Feuerball
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04.12.2009 Verlautbarung 93 0

Interpretation zu "Elektrische Betriebsmittel für gasexplosionsgefährdete Bereiche"

Mitteilung des DKE/UK 966.1 „Mess- und Warngeräte für gefährliche Gase“

Die Teilprüfung in 5.4.14 der DIN EN 60079-29-1 (VDE 0400-1):2008-07 „Explosionsfähige Atmosphäre - Teil 29-1: Gasmessgeräte - Anforderungen an das Betriebsverhalten von Geräten für die Messung brennbarer Gase (IEC 60079-29-1:2007, modifiziert); Deutsche Fassung EN 60079-29-1:2007“ behandelt die Fallprüfung von tragbaren und transportablen Geräten zur Messung brennbarer Gase.

Zu der Anforderung "Das Gerät hat die Prüfung nicht bestanden, wenn nach der Prüfung ein Funktionsverlust (z. B. Alarm, Pumpenfunktion, Bedienung, Anzeige) eingetreten ist." ist folgender Klärungsbedarf entstanden:

Ist ein Ausschalten des Gerätes bei der Prüfung (zum Beispiel durch kurzzeitige Spannungsunterbrechung wegen Abheben der Batteriekontakte) bereits als "Nicht bestanden" zu bewerten, auch wenn die ordnungsgemäße Funktion durch Einschalten des Gerätes einfach wieder hergestellt werden kann?

Das für die IEC 60079-29-1 zuständige Gremium IEC/TC 31 MT 60079-29 hat dazu folgende Interpretation verabschiedet, die somit auch für DIN EN 60079-29-1 (VDE 0400-1):2008-07 anzuwenden ist:
Jeder Funktionsverlust nach der Prüfung einschließlich eines beliebigen Wechsels der Betriebsart wird als Versagen betrachtet, weil eine ununterbrochene Abhängigkeit von dem Leben schützenden Gerät auch unter ungünstigen Einflüssen wie einem versehentlichen Fallenlassen des Geräts während des Betriebs besteht. Automatischer oder manueller Neustart sind nicht akzeptabel.

Kontakt

Jürgen Schütz