Das DKE/K 131 ist im Rahmen seiner Spiegelfunktion zum IEC/TC 104 zuständig für:
1. Sicherheits-Pilotfunktionen für:
- klimatische Prüfverfahren,
- mechanisch/dynamische Prüfverfahren.
2. Normung von Umgebungsprüfverfahren zur Anwendung in Spezifikationen sowie Anleitungen für die Auswahl und Benutzung dieser Prüfverfahren.
3. Die Korrelation und Umsetzung von Umgebungsbedingungen (Klassen) in Umgebungsprüfverfahren (Prüfschärfegrade).
4. Normung von Klassen von Umgebungsbedingungen, denen Produkte üblicherweise ausgesetzt werden, während
- des Transports,
- der Langzeitlagerung,
- der Errichtung/Installation,
- der Benutzung.
Die Klassifizierung nutzt Umgebungsparameter und gibt Anleitungen zur Auswahl und Nutzung dieser Klassen in Spezifikationen.
Die Arbeiten des DKE/K 131 lagen im Berichtszeitraum in der Zu- und Mitarbeit im IEC/TC 104 und seiner Arbeitsgruppen sowie in der Übernahme von internationalen und europäischen Normen. Durch umfangreiche, aktive deutsche Mitarbeit und Übernahme mehrerer Projekte wird das IEC/TC 104-Arbeitsprogramm gestrafft und restrukturiert. Ziel der Restrukturierung ist die Zusammenfassung von mechanischen und klimatischen Prüfnormen zu zeitgemäßen, Kosten sparenden sowie effektiven, kombinierten Prüfverfahren für Umgebungsbedingungen.
Insbesondere zur Prüfung von Produkten, die regenerative Energiequellen nutzen bzw. in andere Energieformen umwandeln, wurden Prüfverfahren überarbeitet, ergänzt und neu zur Normung vorgeschlagen. Der Schwerpunkt dieser Arbeiten betrifft die Umgebungsprüfverfahren für Sonnenstrahlung, Temperaturwechsel, Schocken, zyklische Temperatur-/Feuchteprüfungen, raue Handhabung, akustisch angeregtes Schwingen sowie Kombinationen dieser Prüfungen.
Mit den oben genannten neu initiierten Tätigkeitsfeldern ist eine Überarbeitung und Harmonisierung der in den Publikationen der Reihe IEC 60068 enthaltenen Terminologie notwendig geworden. Dabei soll eine Erläuterung und gegebenenfalls Vereinheitlichung der in den Prüfnormen teilweise nebeneinander genutzten Begriffe, die die Schnittstellen zwischen den unterschiedlichen Partnern (Normengremium, Hersteller, Prüflabor, Anwender) betreffen, vorgenommen werden. Von Deutschland wurde hier die Convenorschaft in der entsprechenden Arbeitsgruppe übernommen.