Roboter- und menschliche Hand
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25.04.2019 Veranstaltungsrückblick 363 0

Ethikaspekte berücksichtigen

Normung und Standardisierung für Künstliche Intelligenz

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Johannes Koch
Logo Bundesministerium für Wirtschaft und Energie

Wie werden Ethikaspekte beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz in autonomen Maschinen berücksichtigt? – Wie beim Einsatz in autonomen Fahrzeugen? Diese Fragen wurden am 3. April von 50 Teilnehmern bei der Auftaktveranstaltung des Projekts "Ethikaspekte in der Normung und Standardisierung für Künstliche Intelligenz in autonomen Maschinen und Fahrzeugen" diskutiert. Das Projekt wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert und von DIN und VDE|DKE geleitet. Ziel ist es, gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Industrie, Forschung und Politik eine Normungs-Roadmap zu erstellen, die beschreibt, wie technische Normen und Standards die Einhaltung ethischer Werte unterstützen können.

Bei der Auftaktveranstaltung standen vor allem mögliche Handlungsfelder im Mittelpunkt, die in einem World Café am Nachmittag herausgearbeitet wurden und im weiteren Verlauf als Themen in die Roadmap aufgenommen werden sollen. Dazu gehören beispielsweise der Einsatz von KI in lebensfeindlichen Umgebungen sowie den Bereichen Healthcare und Assisted Living. Es zeigte sich, dass vor allem Datenschutz, mögliche Diskriminierung aufgrund einer unsauberen Datenbasis, demokratische Legitimation sowie mögliche Zweckentfremdung der Technologie für viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer zentrale Themen bei der Betrachtung von Ethikaspekten beim Einsatz von KI sind.

Zunächst begrüßte Dr. Thomas Zielke, Referatsleiter für Normungs- und Patentpolitik im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie, die Teilnehmer. Normung der KI, die Ethikaspekte berücksichtige, sei ein zentrales Anliegen der Bundesregierung. Nur ein abgestimmtes Vorgehen in Wirtschaft und Gesellschaft erlaube es letztlich, industrielle Interessen und die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland auf internationaler Ebene behaupten zu können. Markus Reigl, Director Technical Regulation & Standardisation bei der Siemens AG sowie Dr. Christian Müller vom Deutschen Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz leiteten dann durch Impulsvorträge ins Thema ein. Herr Reigl grenzte die Begriffe Ethik und Moral voneinander ab und betonte, dass Maschinen mit den moralischen Vorstellungen des Menschen ausgestattet werden müssen. Dr. Müller sprach über die gesellschaftliche Erwartungshaltung an KI und stellte das Wertesystem Europas als besonderes Merkmal im weltweiten Vergleich heraus.

Die Erarbeitung der Normungs-Roadmap wird auf der Plattform DIN.ONE stattfinden, auf der sich Interessierte kostenfrei anmelden können. DIN.ONE ist eine Plattform für den gemeinsamen Austausch. Hier können sich Experten in Communities zu unterschiedlichen Themen vernetzen und Inhalte erarbeiten. In einem nächsten Schritt werden die Ergebnisse der Auftaktveranstaltung dort verfügbar sein.

Nicht zuletzt die Veranstaltung hat gezeigt, dass die Betrachtung ethischer Aspekte in der KI mit der technischen Entwicklung immer wichtiger wird. Das Projekt "Ethikaspekte in der Normung und Standardisierung für Künstliche Intelligenz in autonomen Maschinen und Fahrzeugen" wird auch im Rahmen der Strategie Künstliche Intelligenz der Bundesregierung unterstützt. Normung und Standardisierung sind dort als eines der zwölf Handlungsfelder beschrieben und werden als wesentlicher Baustein für dieses bedeutende Zukunftsthema verstanden.

Bei Interesse an der Mitarbeit an der Normungs-Roadmap können sich Interessierte bei Johannes Koch von VDE|DKE melden.

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21.01.2019

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