strittigsten Punkte in der aktuellen Debatte über die Zukunft des europäischen Normungssystems ist die künftige Inbezugnahme der Arbeitsergebnisse von Foren und Konsortien. Speziell im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) sind viele Spezifikationen, die in solchen industriegetriebenen Gremien erarbeitet werden, von erheblicher Bedeutung - Beispiele: OASIS und WC3. In einem Weißbuch hat die Europäische Kommission u. a. vorgeschlagen, dass künftig im IKT-Bereich neben den Normen und Spezifikationen der drei formal anerkannten europäischen Normungsorganisationen (CEN, CENELEC, ETSI) bestimmte weitere Spezifikationen in EU-Rechtsvorschriften und -Maßnahmen in Bezug genommen werden können.

Ende 2010 haben der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI), der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (BITKOM), DIN Deutsches Institut für Normung e. V. und DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE konkret zu diesem Vorschlag ein gemeinsames Positionspapier erarbeitet. Die Autoren erkennen die besondere Bedeutung, die vielen Spezifikationen im IKT-Bereich z. B. für die öffentliche Beschaffung zukommt, an. Sie legen jedoch Wert darauf, dass bei der Implementierung der gegenwärtigen Vorstellungen der EU-Kommission die Effektivität und interne Kohärenz des bisher außerordentlich erfolgreichen europäischen Normungssystems gewahrt werden.

Die Position, die sie in dem gemeinsamen Papier vertreten, ist eine Konkretisierung der EU-Vorstellung dahingehend, dass die direkte Bezugnahme ausschließlich auf IKT-Spezifikationen von Foren und Konsortien zu Zwecken der öffentlichen Beschaffung oder zur Umsetzung politischer Ziele außerhalb des legislativen Bereichs (New Legislative Framework und New Approach) erfolgen kann, und zwar nur wenn bestimmte, in dem Papier aufgestellte Anforderungen – neun sogenannte Grundvoraussetzungen - erfüllt sind.

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Informationen zur internationalen Feldbusnormenreihe – EC 61158 und IEC 61784 sowie zu IEC 61918 und deren deutschen und europäischen Übernahmen – Überarbeitete Fassung vom 25.10.2010

25.10.2010

25.10.2010

Die internationale elektrotechnische Kommission (IEC) hat eine neue Ausgabe der Normenreihen IEC 61158 und IEC 61784 sowie die IEC 61918, die hiermit in Zusammenhang steht, veröffentlicht. Sie beschreiben eine Reihe von Feldbusprotokollen einschließlich Realtime Ethernet und sicherheitsgerichteter Ausprägungen und enthalten Vorschriften zur Installation dieser Feldbusse. Sie wurden von der europäischen Normungsorganisation CENELEC als europäische Normen und von der DKE als deutsche Normen der Reihe DIN EN 61158 „Industrielle Kommunikationsnetze – Feldbusse“ (siehe www.beuth.de) und DIN EN 61784 „Industrielle Kommunikationsnetze – Profile“ (siehe www.beuth.de) übernommen. Die DIN EN 61784-3 wurde auch in das VDE-Vorschriftenwerk übernommen als VDE 0803-500 und außerdem die Normen der Reihe DIN EN 61784-5-x „Industrielle Kommunikationsnetze – Profile – Feldbusinstallationen“ als VDE 0800-500-x sowie die DIN EN 61918 „Industrielle Kommunikationsnetze – Installation von Kommunikationsnetzen in Industrieanlagen“ als VDE 0800-500.

Die Erarbeitung dieser Normen sowie ihre europäische und deutsche Übernahme wurde durch die nationalen Arbeitsgremien K 956 Feldbus und UK 914.1 Profile für funktional sichere Kommunikationssysteme begleitet.

In den Titeln dieser Normen werden die Begriffe Typ, Kommunikationsprofil (englisch: communication profile, CP) und Kommunikationsprofilfamilie (englisch: communication profile family, CPF) verwendet. Die folgende Tabelle zeigt die Zusammenhänge von Typ, Kommunikationsprofil, Kommunikationsprofilfamilie und Technologie-Bezeichnung:
 

Kommunikationsprofile (CP) in DIN EN 61784

DIN EN 61158-Typen entsprechend den CP
CPFBezeichnung der Technologie-FamilieDIN EN 61784- bzw.CP-Nummer und TechnologieTyp-Nummer, so wie sie in den 61158-Titeln verwendet werden
IEC 61784-Teile
1Foundation  Fieldbus™1 CP 1/1 FF H11,9
1 CP 1/2 FF HSE5
1 CP 1/3 FF H21,9
03. Jan FSCP 1/1 FF SIS™1
2CIP™1, 5-2 CP 2/1 ControlNet™2
1, 2, 5-2 CP 2/2 EtherNet/IP™2
1, 5-2NCP 2/3 DeviceNet™2
03. Feb FSCP 2/1 CIP Safety™ 2
3PROFIBUS, PROFINET1, 5-3 CP 3/1 PROFIBUS DP3
1, 5-3 CP 3/2 PROFIBUS PA3
1, 5-3 CP 3/3 PROFINET CBA10
2, 5-3 CP 3/4 PROFINET IO CC-A10
2, 5-3 CP 3/5 PROFINET IO CC-B10
2, 5-3 CP 3/6 PROFINET IO CC-C10
03. Mrz FSCP 3/1 PROFIsafe™3
4P-NET®1, 5-4 CP 4/1 P-NET RS-4854
1, 5-4 CP 4/2 P-NET RS-2324
2, 5-4 CP 4/3 P-NET on IP4
5WorldFIP®1 CP 5/1 WorldFIP7
1 CP 5/2 WorldFIP mit subMMS7
1 CP 5/3 WorldFIP mind. für TCP/IP7
6INTERBUS®1, 5-6 CP 6/1 INTERBUS8
1, 5-6 CP 6/2 INTERBUS TCP/IP8
1, 5-6 CP 6/3 INTERBUS Teil von CP 6/18
2, 5-6 CP 6/48
2, 5-6 CP 6/58
2, 5-6 CP 6/68
03. Jun FSCP 6/7 INTERBUS Safety™8
7 Diese CPF und der dazugehörige Typ 6 sind gestrichen, da nicht mehr  marktrelevant6
8CC-Link1 CP 8/1 CC-Link/V118
1 CP 8/2 CC-Link/V218
1 CP 8/3 CC-Link/LT18
03. Aug FSCP 8/1 CC-Link Safety18
9HART1 CP 9/1 HART20
10Vnet/IP2, 5-10 CP 10/1 Vnet/IP17
11TCnet2, 5-11 CP 11/1 TCnet11
2, 5-11 CP 11/2 TCnet-Loop11
12EtherCAT2, 5-12 CP 12/112
2, 5-12 CP 12/212
03. Dez FSCP 12/1 EtherCAT Safety12
13ETHERNET Powerlink2 CP 13/1 EPL13
Mrz 13 FSCP 13/1 ETHERNET Powerlink Safety13
14EPA 2, 5-14 CP 14/114
2, 5-14 CP 14/214
Mrz 14 FSCP 14/1 EPA Safety14
15MODBUS®-RTPS2, 5-15 CP 15/1 MODBUS TCP15
2, 5-15 CP 15/2 RTPS15
16SERCOS1 CP 16/1 SERCOS I16
1 CP 16/2 SERCOS II16
2 CP 16/3 SERCOS III19
17RAPIEnet2 CP 17/1 RAPIEnet21
18SafetyNet p2 CP 18/1 RTFL22
  CP 18/2 RTFN22
  FSCP 18/122*)
*) In Bearbeitung. 

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Antonio Monaco
Ingo Rolle

Klarstellung zu Leistungsangaben von Lautsprechern

05.05.2010

05.05.2010

Auf Grund häufiger Irritationen weist das für Lautsprecher zuständige Normungsgremium UK 742.5 "Lautsprecher" auf folgende Erläuterungen zu Leistungsangaben von Lautsprechern hin.

PMPO (Peak Music Power Output, Pulse Maximum Power Output, Peak Momentary Power Output, Peak Maximum Power Output)

Zu diesem Begriff gibt es keine anerkannten Definitionen und Messverfahren. Vornehmlich für Verkaufsaussagen soll diese geschätzte Leistungsangabe hohe Werte suggerieren. Grundlage ist eine geschickte Verrechnung von Werten unter optimalen Annahmen, wie: Kurzzeitimpuls, Schätzung des theoretischen Maximalwerts, Verzerrungen 5% und mehr, bei Mehrkanalsystemen Addition sämtlicher Kanäle usw.. Eigentlich bezieht sich diese Angabe auf die Ausgangsleistung (output power) eines Verstärkers, wird inzwischen aber auch für die Kennzeichnung der Eingangsleistung von Lautsprechern verwendet.

In einem Vergleich mehrer Einzellautsprecher wurden Faktoren von 8 bis 50 zwischen den PMPO-Leistungsangaben und der genormten Nenn-Sinusleistung eines Lautsprechers festgestellt. Bei Addition aller Kanäle eines Mehrkanalsystems kann dieser Faktor mehr als 100 betragen. Ein Beispiel ist die Angabe "300 W PMPO" für ein Stereo-Lautsprecherpaar, bestehend aus zwei Lautsprechern mit einer Nenn-Sinusleistung von jeweils 3 W.

In der Regel ist davon auszugehen, dass PMPO-Angaben ein Kennzeichen für einfache Geräte (low end) sind. Der Anwender soll über das wahre Leistungsvermögen im Unklaren gelassen werden. Experten lehnen die PMPO-Leistungsangabe ab, da diese ohne Aussagekraft für die Anwendung ist.

Bei Geräten für höhere Ansprüche stellen seriöse Hersteller ausführliche Datenblätter zur Verfügung und werben mit genormten, nachvollziehbaren Kennwerten.

Genormte Kennwerte zur Charakterisierung von Lautsprechern

Ausgangspunkt zur Dimensionierung zuverlässiger Systeme sind technisch fundierte Angaben unter Bezugnahme auf die einschlägigen Normen. International genormte Definitionen und Messverfahren für Kennwerte elektroakustischer Geräte (z. B. Mikrofone, Lautsprecher, Verstärker) sind festgelegt in den Normen der Reihe DIN EN 60268 bzw. DIN IEC 60268.

Zur Beschreibung der aufgenommenen elektrischen Leistung sind die Werte anzugeben:

  • Nenn-Rauschleistung
  • Nenn-Sinusleistung
  • maximale Langzeit-Eingangsleistung
  • maximale Kurzzeit-Eingangsleistung (empfohlen).

Diese Werte charakterisieren nur die elektrische Leistungsaufnahme eines Lautsprechers und enthalten noch keine Aussage über dessen Nutzleistung in Form des abgestrahlten Schallsignals. Die Leistung des Nutzsignals ist zusätzlich als mittlerer Schalldruckpegel (Kennschalldruckpegel) in einem angegebenen Frequenzband anzugeben.

Hier gibt es beispielsweise erhebliche Unterschiede zwischen Lautsprechern. Bei gleicher Leistungsaufnahme kann sich der Schalldruck unterschiedlicher Lautsprecher um den Faktor 10 und mehr unterscheiden. So kann ein Verstärker mit einer Nenn-Ausgangsleistung von 5 W denselben Lautstärkeeindruck hervorrufen wie einer mit 50 W, angeschlossen an einen Lautsprecher mit einem um 10 dB geringerem Kennschalldruckpegel.

Zur Beurteilung der Eignung von Lautsprechern für bestimmte Anwendungen werden weitere Kennwerte benötigt:

  • Nenn-Impedanz
  • Resonanzfrequenz
  • Frequenzgang
  • Übertragungsbereich
  • Richtdiagramme
  • Gesamtklirrfaktor usw..

Die Messverfahren für alle genannten Kennwerte sind beschrieben in:

DIN EN 60268-5:2010-04 "Elektroakustische Geräte - Teil 5: Lautsprecher".

Zur Charakterisierung hochwertiger Lautsprecher im Heimbereich wird nur ein Teil der in DIN EN 60268-5 festgelegten Kennwerte benötigt. Die für diesen Einsatzbereich anzugebenden Kennwerte legt folgende Norm fest:

DIN EN 61305-5:2004-02 "Hi-Fi-Geräte und -Anlagen für den Heimgebrauch - Verfahren zur Messung und Angabe der Leistungskennwerte - Teil 5: Lautsprecher".

Die vorgenannten Normen beschäftigen sich mit objektiven Messgrößen. Subjektive Hörprüfungen für Lautsprecher sind beschrieben in:

DIN EN 61305-5 Bbl 1:2005-11 "Hi-Fi-Geräte und -Anlagen für den Heimgebrauch - Verfahren zur Messung und Angabe der Leistungskennwerte - Teil 5: Lautsprecher - Beiblatt 1: Hörprüfungen für Lautsprecher - Einzelprüfverfahren und Paarvergleich"

Die genannten Normen und das Beiblatt können beim Beuth Verlag bezogen werden.

EMV-Leitfaden für Installateure

05.10.2009

05.10.2009

Die DIN EN 50083-8 (VDE 0855 Teil 8) [1] gilt für die Störstrahlung und die Störfestigkeit von Kabelnetzen. Unter anderem werden EMV-Anforderungen festgelegt. Dabei werden bei der Installation von Kabelnetzen häufig leicht vermeidbare Fehler gemacht, die dazu führen, dass die genormten Festlegungen nicht mehr erfüllt werden. Deshalb haben Mitglieder des für diese Norm zuständigen DKE/K 735 "Kabelnetze und Antennen für Fernsehsignale, Tonsignale und interaktive Dienste" eine illustrierte Broschüre für den Installateur erarbeitet:

Wege zum ungestörten Kabelanschluss
Wichtige Hinweise für Kabelkunden zur elektromagnetischen Verträglichkeit in Kabelnetzen.

Die 14-seitige (DIN-A5) Broschüre ist als Hilfestellung für den Kabelkunden oder den Installateur gedacht, der sich mit der Problematik der elektromagnetischen Verträglichkeit von Kabelnetzen vertraut machen möchte und konkrete Hinweise zum Handeln sucht.

Neuauflage vom September 2009

Der EMV-Leitfaden kann zu einer geringen Schutzgebühr bezogen werden von:

Deutsches Institut für Breitbandkommunikation GmbH
Hohenerxlebener Straße 19
39418 Staßfurt
Tel: 03925 2886-0

[1] DIN EN 50083-8 (VDE 0855 Teil 8):2002-11 "Kabelnetze für Fernsehsignale, Tonsignale und interaktive Dienste - Teil 8: Elektromagnetische Verträglichkeit von Kabelnetzen"

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Thomas H. Wegmann

Deutschland hat die Führung der Europäischen Normung

15.09.2008

15.09.2008

Waren die 2007 getroffenen Beschlüsse des CENELEC zur Gründung der CENELEC/TC 45AX und B für manche überraschend, sind sie doch wegweisend. Die Tatsache, dass 2008 in beiden TC die deutschen Bewerber um den Vorsitz einstimmig gewählt wurden, zeigt die hohe Reputation der deutschen Experten und die Bedeutung der durch die DKE wahrgenommenen deutschen Vertretung in diesen national zum Teil sehr emotional und kontrovers diskutierten Technikbereichen.

CENELEC/TC 45B ging aus der 2002 eingesetzten Task Force BTTF/111-3 „Nuclear instrumentation and radiation protection instrumentation“ hervor. Diese hat seither sehr erfolgreich gezeigt, wie zu Strahlenschutz-Messgeräten sowie ionisierende Strahlung zur Messung anderer Größen nutzenden Einrichtungen selbst in schwierigen Fällen Internationale Normen des IEC/TC 45 bzw. SC 45B in Europäische Normen überführt werden können.

Die entsprechenden DIN-EN-Normen sind mit Klassifikation VDE 0412, VDE 0492 bzw. VDE 0493 erschienen und über den VDE VERLAG zu beziehen. Zu laufenden Projekten, welche zur Behandlung in CENELEC/TC 45B anstehen, bestehen Norm-Entwürfe der Reihen VDE 0492 und VDE 0493.

Auftrag des CENELEC/TC 45AX ist die Vorbereitung der Annahme von Normen des IEC/SC 45A „Instrumentation and control of nuclear facilities“ als Europäische Normen (EN), mit eventuell erforderlichen gemeinsamen Abänderungen.

Diese erfolgt nach einer Prüfung, dass die betreffende IEC-Norm in der Endphase der Entwicklung bei IEC/SC 45A von der Mehrzahl der stimmberechtigten europäischen Nationalen Komitees gebilligt wurde und kein europäisches Nationales Komitee wesentliche Bedenken gegen die Anwendung dieser Norm hat. Gemeinsame Abänderungen sollen soweit wie möglich begrenzt werden, um die WENRA-Ziele (Western European Nuclear Regulators’ Association) zur Harmonisierung der Herangehensweise an die Reaktorsicherheit zu erfüllen.

Die Normen und Norm-Entwürfe, welche zur Behandlung in CENELEC/TC 45AX relevant sind, sind mit Klassifikation VDE 0491 veröffentlicht und über den VDE VERLAG zu beziehen.

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Georg Vogel

Die DKE auf dem INTERKAMA-Forum 2007

03.05.2007

03.05.2007

Engineering – durch Standardisierung zum besseren Workflow?

“Auf dem Wege zu einem Engineeringablauf, der durch Normen begleitet, abgesichert und somit vereinfacht wird, sind bereits gute Fortschritte erzielt worden. Jedoch sind weitere Arbeiten erforderlich, um die technologische Entwicklung der Zukunft einzubeziehen.“ war das Ergebnis der vom Obmann des DKE/K 941, Gerald Mayr, geleiteten Diskussion mit den anwesenden DKE-Experten. Von links: Gerald Mayr/Linde AG, Friedrich Heuten/Bayer Technology Services GmbH, Dr. Rainer Drath/ABB AG, Dr. Peter Zgorzelski/Bayer Technology Services GmbH und Martin Rittmeister/Linde AG

Download Vortrag von Herrn Heuten zur DIN EN 62337, DIN EN 62381 und DIN EN 62382
Download Vortrag von Herrn Dr. Drath zur IEC/PAS 62424
Download Vortrag von Herrn Dr. Zgorzelski zu NE 100
Download Vortrag von Herrn Rittmeister zur Datenübergabe Errichter an Betreiber

IEC 61508 – Wo kommen die Lambda-Werte her?

Für das Gebiet der sicherheitsgerichteten Steuerung sind heute Datenbanken verfügbar, um Hardwareausfälle ausreichend begrenzen zu können. Lücken in der Datenbasis gibt es jedoch vor allem noch bei der Mechanik. Diese erfordert auch eine andere Betrachtungsweise (keine konstante Ausfallrate, sondern Verschleißausfälle im Vordergrund). Dies war das Resümee der anwesenden DKE-Experten. Von links: Dr. Arno Götz/Endress + Hauser Messtechnik GmbH & Co., Stephan Aschenbrenner/exida.com (Moderator dieser Veranstaltung), Peter Malus/AUMA Riester GmbH & Co. KG, Bernard Mysliwiec/Siemens AG und Dr. Andreas Hildebrandt/Pepperl + Fuchs GmbH

Download Vortrag von Herrn Aschenbrenner

IEC 61784-3 – Sicherheitsfeldbus-Standard – Und nun?

Der Einsatz von Feldbussen nach der künftigen IEC 61784-3 in einem sicherheitsgerichteten Gesamtsystem war das Thema dieser von Dr. Wolfgang Stripf/Siemens AG (Obmann des zuständigen DKE/GAK 914.0.2) geleiteten Diskussionsrunde. Herr van den Berg/ASM Europe B. V. erläuterte Anforderungen aus der Sicht eines Herstellers von Maschinen für die Halbleiterfertigung (rechts im Bild), hier im Gespräch mit Karsten Meyer-Gräfe/PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG. Weitere Teilnehmer waren Dr. Gerold Klotz-Engmann/ Endress+Hauser GmbH+Co, Bernard Mysliwiec/Siemens AG, Thomas Kramer-Wolf/Safety Network International e. V. und Wolfgang Velten- Philipp/RISKNOLOGY B. V..

Nachfolgend eine Auswahl der während der DKE-Runde gestellten Fragen:

Eine Einführung in die IEC 61158 und IEC 61784-3 erhalten Sie in dem Vortrag von Herrn Dr. Stripf.

Brauchen wir überhaupt Sicherheitsfeldbusse? Tut's nicht auch ein betriebsbewährter Feldbus?

Antwort von Herrn Dr. Klotz Engmann:
„Die Auslegungskriterien (PFD) lassen sich im Prinzip auch mit herkömmlicher, betriebsbewährter Technik erreichen. Zur Absicherung gegen systematische Fehler ist jedoch die kommende IEC 61784-3 nützlich und notwendig.“

Download Vortrag von Herrn Dr. Klotz Engmann

Was erhoffen wir uns von der Standardisierung in der IEC?

Antwort von Herrn Meyer Gräfe:
“Die auf dem Markt angebotenen Systeme werden dadurch vergleichbarer, außerdem erwarten wir eine Vereinheitlichung der Anforderungen der Prüfstellen. Diese sind nach unserer Erfahrung in der Vergangenheit recht unterschiedlich vorgegangen, was natürlich die Markteinführung sicherheitsgerichteter Kommunikationssysteme nicht erleichtert hat.“

Welche Einsatzerfahrungen gibt es mit sicheren Feldbussen?

Antwort von Herrn van den Berg:
“ASM liefert Anlagen zur Halbleiterfertigung einschließlich der Aufbereitung der hierzu eingesetzten Gase. Diese sind zum Teil extrem giftig - niemand weiß, wie das riecht - sodass zum Teil hohe Anforderungsklassen vorliegen. Unsere Erfahrungen sind positiv. Insbesondere konnten wir die Lieferzeiten verkürzen, weil sich projektbezogene Anforderungen mit dieser Technik besser in einem Projekt einarbeiten lassen.“

Überrollt die neue Technik komplett die Relaistechnik?

Antwort von Herrn Kramer-Wolf:
“Die Relaistechnik wird für kleine Anwendungen ihre Berechtigung behalten. Ansonsten wird ein Ersatz stattfinden, da die Vorteile der neuen Technik überzeugend sind. Im Prinzip lässt sich heute eine ganze Fabrikhalle sicherheitstechnisch vernetzen. Das war mit der Relaistechnik nicht möglich.“

Gibt es unterschiedliche "Sicherheits Kulturen" auf den verschiedenen Kontinenten (Europa, Nordamerika, Asien)?

Antwort von Herrn Velten Philipp:
“Ja, das ist der Fall und man muss auf die jeweilige Kultur eingehen. In Japan beispielsweise ist man gegenüber neuen Techniken aufgeschlossener, in den USA und Europa eher zurückhaltend. Beispielsweise hatten wir in den USA lange Diskussionen, ob sicherheitsgerichtete Technik und gewöhnliche Technik integriert werden kann. „

Wie werden sichere Feldbusse bei der Anwendung der IEC 62061 und ISO 13849 1 berücksichtigt?

Antwort von Herrn Mysliwiec:
“Sowohl die ISO 13849-1 als auch die IEC 62061 fordern bei Einsatz feldbusbasierter Kommunikationssysteme deren Einbeziehung in die Sicherheitsbetrachtung.“

Download Vortrag von Herrn Mysliwiec

Normen der Reihe DIN EN 61508 (VDE 0803)

20.02.2007

20.02.2007

Die Normen der Reihe IEC 61508 wurden als EN 61508 europäisch und als DIN EN 61508 (VDE 0803) national übernommen. Diese Normen beschreiben den Stand der Technik, ihre Einhaltung ist aber ansonsten freiwillig und unverbindlich.

Europäische Normen, deren Fundstelle im Amtsblatt der Europäischen Union im Zusammenhang mit einer EU-Richtlinie nach der neuen Konzeption (new approach) oder Niederspannungsrichtlinie veröffentlicht wurden, können dem Hersteller eines Produktes bei der Erfüllung der grundlegenden Anforderungen dieser EU-Richtlinie unterstützen. Wendet der Hersteller sie vollständig an, so gehen die Verwaltungsbehörden in der EU davon aus, dass der Hersteller die signifikanten grundlegenden Anforderungen der betreffenden Richtlinie im Geltungsbereich der Europäischen Norm erfüllt hat. Man spricht in diesem Zusammenhang auch von der Vermutungswirkung einer gelisteten Norm mit deren Hilfe der Inverkehrbringer die CE-Kennzeichnung an seinem Produkt anbringt (falls die Richtlinie dies von ihm verlangt).

Normen der Reihe EN 61508 wurden bisher unter keiner solchen EU-Richtlinie gelistet, so dass eine derartige Vermutungswirkung von ihnen nicht ausgeht. Dennoch kann der Hersteller eines Produktes der Sicherheitstechnik Normen der Reihe EN 61508 auch zur Erfüllung grundlegender Anforderungen aus EU-Richtlinien verwenden, z. B. in den folgenden Fällen:

  •  Der Hersteller konnte zur Erfüllung grundlegender Anforderungen einer EU-Richtlinie keine gelistete Europäische Norm finden, deren Anwendungsbereich seinen Anwendungsfall abdeckt. In diesem Fall darf der Hersteller Normen der Reihe EN 61508 verwenden, sie haben aber keine Vermutungswirkung. Der Hersteller muss daher für die Überwachungsbehörden der Mitgliederstaaten der EU den Nachweis führen, dass er die signifikanten grundlegenden Anforderungen der EU-Richtlinie erfüllt hat. Bei verschiedenen Richtlinien nach der neuen Konzeption ist bei bestimmten Produkten hierzu die Bescheinigung einer gemeldeten Stelle notwendig, was in der betreffenden EU-Richtlinien näher beschrieben wird.
  • Der Hersteller möchte die betreffende gelistete Europäische Norm, die für sein Produkt zutrifft, nicht anwenden. In diesem Fall gilt sinngemäß das oben gesagte.
  • Aus einer Europäischen Norm, die unter einer EU-Richtlinie gelistet wurde, wird auf Normen der Reihe EN 61508 verwiesen. In diesem Fall hat das Normungskomitee, das die verweisende Norm ausgearbeitet hat, sichergestellt, dass die Verweisung mit dazu beiträgt, die signifikanten grundlegenden Anforderungen der betreffenden EU-Richtlinie einzuhalten ("mitgeltende Norm"). Wendet der Hersteller die betreffenden Normen der Reihe EN 61508 im Sinne dieser Verweisung sachkundig und verantwortungsbewusst an, so nutzt er die Vermutungswirkung der verweisenden Norm.

Diese Aussagen gelten sinngemäß auch für die Normen der Reihe DIN EN 61511 (VDE 0810).

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Rudolf Brandner

DIN EN 61508 (VDE 0803) – Häufig gestellte Fragen?

19.10.2005

19.10.2005

Die am häufigsten gestellten Fragen zur nationalen Normenreihe DIN EN 61508 (VDE 0803) und internationalen Normenreihe IEC 61508 finden Sie beantwortet in

DIN EN 61508 Beiblatt 1 (VDE 0803 Beiblatt 1):2005-10 "Funktionale Sicherheit sicherheitsbezogener elektrischer/elektronischer/programmierbarer elektronischer Systeme - Teil 0: Funktionale Sicherheit und die IEC 61508 (IEC/TR 61508-0:2005)"

Dieses Beiblatt führt in das Konzept der funktionalen Sicherheit ein und gibt einen Überblick über die Normenreihe. Falls Sie nicht sofort alle Teile dieser Normenreihe bestellen möchten, empfiehlt es sich, hiermit zu beginnen.

Auch für Mitglieder in Normungsgremien, die sich mit der Anwendung dieser Normenreihe befassen wollen, ist der Einstieg mit Hilfe dieses Beiblattes zu empfehlen.

Das Beiblatt DIN EN 61508 Beiblatt 1 (VDE 0803 Beiblatt 1):2005-10 sowie die restlichen Normen und Norm-Entwürfe der Reihe DIN EN 61508 erhalten Sie beim VDE VERLAG.

Kontakt

Rudolf Brandner

Informationen zur Internationalen Feldbusnormenreihe

14.02.2006

14.02.2006

Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) hat im Mai und Juni 2003 folgende Internationale Normen veröffentlicht:

  • IEC 61158-2:2003-06 - Digital data communication for measurement and control - Fieldbus for use in industrial control systems - Part 2: Physical layer specification and service definition (Digitale Datenkommunikation in der Leittechnik - Feldbus für industrielle Leitsysteme - Teil 2: Spezifikation der Bitübertragungsschicht (Physical Layer))
  • IEC 61158-3:2003-05 - Digital data communication for measurement and control - Fieldbus for use in industrial control systems - Part 3: Data link service definition
    (Digitale Datenkommunikation in der Leittechnik - Feldbus für industrielle Leitsysteme - Teil 3: Definition der Dienste der Sicherungsschicht (Data Link Layer))
  • IEC 61158-4:2003-05 - Digital data communication for measurement and control - Fieldbus for use in industrial control systems - Part 4: Data link protocol specification
    (Digitale Datenkommunikation in der Leittechnik - Feldbus für industrielle Leitsysteme - Teil 4: Spezifikation des Protokolls der Sicherungsschicht (Data Link Layer))
  • IEC 61158-5:2003-05 - Digital data communication for measurement and control - Fieldbus for use in industrial control systems - Part 5: Application layer service definition
    (Digitale Datenkommunikation in der Leittechnik - Feldbus für industrielle Leitsysteme - Teil 5: Definition der Dienste der Anwendungsschicht (Application))
  • IEC 61158-6:2003-05 - Digital data communication for measurement and control - Fieldbus for use in industrial control systems - Part 6: Application layer protocol specification
    (Digitale Datenkommunikation in der Leittechnik - Feldbus für industrielle Leitsysteme - Teil 6: Spezifikation des Protokolls der Anwendungsschicht (Application Layer))
  • IEC 61784-1:2003-05 - Digital data communications for measurement and control - Part 1: Profile sets for continuous and discrete manufacturing relative to fieldbus use in industrial control systems
    (Digitale Datenkommunikationen in der Leittechnik - Teil 1: Feldbus-Kommunikationsprofile für die prozess- und fertigungstechnische Automatisierung)

Die Erarbeitung dieser Normen wurde in Deutschland durch das nationale Arbeitsgremium K 956 "Feldbus" begleitet.

Diese Internationalen Normen wurden von der europäischen Normungsorganisation CENELEC als Europäische Normen und von der DKE als Deutsche Normen (Normen der Reihe DIN EN 61158 "Feldbus für industrielle Leitsysteme" und DIN EN 61784 "Digitale Datenkommunikationen in der Leittechnik") übernommen. Sie ersetzen die Normen der Reihe EN 50170 "General purposes field communication systems" und EN 50254 "High efficiency communication subsystem for small data packages".

Die Normen Reihe DIN EN 61158 und DIN EN 61784 können bezogen werden bei:

Beuth Verlag GmbH
10772 Berlin
Tel: 0 30 / 26 01 - 0
Fax: 0 30 / 26 01 - 12
E-Mail: info@beuth.de

Im Folgenden werden einige einführende Informationen gegeben.

Informationen über den Aufbau der IEC 61158, IEC 61784 und der angegebenen Protokolle:

Einführung in die Normen der Reihe DIN EN 61158 und DIN EN 61784-1:

Ein Feldbus ist ein digitaler serieller Datenbus für die Kommunikation zwischen Geräten der industriellen Automatisierungstechnik wie beispielsweise Messeinrichtungen, Stellgliederreglern und Speicherprogrammierbare Steuerungen. Die Normen der Reihe DIN EN 61158 legen ein Anzahl von Feldbus-Protokolltypen fest. Jeder Protokolltyp erlaubt es, mit einer größeren Anzahl von derartigen Geräten auf einem gemeinsamen Medium miteinander zu kommunizieren. Die Geräte kommunizieren dabei direkt nur mit anderen Geräten, in denen der gleiche Protokolltyp implementiert ist. Geräte, die die gleichen unteren Protokollschichten verwenden, sich jedoch in den höheren unterscheiden, können dennoch das gleiche Medium für ihre Kommunikation verwenden. Auf jeden Fall kann ein bestimmter Protokolltyp des Data Link Layers uneingeschränkt mit Protokolltypen des Physical Layers oder Application Layers des gleichen Typs verbunden werden und mit diesen kommunizieren. Entsprechendes gilt für die anderen in DIN EN 61784-1 festgelegten Kombinationen. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Kombinationsmöglichkeiten zwischen den Protokolltypen nach DIN EN 61158 sowie Protokollzusätze, die in den Normen der Reihe DIN EN 61158 gegenüber den Normen der Reihe DIN EN 50170 sowie DIN EN 50254 gemacht werden.

Im folgenden werden die Protokolltypen kurz vorgestellt. Die Aufsätze sind zum kostenlosen Download vorgesehen. Die Urhebernutzungsrechte (Copyright) der Autoren und Konsortien bleiben davon jedoch unberührt.

2. Weiterführende Informationen

2.1 Anschriften der Autoren

Herr Viktor Schiffer, Rockwell Automation, Düsselberger Str. 15, 42781 Haan, vschiffer@ra.rockwell.com.

Herr Dr. Peter Wenzel, PROFIBUS Nutzerorganisation e. V., Haid-und-Neu-Str. 7, 76131 Karlsruhe, peter.wenzel@profibus.com.

Herr Dr.-Ing. Manfred Patz, Softing GmbH, Richard-Reitzner-Allee 6, 85540 Haar, Manfred.Patz@softing.com.

Herr Robert Crowder, rocrowd@attglobal.net.

Herr Patrice Noury, Alstom, patrice.noury@techn.alstom.com.

Herr Ing. (grad.) Eckehardt Klemm, Phoenix Contact GmbH & Co., Abt. SX-ST, Flachsmarktstr. 8-28, 32825 Blomberg, eklemm@phoenixcontact.com.
 
2.2 Informationen der Konsortien

Die Konsortien, die die o.g. Feldbusprotokolle unterstützen, stellen auf ihren Homepages weiterführende Informationen bereit. Diese sind nicht mit der DKE abgestimmt, sondern stellen die Meinung des jeweiligen Konsortiums dar.

Technische Daten in der Elektroakustik

14.12.2004

14.12.2004

Erhard Werner, Obmann des Normungsgremium UK 742.6 "Mikrofone und Kopfhörer" hat auf einem Beitrag anlässlich der 23. Tonmeistertagung, Leipzig 2004 (VDT Verband Deutscher Tonmeister) den Nutzen der Normung und die Anwendung von Normen in der Elektroakustik am Beispiel der DIN EN 60268-4 "Elektroakustische Geräte - Teil 4: Mikrofone" deutlich gemacht.

Zusammenfassung des Beitrags:

Damit eine Vorauswahl für eine Erprobung oder die Beurteilung vor einem Kauf möglich ist, sollen Datenblätter die Eigenschaften eines Erzeugnisses möglichst praxisnah widerspiegeln. Der von Generationen von Fachleuten erarbeitete Stand der Spezifikationen gibt dennoch besonders in der Elektroakustik weiterhin reichlich Anlass zu inhaltlichen Auseinandersetzungen. Eine wesentliche Ursache für die Schwierigkeiten liegt in der Wechselwirkung zwischen den voneinander abhängigen technischen Eigenschaften der eingesetzten Geräte und der künstlerisch-subjektiven Beurteilung des Arbeitsergebnisses.

Am Beispiel der Mikrofon-Norm DIN EN 60268-4 wird die Frage der anwendungsbezogenen bevorzugten Daten (z. B. Frequenzgang, Richtungseigenschaften, Rauschen) erörtert. Eine Auswahl ist nicht nur eine Frage herausragender technischer Eigenschaften, sondern auch eine Frage etablierter Meinungen und Erfahrungen verschiedenster Anwender- und Meinungsbildnergruppen. Für eine optimale Verständigung aller Beteiligten zwischen trockenen physikalischen Daten und phantasievollen Beschreibungen mit teils neuen Wortschöpfungen (wie etwa "PMPO" - siehe hierzu unsere separate Mitteilung) ist eine ständige Zusammenarbeit erforderlich, aus der auch die notwendigen Anpassungen und Verbesserungen der weltweit vereinbarten Normen hervorgehen.

Der vollständige Beitrag kann kostenlos heruntergeladen werden.


Die Normen und Norm-Entwürfe der Reihe DIN EN 60268 bzw. DIN IEC 60268 können bezogen werden bei:

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Kontakt

Gerhard Henninger

"Anwendungsneutrale Verkabelung für Gebäudekomplexe"

26.11.2002

26.11.2002

Im Rahmen des Festaktes zum Weltnormentag am 5. November 2002 wurde der mit 15.000 Euro dotierte DIN-Preis "Nutzen der Normung" in diesem Jahr an den Beitrag

"Anwendungsneutrale Verkabelung für Gebäudekomplexe"

vergeben.

Darin wird dargelegt, wie dank der weltweit eingeführten Norm ISO/IEC 11801, textlich nahezu identisch mit DIN EN 50173 - "Informationstechnik - Anwendungsneutrale Verbindungssysteme", die Kosten der Verkabelung für fast alle Übertragungsverfahren der Informations- und Telekommunikationstechnik in Bürogebäuden signifikant gesenkt werden konnten.

Die Norm spezifiziert eine anwendungsneutrale Verkabelung so, dass die langlebige Infrastruktur unabhängig davon errichtet werden kann, wie das Gebäude tatsächlich genutzt wird. Dies senkt die betriebswirtschaftlichen Risiken der Bauherren. Darüber hinaus werden die einzuplanenden Reservekabel minimiert und bei einem Wechsel der Anwendung die vorhandenen Kabel einer neuen Verwendung zugeführt.

Das DIN Deutsches Institut für Normung e.V. erinnert mit dem Weltnormentag jedes Jahr an den Beitrag der freiwilligen Normung zur weltweiten Handelsentwicklung, zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit und kontinuierlichen Verbesserung der Lebensqualität. Die Festvorträge zum Weltnormentag hielten der Staatssekretär im Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit, Dr. Alfred Tacke, sowie Dipl.-Kfm. Dietmar Harting, persönlich haftender Gesellschafter der Harting KgaA, Vizepräsident des Bundesverbandes der Deutschen Industrie BDI und Vorsitzender der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.

Die Laudatio zur Preisverleihung hielt Prof. Dr.-Ing. Hans-Jürgen Warnecke als Vorsitzender der Jury. Dr. Walter von Pattay, SIEMENS AG, München, nahm den Preis aus den Händen von Dr.-Ing. Torsten Bahke, Direktor des DIN, entgegen.

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