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18.01.2017 Kurzinfo 233 0

Radon – die natürliche Gefahr

Radon gilt heute als die Hauptursache für die natürliche Strahlenexposition des Menschen. Nach UN-Angaben verursacht Radon weltweit rund 52 % der globalen mittleren Exposition durch natürliche Strahlung.

Radon gilt heute als die Hauptursache für die natürliche Strahlenexposition des Menschen. Nach UN-Angaben verursacht Radon weltweit rund 52 % der globalen mittleren Exposition durch natürliche Strahlung. Die radiologische Wirkung des Isotops 222 ist dabei weit bedeutender als die des Isotops 220, während das Isotop 219 als vernachlässigbar angesehen wird.

Die potenzielle Gefahr des Radons für den Menschen entsteht vor allem durch seine Folgeprodukte und nicht durch das Gas selbst: Beim Zerfall emittiert Radon Alphateilchen und bildet feste radioaktive Folgeprodukte (Polonium, Wismut, Blei usw.). Je nachdem, ob diese an atmosphärische Aerosole angelagert sind oder nicht, können Radon-Folgeprodukte inhaliert und entsprechend ihrer Größe in unterschiedlichen Tiefen des bronchopulmonalen Traktes deponiert werden.

Die Exposition durch Radon und seine Folgeprodukte variiert erheblich von Ort zu Ort. Sie hängt erstens von der Menge des aus dem Boden und den Baumaterialien emittierten Radons und zweitens vom Grad der Anreicherung sowie den Wetterbedingungen an den Expositionsorten ab.
Infolge der Anreicherung von Radon in umschlossenen Räumen, wie z. B. Häusern, wird der überwiegende Teil der Exposition der Bevölkerung durch Innenraumradon verursacht. Bodenluft wird wegen dessen Infiltration als die Hauptquelle für Radon in Wohnräumen angesehen. Weitere Quellen sind Baumaterialien und Wasser.

Mit Ausgabe Januar 2017 ist Teil 11 der Reihe DIN ISO 11665 erschienen, der Verfahren zur Probenahme und Prüfung von Bodenluft beschreibt. Damit bestehen in der Normenreihe DIN ISO 11665 die folgenden Deutschen Normen zur Ermittlung der Belastung der Luft mit Radon-222:

  • DIN EN ISO 11665-1 (VDE 0493-1-6651):2015-11, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 1: Radon und seine kurzlebigen Folgeprodukte: Quellen und Messverfahren (ISO 11665-1: 2012); Deutsche Fassung EN ISO 11665-1:2015
  • DIN EN ISO 11665-2 (VDE 0493-1-6652):2015-11, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 2: Integrierendes Messverfahren für die Bestimmung des Durchschnittswertes der potenziellen Alpha-Energiekonzentration der kurzlebigen Radon-Folgeprodukte (ISO 11665-2:2012); Deutsche Fassung EN ISO 11665-2:2015
  • DIN EN ISO 11665-3 (VDE 0493-1-6653):2015-11, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 3: Punktmessverfahren der potenziellen Alpha-Energiekonzentration der kurzlebigen Radon-Folgeprodukte (ISO 11665-3:2012); Deutsche Fassung EN ISO 11665-3:2015
  • DIN ISO 11665-4 (VDE 0493-1-6654):2013-05, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 4: Integrierendes Messverfahren zur Bestimmung des Durchschnittwertes der Aktivitätskonzentration mittels passiver Probenahme und zeitversetzter Auswertung (ISO 11665-4:2012)
  • DIN EN ISO 11665-5 (VDE 0493-1-6655):2015-11, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 5: Kontinuierliches Messverfahren für die Aktivitätskonzentration (ISO 11665-5:2012); Deutsche Fassung EN ISO 11665-5:2015
  • DIN EN ISO 11665-6 (VDE 0493-1-6656):2015-11, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 6: Punktmessverfahren für die Aktivitätskonzentration (ISO 11665-6:2012); Deutsche Fassung EN ISO 11665-6:2015
  • DIN EN ISO 11665-7 (VDE 0493-1-6657):2015-11, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 7: Anreicherungsverfahren zur Abschätzung der Oberflächenexhalationsrate (ISO 11665-7:2012); Deutsche Fassung EN ISO 11665-7:2015
  • DIN ISO 11665-8 (VDE 0493-1-6658):2013-08, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 8: Methodik zur Erstbewertung sowie für zusätzliche Untersuchungen in Gebäuden (ISO 11665-8:2012)
  • DIN ISO 11665-9 (VDE 0493-1-6659):2016-10, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 9: Verfahren zur Bestimmung der Exhalationsrate aus Baumaterialien (ISO 11665 9:2016)
  • DIN ISO 11665-11 (VDE 0493-1-6660):2017-01, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft: Radon-222 – Teil 11: Verfahren zur Probenahme und Prüfung von Bodenluft (ISO 11665 11:2016)
  • Zu Verfahren zur Bestimmung von Radon-220 besteht folgende Norm:
  • DIN ISO 16641 (VDE 0493-1-6410):2015-03, Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Radon-220: Integrierende Messmethoden für die Bestimmung der mittleren Aktivitätskonzentration mit passiven Festkörperspurdetektoren (ISO 16641:2014)
  • Zu Radonmessgeräten sind folgende Normen erschienen:
  • DIN IEC 61577-1 (VDE 0493-1-10-1):2007-06, Strahlenschutz-Messgeräte – Geräte für die Messung von Radon und Radon-Folgeprodukten – Teil 1: Allgemeine Anforderungen (IEC 61577-1:2006)
  • DIN IEC 61577-2 (VDE 0493-1-10-2):2015-03, Strahlenschutz-Messgeräte – Geräte für die Messung von Radon und Radon-Folgeprodukten – Teil 2: Besondere Anforderungen für Messgeräte für Rn-222 und Rn-220 (IEC 61577-2:2014)
  • DIN EN 61577-3 (VDE 0493-1-10-3):2015-03, Strahlenschutz-Messgeräte – Geräte für die Messung von Radon und Radon-Folgeprodukten – Teil 3: Besondere Anforderungen an Messgeräte für Radon-Folgeprodukte (IEC 61577-3:2011, modifiziert); Deutsche Fassung EN 61577-3:2014
  • DIN EN 61577-4 (VDE 0493-1-10-4):2015-03, Strahlenschutz-Messgeräte – Geräte für die Messung von Radon und Radon-Folgeprodukten – Teil 4: Einrichtungen für die Herstellung von Referenzatmosphären mit Radonisotopen und ihren Folgeprodukten (STAR) (IEC 61577-4:2009, modifiziert); Deutsche Fassung EN 61577-4:2014

Zuständig ist DKE/GK 851 „Aktivitätsmessgeräte für den Strahlenschutz“ der DKE.

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