Flugzeug auf Landebahn bei Sonnenaufgang
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12.11.2019 Kurzinformation

Kosmische Strahlung beim Fliegen

Flugzeugbesatzungen und -passagiere sind erhöhter kosmischer Strahlung solaren oder galaktischen Ursprungs ausgesetzt. Dazu kommt die Sekundärstrahlung, die in der Atmosphäre, in der Struktur des Flugzeugs und seinen Inhalten erzeugt wird.

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Georg Vogel
Zuständiges Gremium
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Dosimetrie für die Belastung durch kosmische Strahlung in Zivilluftfahrzeugen

Nach Empfehlungen der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) hat die Europäische Union (EU) eine überarbeitete Richtlinie ihrer grundlegenden Sicherheitsnormen eingeführt, die eine Exposition der Flugzeugbesatzungen durch natürliche Quellen ionisierender Strahlung, einschließlich der kosmischen Strahlung, als berufliche Strahlenexposition beinhaltet. Die Richtlinie fordert, dass die Strahlenexposition der Besatzungen von Flugzeugen zu berücksichtigen ist, falls diese zu mehr als 1 mSv pro Jahr führt.

Diese EU-Richtlinie wurde ins Deutsche Strahlenschutzgesetz übernommen.

Als praktische Anleitung für die Durchführung der entsprechenden Messungen und Bewertungen werden die Normen der Reihe ISO 20785 erstellt und als Europäische Normen übernommen. Die Reihe DIN EN ISO 20785 wird unter dem Haupttitel „Dosimetrie für die Belastung durch kosmische Strahlung in Zivilluftfahrzeugen“ aus den folgenden Normen bestehen:

  • DIN EN ISO 20785-1, Konzeptionelle Grundlagen für Messungen
  • DIN EN ISO 20785-2, Charakterisierung des Ansprechvermögens von Messinstrumenten
  • DIN EN ISO 20785-3, Messungen auf Flughöhen
  • DIN EN ISO 20785-4, Überprüfung der Codes

Die nationale Zuständigkeit für diese Strahlenschutz-Normen, wie auch die deutsche Interessenvertretung und Mitarbeit in der international zuständigen Arbeitsgruppe WG 21 „Dosimetry for exposures to cosmic radiation in civilian aircraft“ des ISO/TC 85/SC 2 „Radiological protection“, wurde nun durch das Komitee GK 852 „Strahlenschutzdosimeter“ der DKE übernommen.

Auskunft über die Aufgabenverteilung bezüglich der deutschen Vertretung und Mitarbeit in allen Arbeitsgruppen des IEC/TC 45 „Nuclear instrumentation“ und ISO/TC 85 „Nuclear energy, nuclear technologies, and radiological protection“ sowie deren Unterkomitees gibt die hier beigefügte Tabelle.

Redaktioneller Hinweis:

Die im Text aufgeführten Normen können Sie beim Beuth VERLAG erwerben.

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