Für den Ausbau intelligenter Stromnetze, so genannter „Smart Grids“, sind eine umfassende informationstechnische Aufrüstung und die Entwicklung neuester Technologien, etwa für Energiespeicher, notwendig. Dies ist eine Herausforderung für die internationale Normungsarbeit der Elektrotechnik mit einem übergreifenden Systemansatz. Um die deutschen Interessen auf internationaler Ebene zu vertreten, hat die DKE die Arbeitsgruppe „Smart Grid“ gegründet. Sie versteht sich als Lenkungsgremium für alle Themenstellungen im Zusammenhang mit intelligenten Stromnetzen („Smart Grids“).
Wesentliche Aufgaben der Arbeitsgruppe sind das Sammeln und Initiieren entsprechender Themen, das Erkennen und Schließen von Lücken in der Normungslandschaft sowie das Erarbeiten einer einheitlichen deutschen Position und deren gebündelte Weitergabe in die internationalen Gremien. Damit sollen die Arbeiten auf internationaler Ebene, etwa in der bei IEC (Internationale Elektrotechnische Kommission) gebildeten Strategiegruppe „Smart Grids“, gezielt forciert werden, um die Führungsrolle Deutschlands auf dem Gebiet der intelligenten Stromnetze weiter auszubauen. Diese Arbeitsgruppe bewertet internationale Aktivitäten als Basis für Empfehlungen für den nationalen Bereich (z. B. Einladen von internationalen Vertretern zur Darstellung der lokalen Märkte) und die Fachgremien werden beauftragt, die erkannten Lücken in der Normungslandschaft zu schließen.
Der übergreifende Systemansatz zielt auf die intelligente Steuerung der elektrischen Last in der Energieverteilung auf Basis von genormter Kommunikationstechnik. Besondere Berücksichtigung finden die dezentrale Energieeinspeisung regenerativer Energien wie Windkraft, Biogas und Kraft-Wärme-Kopplung sowie die Integration von Energiespeichern wie sie etwa zukünftig durch Elektrofahrzeuge vorhanden sein werden ins Stromnetz, aber auch die Beeinflussung des Verbraucherverhaltens.