Nahaufnahme elektronische Platine
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25.05.2020 Fachinformation

Elektronik fördert den technologischen Fortschritt und hat die Kommunikation maßgeblich verändert

Elektronische Bauelemente sind ein unsichtbarer Begleiter in unserem Alltag. Mit ihnen hat sich nicht nur die Kommunikation in den vergangenen Jahrzehnten verändert, sondern praktische alle Industriebereiche. Hierbei gilt: Elektronische Bauelemente müssen sicher und zuverlässig sein. IECQ ist hierfür das entsprechende Qualitätsbewertungssystem.

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IEC

Von Claire Marchand

Zum vermutlich ersten Mal in der Geschichte der Menschheit sind in den Industriestaaten gegenwärtig gleich vier Generationen auf dem Arbeitsmarkt vertreten: Die Babyboomer (geboren zwischen 1944 und 1964), die Generation X (1965-1980), die Generation Y bzw. die Millenials (1980-1995) und die Generation Z (geboren nach 1995).

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Uwe Junglas

Bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen, eine bessere Krankenversorgung und gesündere Lebensweisen haben zu einem Anstieg der Lebenserwartung seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts geführt.

Von der Babyboomer-Generation bis zur Generation Z

Ein weiterer entscheidender Faktor, der die letzten 80 Jahre so besonders macht, ist die rasante Entwicklung technologischer Fortschritte. Die Babyboomer wurden groß, als sich Radio, Fernsehen und Fax gerade erst entwickelten. Sie bekamen den Übergang zum digitalen Arbeitsplatz hautnah mit und mussten sich an diesen erst anpassen. Man nennt sie deshalb auch „Digital Immigrants“ als Abgrenzung zu den „Digital Natives“, die nach 1980 geboren wurden und mit der Digitalisierung aufgewachsen sind.

Während Boomer die persönliche Kommunikation oder Telefonate bevorzugen, kommuniziert die Gen X eher per E-Mail. Millenials und Gen Z geben SMS-Nachrichten und Social-Media-Unterhaltungen den Vorzug. Trotz allem bringt der Arbeitsplatz sie alle zusammen: Hier treffen die verschiedenen Perspektiven und Kenntnisse jeder Gruppe aufeinander und unter den richtigen Bedingungen können alle voneinander lernen. Jeder kann neue Fähigkeiten erwerben, die einem nicht mit in die Wiege gelegt wurden, wodurch sich die Effizienz auch insgesamt steigern lässt.

Im Laufe der Zeit hat die Digitalisierung alle Industriebereiche erreicht: das Gesundheitswesen, den Transportsektor, das Bildungswesen, Freizeitaktivitäten, die Kultur, sämtliche Dienstleistungen usw. Heute ist die Digitalisierung so weit voran geschritten, dass es im Jahre 2020 kaum noch möglich ist, nicht miteinander vernetzt zu sein.

Ohne Elektronik geht nichts

Ohne elektronische Bauelemente wären technologische Fortschritte in der Elektronikbranche nicht vorstellbar. Sie werden oft in drei Hauptkategorien eingeteilt: aktiv, passiv und elektromechanisch.

Aktive Bauelemente beruhen auf einer Energiequelle (DC) und speisen Leistung in einen Schaltkreis. In jüngster Vergangenheit werden aktive Bauelemente durch größere technologische Fortschritte in immer mehr Anwendungsbereichen verwendet. Dazu gehören unter anderem Halbleiter und Display-Geräte. Halbleiter bestehen aus Dioden, Transistoren, integrierten Schaltkreisen und optoelektronischen Bauteilen.

Passive Komponenten sind elektrische Bauteile, die keine Leistung erzeugen, sondern sie stattdessen umwandeln, lagern und/oder freisetzen. Darunter fallen Kondensatoren, Widerstände und Induktoren. In den meisten Schaltkreisen sind sie mit aktiven Elementen, üblicherweise Halbleiterbauelementen, verbunden.

Elektromechanische Komponenten, wie Steckverbinder, Relays, Sicherungen, Schalter, Mikrofone oder Kabel und Drähte, verwenden einen elektrischen Strom zur Erzeugung eines magnetischen Felds, das zu einer physischen Bewegung führt.


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Überall Sensoren

Insbesondere ein elektronisches Bauelement spielt in den meisten der heutigen Technologien eine große Rolle: Sensoren. Auch sie können aktiv oder passiv sein. Aktive Sensoren benötigen eine externe Energiequelle zum Betrieb. Passive Sensoren hingegen erkennen und reagieren auf bestimmten Input aus der physischen Umgebung. Sie treten in verschiedenen Formen auf: als Vision-, Durchfluss-, Glasfaser-, Gas-, Bewegungs-, Bildgebungs-, Farb-, Licht-, Druck-, Infrarot- oder photoelektrischer Sensor und in vielen weiteren Arten.

Sensoren und Sensorsysteme sind wichtige, grundlegende Technologien für eine Vielzahl von Anwendungsbereichen. Sie werden für eine verbesserte Qualitätssicherung und Produktivität in Herstellungsprozessen eingesetzt, da sie Variablen wie Temperatur, Druck, Durchfluss und Zusammensetzung überwachen. Zudem sorgen Sensoren und Sensorsysteme dafür, dass die Umwelt sauber bleibt, indem der Ausstoß von giftigen Chemikalien und Gasen sowohl lokal als auch über Satelliten kontrolliert wird.

Doch mehr noch: Sie überwachen außerdem die regionale und lokale Einhaltung von Umweltnormen. In den eigenen Wänden sowie am Arbeitsplatz stellen sie Gesundheit, Sicherheit und Schutz durch ihre Verwendung in Klimaanlagen, Feuer- und Rauchmeldern und Überwachungsgeräten sicher. Zu guter Letzt sind sie ein wichtiger Bestandteil in Medizinprodukten, Transport- und Unterhaltungsgeräten und alltäglichen Verbraucherprodukten.

Smart und sicher

Zwar nehmen elektronische Bauelemente viele verschiedene Formen an – doch eines eint sie: Sensoren müssen präzise, zuverlässig und von höchster Qualität sein. Defekte Bauteile können ernsthafte Konsequenzen für Menschen und ihre Umwelt haben. Natürlich müssen sie auch den Anforderungen der nationalen oder regionalen Vorschriften in Bezug auf Gefahrstoffe entsprechen.

Es steht viel auf dem Spiel

Weltweit können sich Hersteller und Lieferanten aller Arten von elektronischen Bauelementen auf ein starkes Werkzeug verlassen mit dem all ihre Produkte selbst den strengsten Anforderungen entsprechen: Die Prüfung und Zertifizierung nach IECQ. IECQ ist das Qualitätsbewertungssystem für elektronische Bauelemente der IEC.

Als weltweit geltendes Zulassungs- und Zertifizierungssystem, das die Bereitstellung von elektronischen Bauelementen, Baugruppen und den dazugehörigen Materialien und Prozessen regelt, werden nach IECQ Komponenten mit auf internationalen Normen basierenden Qualitätsbewertungsspezifikationen geprüft und zertifiziert.

Zusätzlich wird eine Vielzahl an verwandten Materialien und Prozessen durch IECQ-Programme abgedeckt. IECQ-Zertifikate werden weltweit als Werkzeug zur Überwachung und Steuerung der Herstellungslieferkette eingesetzt. Dadurch werden Zeit und Geld gespart und Neubewertungen durch Lieferanten werden vermieden.


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