DKE
DKE
03.05.2007 Veranstaltungsrückblick 113 0

Die DKE auf dem INTERKAMA-Forum 2007

Engineering – durch Standardisierung zum besseren Workflow?

“Auf dem Wege zu einem Engineeringablauf, der durch Normen begleitet, abgesichert und somit vereinfacht wird, sind bereits gute Fortschritte erzielt worden. Jedoch sind weitere Arbeiten erforderlich, um die technologische Entwicklung der Zukunft einzubeziehen.“ war das Ergebnis der vom Obmann des DKE/K 941, Gerald Mayr, geleiteten Diskussion mit den anwesenden DKE-Experten. Von links: Gerald Mayr/Linde AG, Friedrich Heuten/Bayer Technology Services GmbH, Dr. Rainer Drath/ABB AG, Dr. Peter Zgorzelski/Bayer Technology Services GmbH und Martin Rittmeister/Linde AG

Download Vortrag von Herrn Heuten zur DIN EN 62337, DIN EN 62381 und DIN EN 62382
Download Vortrag von Herrn Dr. Drath zur IEC/PAS 62424
Download Vortrag von Herrn Dr. Zgorzelski zu NE 100
Download Vortrag von Herrn Rittmeister zur Datenübergabe Errichter an Betreiber

IEC 61508 – Wo kommen die Lambda-Werte her?

Für das Gebiet der sicherheitsgerichteten Steuerung sind heute Datenbanken verfügbar, um Hardwareausfälle ausreichend begrenzen zu können. Lücken in der Datenbasis gibt es jedoch vor allem noch bei der Mechanik. Diese erfordert auch eine andere Betrachtungsweise (keine konstante Ausfallrate, sondern Verschleißausfälle im Vordergrund). Dies war das Resümee der anwesenden DKE-Experten. Von links: Dr. Arno Götz/Endress + Hauser Messtechnik GmbH & Co., Stephan Aschenbrenner/exida.com (Moderator dieser Veranstaltung), Peter Malus/AUMA Riester GmbH & Co. KG, Bernard Mysliwiec/Siemens AG und Dr. Andreas Hildebrandt/Pepperl + Fuchs GmbH

Download Vortrag von Herrn Aschenbrenner

IEC 61784-3 – Sicherheitsfeldbus-Standard – Und nun?

Der Einsatz von Feldbussen nach der künftigen IEC 61784-3 in einem sicherheitsgerichteten Gesamtsystem war das Thema dieser von Dr. Wolfgang Stripf/Siemens AG (Obmann des zuständigen DKE/GAK 914.0.2) geleiteten Diskussionsrunde. Herr van den Berg/ASM Europe B. V. erläuterte Anforderungen aus der Sicht eines Herstellers von Maschinen für die Halbleiterfertigung (rechts im Bild), hier im Gespräch mit Karsten Meyer-Gräfe/PHOENIX CONTACT GmbH & Co. KG. Weitere Teilnehmer waren Dr. Gerold Klotz-Engmann/ Endress+Hauser GmbH+Co, Bernard Mysliwiec/Siemens AG, Thomas Kramer-Wolf/Safety Network International e. V. und Wolfgang Velten- Philipp/RISKNOLOGY B. V..

Nachfolgend eine Auswahl der während der DKE-Runde gestellten Fragen:

Eine Einführung in die IEC 61158 und IEC 61784-3 erhalten Sie in dem Vortrag von Herrn Dr. Stripf.

Brauchen wir überhaupt Sicherheitsfeldbusse? Tut's nicht auch ein betriebsbewährter Feldbus?

Antwort von Herrn Dr. Klotz Engmann:
„Die Auslegungskriterien (PFD) lassen sich im Prinzip auch mit herkömmlicher, betriebsbewährter Technik erreichen. Zur Absicherung gegen systematische Fehler ist jedoch die kommende IEC 61784-3 nützlich und notwendig.“

Download Vortrag von Herrn Dr. Klotz Engmann

Was erhoffen wir uns von der Standardisierung in der IEC?

Antwort von Herrn Meyer Gräfe:
“Die auf dem Markt angebotenen Systeme werden dadurch vergleichbarer, außerdem erwarten wir eine Vereinheitlichung der Anforderungen der Prüfstellen. Diese sind nach unserer Erfahrung in der Vergangenheit recht unterschiedlich vorgegangen, was natürlich die Markteinführung sicherheitsgerichteter Kommunikationssysteme nicht erleichtert hat.“

Welche Einsatzerfahrungen gibt es mit sicheren Feldbussen?

Antwort von Herrn van den Berg:
“ASM liefert Anlagen zur Halbleiterfertigung einschließlich der Aufbereitung der hierzu eingesetzten Gase. Diese sind zum Teil extrem giftig - niemand weiß, wie das riecht - sodass zum Teil hohe Anforderungsklassen vorliegen. Unsere Erfahrungen sind positiv. Insbesondere konnten wir die Lieferzeiten verkürzen, weil sich projektbezogene Anforderungen mit dieser Technik besser in einem Projekt einarbeiten lassen.“

Überrollt die neue Technik komplett die Relaistechnik?

Antwort von Herrn Kramer-Wolf:
“Die Relaistechnik wird für kleine Anwendungen ihre Berechtigung behalten. Ansonsten wird ein Ersatz stattfinden, da die Vorteile der neuen Technik überzeugend sind. Im Prinzip lässt sich heute eine ganze Fabrikhalle sicherheitstechnisch vernetzen. Das war mit der Relaistechnik nicht möglich.“

Gibt es unterschiedliche "Sicherheits Kulturen" auf den verschiedenen Kontinenten (Europa, Nordamerika, Asien)?

Antwort von Herrn Velten Philipp:
“Ja, das ist der Fall und man muss auf die jeweilige Kultur eingehen. In Japan beispielsweise ist man gegenüber neuen Techniken aufgeschlossener, in den USA und Europa eher zurückhaltend. Beispielsweise hatten wir in den USA lange Diskussionen, ob sicherheitsgerichtete Technik und gewöhnliche Technik integriert werden kann. „

Wie werden sichere Feldbusse bei der Anwendung der IEC 62061 und ISO 13849 1 berücksichtigt?

Antwort von Herrn Mysliwiec:
“Sowohl die ISO 13849-1 als auch die IEC 62061 fordern bei Einsatz feldbusbasierter Kommunikationssysteme deren Einbeziehung in die Sicherheitsbetrachtung.“

Download Vortrag von Herrn Mysliwiec

Kontakt

DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE
Zuständiges Gremium