Hand zeigt auf Touchscreen im Auto
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27.09.2017 Fachbeitrag 291 0

IKT ist Voraussetzung für den Wandel

Ohne Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) keine Elektromobilität. Da ist sich Christian Seipel, Projektmanager beim Technologieverband VDE, sicher. Denn ob es um intelligente Netze geht oder die Kommunikation von E-Auto und Ladesäule – ihre Funktionsweisen basieren auf einem sicheren Austausch von Daten.

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Christian Seipel
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Christian Seipel, VDE

VDE-Experte Christian Seipel: „Eine sicherere IKT ist der Business Enabler für Fortschritte im Bereich Elektromobilität – vor allem auch mit Blick auf das autonome Fahren."

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elect!: Welche Bedeutung hat IKT für die öffentliche Ladeinfrastruktur?

Christian Seipel: Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) ist für den Ausbau der Elektromobilität eine zentrale Stellschraube, da viele Akteure miteinander vernetzt werden müssen. Insbesondere bei der Ladeinfrastruktur müssen zwei Sektoren zusammenspielen: Automobilindustrie und Energieversorgung. Das gelingt nur auf Basis von IKT. Sie gewährleistet beispielsweise bei einem Ladevorgang den sicheren Austausch von Daten und ermöglicht die Kommunikation zwischen Elektrofahrzeug, Ladesäule und Backend. Insbesondere erleichtert der Einsatz von IKT die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, wie etwa verkehrsträgerübergreifende Angebote.

elect!: Das heißt, ohne IKT keine Elektromobilität?

Christian Seipel: Ja, IKT ist die Voraussetzung für den Wandel. Wir brauchen sie überall – ob es um intelligente Stromnetze geht, die öffentliche Ladeinfrastruktur oder die Digitalisierung der Industrieautomation im Zeichen von Industrie 4.0: Eine sicherere IKT ist sozusagen der „Business Enabler“, der benötigt wird, um kontinuierlich Fortschritte im Bereich der Elektromobilität zu erzielen. Vor allem auch mit Blick auf das autonome Fahren ist IKT aus der Zukunft der Mobilität nicht mehr wegzudenken.

elect!: Wie bringt der Technologieverband VDE das Thema voran?

Christian Seipel: Wir arbeiten an vielen Baustellen gleichzeitig. Denn alle Systeme sind voneinander abhängig und müssen daher auch miteinander kommunizieren. Beispielsweise ist es aktuell eine wichtige Aufgabe, die Energienetze auf die E-Mobilität vorzubereiten. Genauso wichtig ist es, die Datenkommunikation zwischen den verschiedenen Akteuren – ob Netzbetreiber, Autobesitzer oder Ladesäulenanbieter – voranzubringen. Wir sind bei vielen Projekten ein wichtiger Partner und bieten beispielsweise Experten eine Plattform, um gemeinsam mit der Öffentlichkeit, der Industrie und weiteren internationalen Partnern Dinge wie die Standardisierung und Vernetzung von Systemen voranzubringen. Aktuell werden bei uns zum Beispiel Lösungen für das IT-sichere Laden und Abrechnen, das Lastenmanagement und das Hochstromladen entwickelt. Dies tun wir innerhalb der vom VDE getragenen Normungsorganisation DKE (Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE). Ein Beispiel hierfür ist die Anwendungsregel zur Zertifikats-Handhabung für Elektrofahrzeuge, die wir in kürzester Zeit zusammen mit den Herstellern und Betreibern aufgesetzt haben.

Datensicherheit und -Integrität in der Elektromobilität beim Laden und eichrechtkonformen Abrechnen

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DKE
12.12.2017 Kurzinfo

Das Förderprojekt DELTA (Datensicherheit und -Integrität in der Elektromobilität beim Laden und eichrechtkonformen Abrechnen) hat das Ziel, den Lade- und Abrechnungsprozess für Elektrofahrzeuge IT-sicher zu gestalten. Damit wird das Fundament für ein Ökosystem „Elektromobilität“ gelegt. Eine entwicklungsbegleitende Normung und Standardisierung der IT-Sicherheit dient der Nachhaltigkeit und Investitionssicherheit aller beteiligten Industrien.

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