Tunesische Delegation zu Gast in Frankfurt bei VDE|DKE

Tunesische Delegation zu Gast in Frankfurt bei VDE|DKE

| Physikalisch-Technische Bundesanstalt
07.08.2019 Kurzinformation

Tunesische Delegation zeigt großes Interesse an Normen und Prüfungen bei Photovoltaikanlagen

Vom 23. bis 29. Juni 2019 war die tunesische Delegation zu Gast in Deutschland. Ziel war es, mehr über den Photovoltaik-Sektor zu erfahren. VDE|DKE hat seine Kernkomptenz genutzt und über Normen und Standards bei PV-Modulen sowie Prüfungen von PV-Wechselrichtern informiert.

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Nadine Petermann

Wie ist der Photovoltaik-Sektor in Deutschland organisiert? Welche Maßnahmen werden verfolgt, um die Qualität und Nachhaltigkeit von PV-Anlagen zu garantieren? Diese und viele weitere Fragen standen im Fokus einer einwöchigen Studienreise der tunesischen Delegation, die vom 23. bis 29. Juni 2019 zwischen Braunschweig, Berlin und Frankfurt stattgefunden hat.

Teilnehmer der Delegation waren Vertreter und Vertreterinnen der unterschiedlichsten Institutionen Tunesiens, die für den Aufbau und die Entwicklung einer leistungsfähigen Qualitätsinfrastruktur im tunesischen PV-Sektor von existentieller Bedeutung sind. Zu den an der Delegation beteiligten Institutionen gehören

  • die Energieagentur ANME,
  • die Strom- und Gasgesellschaft STEG,
  • das Industrie- und Energieministerium MIPME,
  • das Handelsministerium,
  • der Verbraucherschutz ODC,
  • das Institut für Normung und Zertifizierung INNORPI,
  • der Industrieverband für Photovoltaik CSPV und
  • das PV-Prüflabor CETIME.

Kleine Solarzellenplatten im Garten
meboonstudio / stock.adobe.com

Mini-PV-Anlagen: Normung für steckerfertige Erzeugungsanlagen

Eigentlich sind sie eine gute Sache: Steckerfertige Photovoltaik (PV)-Anlagen, auch bekannt unter den Begriffen „Balkon-PV“ oder „Mini-PV“.

Diese für den Hausgebrauch konzipierten PV-Anlagen ermöglichen auch Mietern, Strom aus Solarenergie in das Hausnetz einzuspeisen und den selbst erzeugten Strom direkt zu nutzen. Warum schmücken sie dann aber nicht Deutschlands Balkone?

Mehr über Mini-PV-Anlagen erfahren

Ziel der Studienreise war es, den Teilnehmern und Teilnehmerinnen der tunesischen Delegation aufzuzeigen, wie die verschiedenen Institutionen der QI in Deutschland im PV-Sektor positioniert sind: Welche Verantwortung haben sie und wie interagieren sie? Welche Aufgaben nehmen sie wahr? Und welche Bedarfe an die Qualitätsinfrastruktur für Photovoltaik bestehen, um die Qualität von PV-Anlagen sicherzustellen und das Vertrauen der Endnutzer in die Technologie zu stärken?

All diese Faktoren können zu einer nachhaltigen Entwicklung von Photovoltaik in Tunesien beitragen. Die Studienreise wurde in enger Zusammenarbeit der beiden Projekte „Stärkung der Qualitätsinfrastruktur für Photovoltaik“ der PTB und „Stärkung des Solarmarktes“ der GiZ – im Auftrag des BMZ – organisiert.

Nach ihrem Besuch in Braunschweig und Berlin stand Frankfurt am Main auf dem Plan. Während Alexander Nollau von der DKE über die wichtigsten Normen und Standards für PV-Anlagen referierte, klärte Holger Kühlmeyer von VDE Renewables über alle wichtigen Details bei der Prüfung von PV-Wechselrichtern auf.

Aufbauend auf der Erfahrung dieser Reise, soll nun eine ad-hoc-Gruppe gegründet werden. Ziel der ad-hoc-Gruppe sind Diskussionen darüber, wie die Einführung stichprobenartiger Prüfungen von Photovoltaik-Modulen in Tunesien aussehen kann.


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