Einladung zur AAL-Konferenz

Einladung zur AAL-Konferenz

| VDE
24.06.2019 Veranstaltungsrückblick

AAL bietet Lösungen für eine alternde Gesellschaft in Europa

„The momentum for AAL is growing“ – mit diesen Worten fasste Johannes Koch von VDE DKE die AAL-Konferenz zusammen. Zuvor diskutierten über 60 europäische und internationale Experten in Frankfurt das Potential von Active Assisted Living (AAL) im Kontext alternder Bevölkerungen in Europa und darüber hinaus.

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Janina Laurila-Dürsch
Zuständiges Gremium
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AAL-Konferenz in Frankfurt am Main

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Javier Ganzarain von der AGE Platform Europe betonte, dass AAL-Technologien ältere Menschen im Alltag unterstützen sollten, aber stets die Wünsche und Bedürfnisse der Nutzer in Betracht gezogen werden müssten. Zu oft würden AAL-Technologien entwickelt, die nicht von alten Menschen verstanden und somit nicht genutzt würden. Grundsätzlich sei die Gruppe der älteren Menschen nicht gut erforscht – dies liege auch an definierten Altersstufen in der Forschung, die oftmals bei 60+ endeten, und das, obwohl 65-jährige nochmal andere Bedürfnisse hätten als über 80-jährige.

Dr. Gerda Geyer präsentierte das europäische AAL-Programm, das mit einem Fördervolumen von über 700 Millionen Euro über viele Jahre bis 2020 zahlreiche AAL-Projekte, vorrangig in Europa, gefördert haben wird. Hierbei wurde ein Schwerpunkt auf die finanzielle Förderung von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) gelegt und auf die Einbeziehung der Endnutzer geachtet. Über 25 Prozent der Projekte haben im Anschluss an die Förderphase eine Marktrelevanz erfahren. Es werde erwartet, dass es auch nach 2020 eine neue Förderphase geben wird – hierzu würde das AAL-Programm noch rechtzeitig informieren.

Als Vertreter des Austrian Institutes for Technology (AIT) stellte Andreas Stainer-Hochgatterer die Ergebnisse einer aktuellen Studie mit dem Titel „Users Perspectives and Attitudes on AAL Technologies“ vor, welche die Hindernisse von AAL-Technologien bei der Anwendung von Endnutzern untersuchte. Hierbei wurde herausgefunden, dass ältere Menschen ein Interesse an neuen Technologien haben und beispielsweise der Zugang zu Internet, Smartphone und Tablet in vielen Fällen gegeben ist. Eine Kontrolle bzw. Überwachung im häuslichen privaten Umfeld durch Sensoren würde grundsätzlich von älteren Menschen begrüßt, sobald dadurch ein Sicherheitsgewinn erreicht würde. Interessanterweise hätten junge Menschen (20-30 Jahre) eine unterschiedliche Ansicht und sind deutlich kritischer bezüglich einer Überwachung durch Technologien im privaten Bereich. Auf dieses gesteigerte Datenbewusstsein müssten sich zukünftige AAL-Technologien einstellen.


Die Normungsroadmap macht Sie fit für die Zukunft!

Normungs-Roadmap AAL
DKE
20.01.2014 Publikation

Zentrale Themen der Normungsroadmap AAL sind:

• Unterstützung und Festigung bereits erzielter Ergebnisse und ausgesprochener Empfehlungen

• Übersicht über Rahmenbedingungen und Grundvoraussetzungen

• Überblick zu bestehenden Normen und Spezifikationen im Bereich AAL

• Hinweise auf notwendige Handlungsbedarfe

• Empfehlungen für die Zukunft

Zur Normungsroadmap AAL

Im zweiten Teil der Konferenz wurden Entwicklungen und Projekte in verschiedenen europäischen Ländern und Japan vorgestellt. Prof. Petra Friedrich von der Fachhoschule Kempten stellte deutsche AAL-Projekte vor, Geja Landerveld von Zon Mw präsentierte die niederländischen und Andreas Stainer-Hochgatterer (AIT) die österreichischen AAL-Aktivitäten. Es wurde deutlich, dass national eine Vielzahl von Förderprojekten bestehen, die teilweise Ähnlichkeiten in der Zielsetzung aufwiesen. Hierbei wäre eine stärkere Vernetzung europäischer Stakeholder wünschenswert, sodass Synergien und gemeinsame Erfahrungswerte besser genutzt werden können. Prof. Haijime Yamada von der Tokyo University gab abschließend noch einige Einblicke in japanische Diskussionen rund um eine Steigerung der Quality of Life für ältere Menschen und die Bedeutung von AAL.

Die verschiedenen Vorträge machten deutlich, dass der fortschreitende demographische Wandel europäische Länder vor große Herausforderungen stellt. AAL-Technologien bieten dabei zentrale Lösungen an, um ältere Menschen aktiv und mobil im heimischen Umfeld und später im Pflegekontext zu unterstützen.

Die AAL-Konferenz fand im Rahmen des Treffens des IEC/SyC AAL statt, das die Woche über bei VDE|DKE in Frankfurt tagte und an globalen Standards im Bereich AAL arbeitet. Die nächste AAL-Veranstaltung vom VDE ist der AAL-Kongress 2020, der vom 22-23. Oktober 2020 in Karlsruhe stattfinden wird.


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