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Überspannung und Kurzschluss einer Sicherung
Buckley / Fotolia
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Grundlagen und Werkstoffe

Anforderungen zur Entwicklung von E-CAD-Systemen

27.03.2008

27.03.2008

Grundvoraussetzung für einen sicheren Betrieb und Verfügbarkeit elektrotechnischer Geräte, Systeme und Anlagen ist das Wissen über das Zusammenwirken ihrer Komponenten. Dieses Wissen ist unter Anwendung genormter Darstellungsregeln und Kennzeichnungsaufgaben zu einer produktspezifischen Dokumentation zusammengetragen.

In der heutigen Zeit wird die Dokumentation nicht mehr "nur" auf einer CAD-Anlage, die als elektronisches Zeichenbrett fungiert, erstellt, sondern sie ist Bestandteil aller Stufen der Wertschöpfungskette. Die Dokumentation muss somit immer komplexeren und umfangreicheren Funktionalitäten und Anforderungen genügen. Anforderungen, die an die modernen CAD-Systeme der Elektrotechnik gestellt werden, bestehen im Wesentlichen darin, dass die internationalen Normen zur Informationsbereitstellung und -darstellung vom Anwender eingehalten werden können.

In der als PDF-Datei beigefügten Zusammenstellung sind die genannt:

  • allgemeinen Anforderungen/Wünsche

sowie im Hinblick auf eine wirtschaftliche Dokumentationserstellung

  • Normen über graphische Symbole und deren Gestaltungsvorgaben,
  • Normen zu den Darstellungsregeln,
  • Normen zu Kennzeichnungsnotwendigkeiten und
  • Normen zur Informationsbereitstellung.

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Ingrid Blank

Neue Informationen zu den Wirkungen des elektrischen Stromes auf Menschen und Nutztiere

24.05.2007

24.05.2007

Die als Deutsche Vornorm veröffentlichte Technische Spezifikation der IEC

DIN IEC/TS 60479-1 (VDE V 0140-479-1):2007-05 „Wirkungen des elektrischen Stromes auf Menschen und Nutztiere – Teil 1: Allgemeine Aspekte“

enthält Informationen über die Körperimpedanz und Schwellenwerte für den Körperstrom für verschiedene physiologische Wirkungen. Diese Informationen können zusammenfassend benutzt werden, um Schätzungen für Schwellenwerte von Berührungsspannungen für Wechselstrom und Gleichstrom bei gewissen Stromwegen im Körper, den Feuchtigkeitszuständen von Kontaktflächen, sowie Kontaktflächen verschiedener Größe abzuleiten.

Für einen gegebenen Stromweg durch den menschlichen Körper hängt die Gefahr für Personen hauptsächlich von der Größe und Dauer des Stromflusses ab. Jedoch sind die Zeit/Stromstärke-Bereiche, die in dieser Technischen Spezifikation angegeben sind, in der Praxis in vielen Fällen nicht direkt zur Bemessung des Schutzes gegen elektrischen Schlag anwendbar. Das notwendige Kriterium ist die zulässige Grenze der Berührungsspannung (d. h. das Produkt aus dem Wert des Stromes durch den Körper, dem sogenannten Berührungsstrom, und der Körperimpedanz) als eine Funktion der Zeit. Die Beziehung zwischen Strom und Spannung ist nicht linear, weil sich die Impedanz des menschlichen Körpers mit der Berührungsspannung ändert und daher Angaben über diese Beziehung erforderlich sind. Die verschiedenen Teile des menschlichen Körpers – so wie die Haut, Blut, Muskeln, anderes Gewebe und Gelenke – bieten dem elektrischen Strom eine gewisse Impedanz, bestehend aus ohmschen und kapazitiven Komponenten.

Die Werte dieser Impedanzen hängen von einer Anzahl von Einflüssen ab, insbesondere vom Stromweg, der Berührungsspannung, der Dauer des Stromflusses, der Frequenz, dem Grad der Feuchte der Haut, der Größe der Berührungsfläche, dem ausgeübten Druck und der Temperatur.


Die in dieser Vornorm angegebenen Impedanzwerte ergeben sich aus einer gründlichen Überprüfung der verfügbaren experimentellen Ergebnisse von Messungen an Leichen und an einigen Personen.
Quelle: Gemeinnützige Privatstiftung Elektroschutz (ESF-Vienna) *


Diese Vornorm gilt für die Grenzen des Herzkammerflimmerns, das der Hauptgrund für den Tod durch elektrischen Strom ist. Zusammen mit der Analyse der Ergebnisse letzter Forschungsarbeiten über die Physiologie des Herzens und die Schwelle des Herzkammerflimmerns war es möglich, die Einflüsse der hauptsächlichen physikalischen Parameter und besonders die der Durchströmungsdauer besser zu beurteilen.

Zuständig ist das UK 221.1 „Schutz gegen elektrischen Schlag“ der DKE.

Die Vornorm DIN IEC/TS 60479-1 (VDE V 0140-479-1):2007-05 kann beim VDE VERLAG bezogen werden.

Bereits in den 1980er Jahren hat Prof. G. Biegelmeier/Wien mit Selbstversuchen dazu beigetragen, anerkannte Erkenntnisse für die elektropathologischen Zusammenhänge der Wirkungen des elektrischen Stroms auf den Menschen zu gewinnen; siehe auch die technisch-wissenschaftlichen Veröffentlichungen der ESF-Vienna, Wien.

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Dirk Barthel

Vom Schaltzeichen zum Informationsmanagement

DIN-VDE-Taschenbuch 530 zur Darstellung von Informationen in der technischen Dokumentation

14.02.2006

DIN-VDE-Taschenbuch 530 zur Darstellung von Informationen in der technischen Dokumentation

14.02.2006

Die Umsetzung von Ideen in Produkte und Systeme erfordert je nach Komplexität der Aufgabe mehr oder minder umfangreiche Angaben (Informationen). Diese Informationen müssen von der ersten Idee an über Entwicklung, Fertigung, Vertrieb, Inbetriebnahme, Wartung bis hin zur Instandhaltung und ggf. Entsorgung zweckbezogen übermittelt werden. Damit ein Produkt kostengünstig hergestellt und wirtschaftlich eingesetzt werden kann, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Die im Laufe des Entstehungsprozesses bzw. sogar die über den gesamten Lebenszyklusses des Produkts anfallenden produktrelevanten Informationen müssen eine durchgängige Informationskette bilden, die:

  • nicht abreißen darf,
  • lückenlos sein muss,
  • die Forderung nach Klarheit und Einheitlichkeit in Darstellung und Informationsinhalt erfüllt,
  • von allen Beteiligten verstanden und korrekt ausgewertet werden kann.

Zur Vereinfachung der entsprechenden Kommunikation wird eine festgelegte Verständigungsgrundlage benötigt, die als Schnittstelle zwischen den beteiligten Partnern in den einzelnen Phasen des Lebenszyklusses des Produkts fungiert. Für den Bereich der Elektrotechnik sind Festlegungen zu dieser Kommunikationsschnittstelle enthalten in Internationalen Standards

  • über graphische Symbole für Schaltpläne (IEC 60617)
  • die das Layout von Dokumenten der Elektrotechnik betreffen (IEC 61082)
  • die die Kennzeichnungsnotwendigkeiten und somit die Beziehungen zwischen den Objekten in der Realität und ihrer Darstellung in Plänen betreffen (IEC 61346).

Diese Internationalen Standards berücksichtigen Anforderungen der elektronischen Datenverarbeitung, sind aber primär darauf ausgerichtet, die sachbezogene Kommunikation zwischen Menschen zu erleichtern bzw. zu ermöglichen. Diese Festlegungen können somit als eine Mensch-Mensch-Schnittstelle bezeichnet werden und sind die Voraussetzung für eine effektive Teamarbeit.

Die Integration der Ergebnisse unterschiedlicher Team-Partner erfordert insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Editierbarkeit effiziente Arbeitsmittel und einheitliches Layout. Im DIN-VDE-Taschenbuch 530 aus der DKE-Auswahlreihe sind unter diesem Gesichtspunkt die Festlegungen zusammengestellt, die das Thema Dokumentationsregeln betreffen. Das Taschenbuch gibt eine Übersicht der derzeit gültigen Normen zur Darstellung von Informationen in Dokumenten und besondere Regeln für in der Elektrotechnik angewandte Schaltpläne, Zeichnungen, Tabellen und Anleitungen wieder. Auch wenn in diesem Taschenbuch primär die Elektrotechnik angesprochen wird, sind die wiedergegebenen Darstellungsregeln nicht allein auf die Elektrotechnik beschränkt und finden in weiteren technischen Bereichen Anwendung.
Das Taschenbuch kann vom Beuth Verlag sowie vom VDE VERLAG bezogen werden.

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Ingrid Blank

E-Business und die Festlegung von Datenelementtypen

Ausarbeitung des DKE-Arbeitsgremiums 113

31.01.2001

Ausarbeitung des DKE-Arbeitsgremiums 113

31.01.2001

E-Business

E-Business ist für die Unternehmen lebenswichtig, um Wettbewerbsvorteile bei Kosten, Qualität und Zeit zu erhalten oder zu verbessern. Mit höherer Effizienz wird ein enges und durchgängiges Netz mit einer Vielzahl von Kunden und Lieferanten geknüpft. Geschäftsprozesse werden auf internet-basierte Prozesse umgestellt und ausgeweitet. Eine Reihe von Großunternehmen hat wiederholt in der Öffentlichkeit bekannt gegeben, dass sie das E-Business konsequent zur Nutzung bringen werden und sie dabei sind, es in allen Geschäftsprozessen umzusetzen.

E-Business betrifft nicht nur das Geschäft mit Konsumenten, sondern im weit größeren Maße das Geschäft zwischen Unternehmen und die internen Geschäftsmodelle, die miteinander durchgängig zu machen sind. Es kommt zur Anwendung beim Geschäft mit einzelnen Produkten bis hin zum System- und Turnkeygeschäft. E-Business greift in die Phasen des Produktlebenszyklus voll ein wie mit: Procurement Networks (Beschaffungsnetzwerke), Supply Chain Management (Management von Versorgungsketten), Seller extranets, Malls (Händler-Extranets), Project hubs (Projektzentren), Simultaneous engineering oder Online customer care (Online-Kundenbetreuung).
Es werden Kostenreduzierungen bei Bestellabwicklung, Material, Dokumenten Review-Zeiten, Herstellzeiten usw. von 20 bis 80 % erwartet.

E-Business und Datenelementtypen

Datenelementtypen sind Informationseinheiten, deren Identifikation, Beschreibung und Wertedarstellung festgelegt sind. Um das Geschäft zwischen Unternehmen und die eigenen Geschäftsprozesse auf E-Business umzustellen und zu betreiben, sind unabdingbar erforderlich: genormte Schnittstellen/Austauschformate, Beschreibungssprachen, Referenzmodelle sowie eine Methodik zur Beschreibung der den Produkten zugehörigen Datenelementtypen als auch die Festlegung der Datenelementtypen selbst. Die Normung ist aufgerufen, zusammen mit den betroffen Industriekreisen tatkräftig daran mitzuwirken.

Festlegung von Datenelementtypen

Die Arbeitsgremien IEC TC 3 - Documentation and graphical symbols - auf internationaler Ebene und DKE/K 113 - Generierung, Repräsentation und Austausch von Produktdaten und Dokumentationen - auf nationaler Ebene haben u.a. mit der Normenreihe IEC 61360 die Methodik für die Festlegung von Datenelementtypen und die Prozeduren zur Verwaltung und Aufnahme neuer Datenelementtypen geschaffen, veröffentlicht und in diversen Seminaren bekannt gemacht.

Für das E-Business ist es jetzt erforderlich, dass die in den Produktgremien der nationalen, regionalen und internationalen Normung vertretenen Hersteller und Konsortien verstärkt tätig werden: Die Datenelementtypen, die in deren Normen bereits enthalten sind bzw. neue benötigte Datenelementtypen müssen identifiziert, nach der Methodik der Normenreihe DIN EN 61360 beschrieben und bei der Validation/Maintenance-Agency der IEC zur Registrierung und Aufnahme in das Repository eingereicht werden.

Die im DKE/K 113 mitwirkenden Industrievertreter rufen dazu auf, mit der Festlegung von Datenelementtypen fortzufahren bzw. gegebenenfalls unverzüglich zu beginnen, damit die Ergebnisse in den E-Business-basierten Geschäftsprozessen und den Produkten für E-Business-Lösungen zur Anwendung kommen. Andernfalls werden konkurrierende firmenspezifische Lösungen diese Aufgabe der Normung übernehmen, die letztendlich für die Anwendung die teurere Alternative darstellen.

Das DKE/K 113 unterstützt die Anwender zu Fragen der Methodik bei der Festlegung von Datenelementtypen und zum Verfahren der Einreichung Ihrer Datenelementtypen bei der IEC.

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Ingrid Blank

Dokumentation über die gesamte Lebensdauer eines Produkts, eines Systems oder einer Anlage

Statements/Argumentationshilfen für eine durchgängige Dokumentation

25.01.2001

Statements/Argumentationshilfen für eine durchgängige Dokumentation

25.01.2001

Internationale Normen über technische Dokumentation

Die in der IEC erarbeiteten Normen über technische Dokumentation orientieren sich an den im Folgenden genannten Entwicklungen:

  • Dokumentation ist Bestandteil eines Produkts, eines Systems oder einer Anlage
    Der Einzelne und die Gesellschaft sind in zunehmendem Maße von komplexen Systemen abhängig. Der Bedarf an Systemen und Anlagen, die sicher und einfach zu betreiben und zu bedienen sind, nimmt zu.
  • Dokumente und Informationen aus verschiedenen Quellen müssen zusammengeführt werden
    Unternehmen konzentrieren sich auf ihr Kerngeschäft und kaufen Produkte und Subsysteme von ihren Zulieferern. Die vollständige Dokumentation besteht folglich aus mehreren kleineren Einheiten, die ausgetauscht und als Gesamtheit betrachtet werden.
  • Multidisziplinäre Umgebung
    Komplexe Systeme beinhalten häufig unterschiedliche Technologien: eine davon ist die Elektrotechnik. Dies erfordert technologieübergreifend koordinierte Verfahren und Regeln. Normung ist daher in enger Zusammenarbeit mit ähnlichen Normungsgremien anderer Bereiche zu betreiben.
  • Dokumentation erstreckt sich über den gesamte Lebenszyklus eines Produkts, eines Systems oder einer Anlage
    Dokumente verknüpfen die einzelnen Abschnitte des Lebenszyklus. Normung richtet den Blick auf die Anforderungen für das Engineering und die Herstellung sowie auf frühere und spätere Abschnitte des Lebenszyklus.
  • Informationstechnik verändert Produkte, Systeme und Anlagen
    Die Anwendung der Informationstechnik in Anlagen und Einrichtungen fördert die weitere Standardisierung der Verbindungen von Bauteilen, und die herkömmliche Dokumentation von Schaltungen wird erwartungsgemäß an Bedeutung verlieren. Dokumentation auf höherem konzeptionellen Niveau (nicht notwendigerweise auf Elektrotechnik beschränkt) wird jedoch an Bedeutung gewinnen. Elektronische Dokumentation wird in hohem Maße entweder in das Produkt integriert oder über Computernetze zur Verfügung gestellt.
  • Informationstechnik verändert den Engineering- und Dokumentationsprozess Vom rechnerunterstützten Zeichen und der Darstellung des optischen Bildes eines Dokuments hat eine Entwicklung zu äußerst komplexen Datenmodellierungssystemen mit der Speicherung gewonnener Daten in Datenbanken stattgefunden. Ein Dokument wird zu einer Darstellung solcher gespeicherten Daten, welches mittels vordefinierter elektronisch gespeicherter Dokumentenvorlagen generiert wird.

IEC TC 3

Ursprünglich betraut mit der Zuständigkeit für die Normung der Symbole in der IEC, ist TC 3 (Dokumentation und graphische Symbole) nun auch um die Erfüllung der Marktanforderungen bestrebt, die sich aus dem gegenwärtigen Trend ergeben.

Die Arbeit wird im TC 3 - das auch für die neu geschaffene Symboldatenbank und für Schaltzeichen zuständig ist - koordiniert und den drei Unterkomitees zugeordnet.

SC 3B, mit dem Arbeitsgebiet Dokumentation, erstellt Regeln für die Ausführung von Dokumentation, Schaltplänen, Referenzkennzeichnungen sowie die Darstellung von Information unter Berücksichtigung der Anforderungen des elektronischen Datenaustauschs. SC 3C ist zuständig für die Bearbeitung graphischer Symbole auf Betriebsmitteln. SC 3D erarbeitet Datensätze für Bibliotheken, damit Information in computerlesbarer Form verarbeitet werden kann. TC 3 arbeitet auf diesem Gebiet aktiv mit anderen Normungsgremien, insbesondere ISO, zusammen.

Die wichtigsten Publikationen

Anwender können auf die Symboldatenbank zugreifen, deren Inhalt aus den Normen IEC 60617 und 60417 zusammengestellt ist, und Publikationen konsultieren, die einen großen Themenbereich in der technischen Dokumentation abdecken.

  • IEC 60617 enthält mehr als 1200 international anerkannte Symbole für Schaltpläne.
  • IEC 60417 enthält mehr als 650 international anerkannte graphische Symbole für Betriebsmittel sowie zugehörige Übersichten.
  • IEC 61082 enthält Regeln für die Erstellung der am weitesten verbreiteten Dokumente, während IEC 60848 die Sprache GRAFCET für sequentielle Funktionspläne beschreibt.
  • IEC 61346 ist eine grundlegende Norm mit Regeln für die Strukturierung technischer Information und entsprechender Kennzeichnungen. Darauf beruhen unter anderem die Publikationen IEC 61175 und IEC 61666.
  • IEC 61355 legt die Dokumentenarten fest, die für die Klassifikation und Kennzeichnung von Dokumenten für Anlagen, Systeme und Einrichtungen anzuwenden sind.

Eine Reihe von Normen dienen mehr der Erstellung und Bearbeitung der Dokumentation im Hinblick auf die Computerlesbarkeit von Daten. Dazu gehören:

  • IEC 61360 enthält eindeutige Definitionen und Identifikationen zu Angaben über Bauteile
  • IEC 61286 enthält einen speziell für Dokumente in der Elektrotechnik entwickelten Zeichensatz.
  • IEC 81714 enthält (neben grundlegenden Gestaltungsregeln für graphische Symbole) Angaben über die Verknüpfung technischer Daten mit graphischen Symbolen in CAD-Systemen.

Aktuelle Arbeiten

TC 3 überarbeitet und aktualisiert regelmäßig vorhandene Normen. Zur Zeit sind dies die Publikationen IEC 60617, IEC 60417, IEC 61360 und IEC 61082.

Um den Anforderungen der Industrie nach rascher Aktualisierung und einfachem elektronischen Zugang zu Normen gerecht zu werden, werden derzeit Verfahren zur Erstellung einer Online-Datenbank für Symbole entwickelt. Dies ermöglicht, dass die Normungsarbeit und die Veröffentlichung von Normen "Stück für Stück" über das Internet erfolgen kann.

Neue Themen, die derzeit in der Diskussion sind: Regeln für die Erstellung von Dokumenten wie Benutzerinformation und Teilelisten; Klassifizierung und Codierung von Objekten, Anwendungsrichtlinien für Referenzkennzeichnungssysteme, Klassifizierung und Codierung der Formen elektronischer Bauteile zur Bestückung von Flachbaugruppen.

Im Rahmen einer Gemeinsamen Arbeitsgruppe nimmt IEC TC3 ebenfalls aktiv an der Entwicklung genormter Informationsmodelle für elektrotechnische Systeme und Betriebsmittel in ISO 10303 (STEP) teil: Anwendungsprotokoll AP 210 und AP 212.

Zukünftige Arbeiten

Zu den Projekten, die in Beratung sind, gehören: Metadaten für das Dokumenten-Management; integrierte Software- und Hardware-Dokumentation; Fortsetzung der Arbeit an Definitionen für Datenelementtypen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Komitees.

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Ingrid Blank

Internationale Schaltzeichendatenbank

Dienstleistung für die Produktnormung

03.03.2000

Dienstleistung für die Produktnormung

03.03.2000

Produkte, Anlagen und Systeme werden im Zuge der technischen Entwicklung immer komplexer. Gleichzeitig wird von diesen Systemen gefordert, dass sie sicher und einfach zu bedienen sind. Dieses kann nur erfüllt werden, wenn eine geeignete Dokumentation zur Verfügung steht und diese Bestandteil des Produkts oder Systems ist.

Die zunehmende Ausrichtung vieler Unternehmen auf ihre Kerngeschäfte führt zu Outsourcing-Prozessen, sodass vermehrt auf Produkte oder Zulieferteile anderer Hersteller zurückgegriffen wird. Die Dokumente und Produktinformationen stammen daher oft aus verschiedenen Quellen und müssen zu einer Gesamtdokumentation zusammengefügt werden. Einheitlich strukturierte Informationen und genormte Darstellungsregeln sind nicht nur für die Elektrotechnik, sondern für alle Technologien und für den gesamten Lebenszyklus des Produkts, der Anlage oder des Systems erforderlich.

Grundlegende Elemente einer Dokumentation sind graphische Symbole für Schaltpläne (Schaltzeichen), die sprachunabhängig die Funktionalität der einzelnen Betriebsmittel des Produkts darstellen und über ihre gegenseitigen Verbindungen die Wirkungsweise des Produkts beschreiben. International genormte Schaltzeichen tragen einerseits zu effektiven Erstellung von Dokumentationen für Produkte und Anlagen bei, andererseits verbessern sie aufgrund ihrer Unabhängigkeit von den Landessprachen das Verständnis der Dokumentation. Somit unterstützen sie die Erfolgsaussichten des Produkts sowohl im regionalen als auch im globalen Markt.

Besondere Anforderungen an die Normungsarbeit

Die Anforderungen der Produktkomitees zur Normung graphischer Symbole werden vom IEC TC 3 schnellstmöglich umgesetzt. Zudem muss die Normung graphischer Symbole spätestens dann abgeschlossen sein, wenn die Produktnorm mit den Funktionalitäten, die die Symbole darstellen, veröffentlicht wird. Diese bedarfsorientierten Anforderungen führen zu besonderen Verfahren in der Arbeitsweise des IEC TC 3.

Die Normung graphischer Symbole wird nicht nur über New Work Item Proposal initiiert, sondern entsprechend den ISO/IEC-Directives, Part II, Annex F auch von den technischen Komitees oder Unterkomitees der IEC, die einen Bedarf an graphischen Symbolen haben. Das hat zur Folge, dass im IEC TC 3-Arbeitsprogramm Projekte aus zahlreichen und unterschiedlichen Fachbereichen hinzukommen,

  • die nicht der strategischen Planung des IEC TC 3 unterliegen,
  • bei denen der Startpunkt der Arbeiten außerhalb des TC 3-Einflusses liegt und
  • die Erwartung vorhanden ist, dass die Normung der graphischen Symbole abgeschlossen ist, bevor die Publikation des Fachkomitees veröffentlicht wird, für die die graphischen Symbole benötigt werden.

Zur Erfüllung der an das IEC TC 3 gestellten Erwartungen ist

  • eine Arbeitsweise erforderlich, die den vorliegenden Rahmenbedingungen entspricht und
  • eine möglichst kurze Veröffentlichungsfrequenz der Normungsergebnisse des IEC TC 3 notwendig.

Für die IEC TC 3-interne Arbeitsweise wurden daher Verfahren beschlossen, die die normative Bearbeitung der Symbole drastisch verkürzen. Die Verfahren beruhen auf der Nutzung elektronischer Kommunikationsmedien in Verbindung mit einem sogenannten "Validation Team". Das Validation Team ist eine spezielle, für die Bearbeitung graphischer Symbole eingerichtete permanente Gruppe von Experten, die von ihren nationalen Komitees benannt sind und die abgegebenen Vorschläge mittels elektronischer Medien in einem vorgegebenen Zeitrahmen (8 Wochen) prüfen. Ergebnis der Prüfung ist die Entscheidung, ob alle in den ISO/IEC-Direktiven festgelegten Bearbeitungsstufen (CD, CDV, FDIS) durchlaufen werden müssen (z. B. bei Dokumentationssachverhalten, die bisher noch nicht normativ erfasst sind) oder eine verkürzte Prozedur Anwendung findet (z. B. bei Dokumentationssachverhalten, die durch Kombination bereits genormter Symbole oder durch Symbole, die den genormten Dokumentationsregeln entsprechen, abgedeckt sind). Die Bearbeitungszeiten bei der verkürzten Prozedur sind ca. 20 Wochen gegenüber den sonst notwendigen 56 bis 74 Wochen. Diese TC 3-interne Verfahrensweise wurde vom Committee of Action der IEC für einen Versuchszeitraum von 2 Jahren genehmigt.

Relationale Datenbank im Aufbau

Die Anwender der Normen über graphische Symbole lassen sich nicht auf einen technischen Fachbereich oder eine spezielle Anwendergruppe beschränken. Anwender der Normen über graphische Symbole sind vom Konstrukteur bis zum Servicetechniker im Prinzip alle Personen, die innerhalb des Lebenszyklus eines elektrischen Produkts mit diesem in Berührung kommen. Dieses breite Anwenderspektrum fordert einerseits, dass normative Festlegungen zu graphischen Symbolen für einen langen Zeitraum möglichst unverändert bleiben, andererseits sind die hohen Innovationszyklen in bestimmten Techniksegmenten zu berücksichtigen.

Eine zukunftssichere Lösung, die die genannten prozeduralen Anforderungen ebenso wie die Anwendererwartungen gleichermaßen erfüllt, kann durch die Nutzung einer relationalen Datenbank realisiert werden. Der Zugriff auf die Datenbank ist kundenorientiert als Remote-Access-Lösung bereit zu stellen (z.B. über einen weltweiten Internet-Zugang).

Vorteile einer solchen Lösung sind :

  • Ergänzungen des Datenbestands sind unabhängig von thematischen Gesichtspunkten oder Sortierkriterien jederzeit möglich.
  • Unter der Voraussetzung, dass der Inhalt der Datenbank als normativ erklärt wird, ist eine kontinuierlich Ergänzung der Norm unabhängig von verlagstechnischen Vorgaben möglich.
  • Jeder fachbereichsbezogene Auszug aus der Datenbank stellt eine Auswahlnorm oder zumindest ein korrektes Zitat aus der Norm dar.
  • Verabschiedete Ergänzungen sind sofort für jedermann frei zugänglich.
  • In der Datenbank kann themenbezogen eine Verbindung zu Beispielen oder Expertenwissen hinterlegt werden, das in Fachberichten oder anderen nicht normativen Veröffentlichungen zugänglich ist.

Relationen zu weiteren Datenbanken mit normativem Inhalt, z. B. Datenelemente sind möglich, so dass die Voraussetzungen für eine rechnerunterstützte Auswertbarkeit elektronisch übertragener Dokumente gegeben ist.
Die in der Datenbank enthaltenen normativen Informationselemente können seitens der Anwender über hausinterne einzurichtende Relationen mit nicht normativen Informationen oder weiteren Sprachfassungen ergänzt werden.

Last but not least bietet eine im Internet zugängliche relationale Datenbank über graphische Symbole an jedem Ort der Welt eine Recherchemöglichkeit in allen Informationselementen. Gerade diese Möglichkeit verspricht die Akzeptanz der Norm über graphische Symbole auf eine breitere Basis zu stellen und ein wichtiges Hilfsmittel für alle Anwenderkreise zu sein.

Eine derartige Datenbank befindet sich ausgehend von deutscher Initiative bei der IEC im Aufbau. Der Inhalt der Publikationen IEC 60617 Teil 2 bis Teil 11, d. h. Graphik und zugehörige Informationen wie z. B. Name, Synonyme, Verweis auf Anwendungsregeln, Beispiele für Betriebsmittel, durch die die Funktion realisiert wird, ist entsprechend der Datenbankstruktur in die Datenbank übertragen worden. Zur Zeit findet eine Validierung der eingegebenen Daten statt. Ziel der Validierung ist, dass die mit der Dateneingabe verbundene Strukturierung der in der IEC 60617 enthaltenen Informationen richtig in die Datenbank übertragen worden ist und dadurch keine Informationen verloren gegangen oder Modifikationen vorgenommen worden sind. Nach dem Validierungsprozeß, der in der ersten Hälfte des Jahres 2000 abgeschlossen sein wird, ist sichergestellt, dass der Datenbankinhalt mit dem Inhalt der Norm identisch ist.

Zur Veranschaulichung der im Artikel gemachten Aussagen können Bilder in einer pdf-Datei heruntergeladen werden.

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