Seventh Meeting of Indo-German Working Group

Teilnehmende der 7. Jahressitzung der Deutsch-Indischen Arbeitsgruppe Qualitätsinfrastruktur in Neu-Delhi

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03.02.2020 Kurzinformation 551 0

Für Handelserleichterungen und sichere Produkte:

Deutsch-Indische Arbeitsgruppe Qualitätsinfrastruktur setzt erfolgreiche Kooperation fort

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Florian Spiteller

Die siebte Jahressitzung der Deutsch-Indischen Arbeitsgruppe Qualitätsinfrastruktur fand am 16. und 17. Januar in Neu-Delhi mit etwa 80 Teilnehmenden statt. Deutschland und Indien hatten die Arbeitsgruppe im Jahr 2013 gegründet, um ihre wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit zu stärken, technische Handelshemmnisse zu reduzieren und die Produktsicherheit zu erhöhen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) und das indische Ministerium für Verbraucherangelegenheiten (MoCAF&PD) kooperieren unter Einbindung weiterer Ministerien in den Bereichen Normung, Akkreditierung und Konformitätsbewertung, Messwesen, Produktsicherheit und Marktüberwachung.

Stefan Schnorr und Shri Avinash K. Srivastava haben den Kooperationsvertrag verlängert.

Stefan Schnorr und Shri Avinash K. Srivastava haben den Kooperationsvertrag verlängert.

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An der diesjährigen Jahressitzung nahm eine deutsche Delegation des Bundeswirtschaftsministeriums unter Leitung von Abteilungsleiter Stefan Schnorr teil. Ihn begleiteten Vertreter der Deutschen Kommission Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (DKE), des Deutschen Instituts für Normung (DIN), der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) sowie Vertreter deutscher Unternehmen und Branchenverbände wie VDMA und VDA. Zur indischen Delegation gehörten Vertreterinnen und Vertreter der Ministerien für Verbraucherangelegenheiten, Elektronik und Informationstechnologie, Schwerindustrie sowie der indischen Normungsbehörde BIS und des Verbandes der indischen Industrie (CII).

Zitate:

Abteilungsleiter Stefan Schnorr vom BMWi:
„Qualitätsinfrastruktur ist die Sprache des internationalen Handels. Mit der wachsenden Bedeutung technischer Vorschriften – wie etwa verbindlichen Normen – erleichtert unser Austausch über Regulierungsansätze und Konformitätsbewertungsverfahren die Geschäftstätigkeit und fördert den Handel. Ich begrüße daher die Unterzeichnung unseres Arbeitsplans 2020. Wir haben vereinbart, die deutsch-indische Zusammenarbeit zu Normung, technischer Regulierung, Zertifizierung und Marktüberwachung in wichtigen Wirtschaftsbereichen wie Maschinensicherheit, Fahrzeugindustrie, Elektromobilität und Cybersicherheit weiter zu intensivieren. Ein gegenseitiges Verständnis der Anforderungen an sichere Produkte trägt zum Schutz der Bürgerrinnen und Bürger in beiden Ländern bei. Unser neues deutsch-indisches Diskussionspapier über Cybersicherheit im Kontext des Internets der Dinge (IoT) ist ein gutes Beispiel für unsere erfolgreiche Kooperation."

Staatssekretär Avinash K. Srivastava vom indischen Ministerium für Verbraucherangelegenheiten:
„Deutschland ist ein vertrauter und wichtiger Partner für Indien. Es ist ermutigend, die intensive technische Zusammenarbeit zu sehen, die in unserer bilateralen Arbeitsgruppe stattfindet. Ich freue mich, dass wir unsere Zusammenarbeit in Bereichen wie Cybersicherheit, Marktüberwachung, Industrie 4.0 und gesetzliches Messwesen vertiefen konnten. In diesem Jahr werden wir auch einen Schwerpunkt auf die Stärkung des Dialogs zur technischen Regulierung, den Austausch über Vorschriften für Medizinprodukte und die Prüfung von Partnerschaftsprogrammen auf ISO- und IEC-Ebene legen.“

Am Ende des Workshops stand die Diskussion mit den Referenten.

Inmitten der Diskussionsrunde Florian Spiteller von der DKE.

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Florian Spiteller, DKE-Bereichsleiter External Relations, stand während des Forums gleich mehrmals auf dem Podium:

  • Während des Indo-German Workshop on the Role of Standards Developing Organisations (SDO) erläuterte er in seinem Vortrag anhand der DKE-Struktur das funktionierende Zusammenspiel von Markt, Stakeholdern und Lenkungskreisen mit den einzelnen DKE-Bereichen, denn "Normung muss Marktrelevanz haben". In der anschließenden Diskussion unterstrich Florian Spiteller die Bedeutung von internationalen Normen für den Abbau von technischen Handelsbarrieren. Zudem forderte er, Tools wie die Global Relevance Toolbox häufiger zu verwenden und zu promoten, denn sie können helfen, nationale Besonderheiten in internationalen Standards zu integrieren.
  • Im Namen des Standardization Council Industrie 4.0 (SCI) der DKE stellte Florian Spiteller das Dreieck aus Plattform Industrie 4.0, Labs Network Industrie 4.0 (LNI 4.0) und SCI 4.0 vor. Ein Modell, das allen beteiligten Stakeholdern einen guten Austausch ermöglicht und an dem Indien großes Interesse zeigte.
  • Florian Spiteller vertrat die DKE auch bei der Paneldiskussion der Working Group. Dass hier in deren Workplan mit aufgenommen wurde, die Global Relevance Toolbox stärker zu promoten, ist ein Erfolg für IEC und die internationale Normung. Außerdem war man sich in der Diskussion einig, welch essentielle Bedeutung der Austausch zwischen der nationalen und der internationalen Ebene hat. 

Die Dialoge zur Qualitätsinfrastruktur finden im Rahmen des Globalprojekts Qualitätsinfrastruktur (GPQI) statt, in dessen Rahmen das BMWi mit strategischen Handelspartnern fachpolitische Dialoge führt. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit GmbH (GIZ) unterstützt im Auftrag des BMWi die Umsetzung des Projektes.

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