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Otmar Smit / Fotolia

06.04.2017 Kurzinfo 590 1

Mini-PV-Anlagen – Normung für steckerfertige Erzeugungsanlagen

Eigentlich sind sie eine gute Sache: Steckerfertige Photovoltaik (PV)-Anlagen, auch bekannt als „Balkon-PV“ oder „Mini-PV“. Diese ermöglichen auch Mietern, Strom aus Solarenergie in das Hausnetz einzuspeisen und den selbst erzeugten Strom direkt zu nutzen. Warum schmücken sie dann nicht Deutschlands Balkone?

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Alexander Nollau

Weil es bislang an Sicherheitsstandards fehlte. Die Hersteller konnten sich nicht untereinander darauf einigen, unter welchen Anforderungen Mini-PV-Anlagen sicher betrieben werden können.

Damit ist jetzt Schluss. Die DKE nahm das Zepter selbst in die Hand und rief Ende 2016 alle beteiligten Parteien an einen Tisch, um den Normungsprozess zu beschleunigen und die steckerfertigen PV-Anlagen endlich aus der Grauzone herauszuholen.

Im Rahmen eines Workshops startete das DKE-Gremium „Photovoltaische Solarenergie-Systeme“ ein Projekt, um die Anforderungen an sichere Balkon-PV-Anlagen zu identifizieren. In diesem und in weiteren Gremien der DKE ermitteln Experten aus Industrie, Energiewirtschaft und Handel jetzt den Normungsbedarf für „sichere Produkte“, für die „sichere Installation“ und die „sichere Steckvorrichtung“. Ziel ist es, einheitliche Regelungen zu finden, zunächst auf nationaler, dann auf europäischer und schließlich auf internationaler Ebene.

„Wir wollen, dass die Mini-PV-Anlagen im Haushalt genauso sicher wie ein Fernseher auch ohne technische Fachkenntnisse angesteckt werden können“, so VDE-Normungsexperte Dr. Jens Gayko. Ganz im Sinne der VDE-Leitlinien „damit aus Wissen leistungsfähige und sichere Anwendungen entstehen, die den Lebensstandard und die Lebensqualität der Menschen sichern.“ 

Es kommt also endlich Schwung auf die Balkone.

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