Workshop mit KEPCO

Workshop mit deutschen und koreanischen Experten im VDE-Haus

| Foto: Athina Savvidis
03.12.2019 Kurzinformation

Kooperationsaktivitäten zwischen KEPCO und DKE

Seit Dezember 2018 haben koreanische Delegationen des staatlichen Energieversorgers KEPCO bereits drei Mal die DKE und den FNN für Workshops zum Thema Smart Metering besucht. 

Kontakt

Nadine Petermann

Hintergrund der Workshopreihe, die im Dezember 2018 startete und im Juli 2019 ihre erste Fortsetzung fand, ist eine im November 2018 unterzeichnete Absichtserklärung zwischen VDE und KEPCO zur verstärkten Zusammenarbeit in zukunftsorientierten Technologien sowie ein besserer Austausch in den Bereichen Wissenschaft, Standardisierung und Anwendung.

Die südkoreanische Regierung hat KEPCO beauftragt, ein Smart Metering System aufzubauen. Hintergrund ist unter anderem, dass auch in Korea das intelligente Messsystem und vor allem die darüber mögliche, sichere Steuerung von Last und Erzeugung im Verteilnetz als Baustein für die Integration erneuerbarer Energien gesehen wird. Dies ist für das südkoreanische Netz von besonderer Bedeutung, da Korea durch seine Lage nicht mit anderen Ländern verbunden ist. Ein großflächiger Ausgleich von Last und Erzeugung – wie in Europa – ist daher nicht möglich.

Die Ausdehnung der Kooperation auf die Planung, den Betrieb und die Steuerung von verteilten Netzsystemen sowie auf Energieplattformen wie Energie und digitale Transformation, Smart City und Total Metering wird außerdem angestrebt. Im Fokus stehen hierbei die Kooperation in Wissenschaft und Forschung im Technologiesektor, der regelmäßige Austausch von Experten beider Vertragsparteien bei Veranstaltungen und die gegenseitige Weiterbildung.

Die behandelten Themen beinhalten

  • das regulatorische Umfeld auf europäischer und internationaler Ebene,
  • die Energieinfrastruktur in Deutschland und seine Entwicklung
  • Kommunikation und Sicherheit der Systeme.
Treffen mit KEPCO-Experten

Gruppenbild mit den Teilnehmern des Workshops

| Foto: Athina Savvidis

Die wichtigsten Lektionen aus den Treffen waren der Austausch über Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Energieinfrastrukturen in beiden Ländern und über die (Un)Sicherheit und Abhängigkeit der global vernetzten Systeme, die eine verstärkte Kooperation erforderlich machen, um sie sicher und zukunftsfest gestalten zu können.

Für das kommende Jahr wird nun ein Plan für künftige Treffen und Weiterbildungen erstellt.

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Die deutsche Normungsroadmap E-Energy / Smart Grids 2.0

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Status, Trends und Perspektiven der Smart Grid-Normung

Die deutsche Normungsroadmap E-Energy / Smart Grids 2.0 übernimmt nicht nur eine Pionierrolle auf dem Gebiet E-Energy / Smart Grid – vielmehr wurde eine neue Herangehensweise an die Normung an sich etabliert, die den vielfältigen Herausforderungen in komplexen Systemen gewachsen ist.

Wesentlich ist hierbei die Integration von unterschiedlichsten Teilgebieten und Fachkreisen. Dies wird über die Ausrichtung der Aktivitäten auf die gewünschten oder geforderten Dienste erreicht, die das komplexe System Smart Grid anbieten soll.

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Mit der zweiten Version der deutschen Normungsroadmap „E-Energy / Smart Grid“ wurde ein wesentlicher Meilenstein auf dem Weg zum Smart Grid gesetzt.

Zur Normungsroadmap E-Energy / Smart Grids 2.0