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Neue Begriffe zum Smart Grid online gemeinsam erarbeiten 

DKE-Kompetenzzentrum E-Energy / Smart Grids stellt Smart-Grid-Glossar online zur Verfügung

24.11.2010 

Teilweise unterschiedlich in Herkunft und Verständnis entstehen neue Begriffe in innovativen Systemen wie dem Smart Grid. Gerade für die konsensorientierte Normung stellt aber eine gemeinsame Terminologie die Basis für die Normungsarbeit in diesem neuen Aufgabenbereich dar. Die Beteiligung von vielen Branchen und Normungsgremien und die Dynamik im Smart-Grid- und E-Energy-Umfeld stellt die Normung vor neue Herausforderungen. Daher wird dem große Interesse der Fachöffentlichkeit an Smart Grids mit einem neuen Internet-Glossar Rechnung getragen. Der besondere Clou dieses Glossars ist die Einladung an die Fachöffentlichkeit, sich an der Diskussion und der Erarbeitung der Begriffe über eine Kommentierungsfunktion aktiv zu beteiligen. Bewusst wird das Glossar als Arbeitsplattform zu einem Zeitpunkt veröffentlicht, an dem die Experten erste Vorschläge erarbeitet haben, aber weitere, konstruktive Anregungen und Kommentare gerne entgegen genommen werden. "Mit dem Online-Glossar sollen die E-Energy-Projekte sowie die an E-Energy und Smart Grid interessierte Fachöffentlichkeit die Möglichkeit erhalten, interaktiv und kooperativ die neue Smart-Grid-Terminologie zu beschreiben," so Andreas Kießling, Leiter des zuständigen DKE-Arbeitskreises AK 111.0.5.

Experten aus DKE-Arbeitskreisen für Smart Grids, E-Energy und erneuerbare Energien haben die DKE gebeten, ein interaktives Tool für die beginnende Terminologiearbeit auf diesem Fachgebiet bereitzustellen. Dabei sollte es den Experten parallel zu den laufenden E-Energy-Projekten über eine Internet-Plattform der DKE ermöglicht werden, Begriffe samt Definitionen auf diese Plattform einzustellen und auch interaktive Möglichkeiten zur Kommentierung zu bieten.

Hierzu traf sich ein Kernteam und gründete einen Redaktionsarbeitskreis AK 111.0.5 „Begriffe zu Smart Grids“ unterhalb des Terminologiegremiums K 111 der DKE. Als Ausgangsmaterial standen wenige im Entwurfsstadium befindliche Glossare aus diesem Sektor sowie Datenbestände der deutschen Ausgabe des Internationalen Elektrotechnischen Wörterbuchs (DKE-IEV) zur Verfügung. In einer ersten Bewertungsrunde hat der Redaktionsarbeitskreis eine Auswahl der aufzunehmenden Begriffe vorgenommen und die Definitionen zugeordnet, die als am besten geeignet beurteilt wurden.

Um eine schnelle Lösung anzubieten, wurden die ausgewählten Begriffe alphabetisch in Form eines verlinkten Stichwortverzeichnisses auf einem neuen Portal der DKE-Homepage angeordnet. Über Links gelangt man jeweils zu einer weiteren Seite, die die Definition des betrachteten Begriffes sowie eine Kategorisierung hinsichtlich verschiedener Kriterien wie z. B. Fachbereich, Ursprung, normativen Verweisen und Begriffsklassen enthält. Weiterhin steht hier auch ein Bereich für Kommentierungen zur Verfügung.
Die erste Fassung des Glossars wurde den mit Smart Grids befassten Expertenkreisen der DKE zeitnah zugänglich gemacht, um so rasch zu einer Vereinheitlichung der Terminologie auf diesem Felde zu kommen. Neben dem Abgleich von Definitionen im Redaktionsarbeitskreis wurde die Plattform entsprechend der Expertenwünsche ständig in kleinen Schritten mitlaufend fortentwickelt. „Durch die vorgesehenen Eingabemöglichkeiten zur Klassifizierung der Begriffe werden die Terminologieexperten bei ihren zukünftigen Betrachtungen hinsichtlich Ontologien zusätzlich unterstützt,“ erläutert Kießling.

Nachdem das Glossar inzwischen einige Überarbeitungen erfahren hat, wird es nun einer breiteren Öffentlichkeit zur Nutzung und auch zur Kommentierung auf dem Portal des DKE-Kompetenzzentrum E-Energy/Smart Grids - www.dke.de\KoEn - zur Verfügung gestellt. Über den Link www.dke.de\SmartGridGlossar gelangt man auf direktem Wege auf die Hauptseite des Glossars. Der bei der DKE für Terminologie zuständige Referent Thomas Adler hofft, dass dieser neue Service von den interessierten Experten intensiv genutzt wird. Nach einer Registrierung können die Fachleute mit ihren Beiträgen die Terminologiediskussion auf diesem Sektor befruchten.

Die DKE erweitert ihr Angebot für die mit Terminologie befassten Experten durch Bereitstellung von geeigneten Teamsites, die eine Erstellung von Glossaren auf einer separaten Plattform ermöglichen. Diese Teamsites bieten sich insbesondere für neue weitumspannende Themenbereiche an, wo die Terminologiearbeit noch am Anfang steht, jedoch schnelle Ergebnisse benötigt werden. Mittelfristig ist es vorgesehen, solche fachspezifischen Glossare in die Plattform des Online-Service DKE-IEV zu integrieren, der bereits heute datenbankgestütztes Suchen in einer Sammlung von nahezu 20.000 Begriffen erlaubt. Ergänzend sollen die englischen Versionen in einem zweiten Schritt auf internationaler Ebene in die Normung eingebracht werden.

Quelle: E-Energy/BMWi

Kontakt

DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE
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