Die oft hitzig geführte Debatte über den in Europa zu verwendenden Stecker zur Ladung von Elektrofahrzeugen ist nun beendet. Der für Verkehr zuständige EU-Kommissar Siim Kallas hat in einer am 24. Januar 2013 veröffentlichen Pressemitteilung angekündigt, dass nicht nur für jeden Mitgliedstaat eine Mindestanzahl von Ladestationen aufzustellen sind, sondern dass diese darüber hinaus noch mit einem europaweit einheitlichen Ladestecker ausgerüstet werden müssen.
In der Pressemitteilung heißt es, dass der so genannte Typ-2-Stecker „zur gemeinsamen Norm für ganz Europa“ erklärt werden soll. Für Europas Autoindustrie und Verbraucher bedeutet dies ein Ende der Unsicherheit über die Wahl der „richtigen“ Steckvorrichtung, für Deutschlands Auto- und Elektroindustrie gar den Durchbruch. Denn der Typ-2-Stecker wird hierzulande bereits eingesetzt. Die VDE-Normungsorganisation DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE (VDE|DKE) hatte bereits im Jahr 2009 den Typ-2-Stecker in der VDE-Anwendungsregel VDE-AR-E 2623-2-2 „Stecker, Steckdosen, Fahrzeugsteckvorrichtungen und Fahrzeugstecker – Ladung von Elektrofahrzeugen – Teil 2-2: Anforderungen und Hauptmaße für die Austauschbarkeit von Stift- und Buchsensteckvorrichtungen“ veröffentlicht und als deutschen Vorschlag über das DKE/UK 542.4 in die internationale Normung eingebracht. Mit Erscheinen der der DIN EN 62196-2 im November 2012 konnte die VDE-Anwendungsregel zurückgezogen werden.
Damit der Typ-2-Stecker unter der Berücksichtigung der Rechts- und Normenlagen in Europa und speziell in Frankreich und Italien eingeführt wird, haben die VDE|DKE-Normungsexperten ein Rechtsgutachten erarbeitet, das eindeutig die Anwendbarkeit des Typ 2 in ganz Europa zeigt und der EU-Kommission für seine Entscheidungsfindung zur Verfügung stand.
Den genauen Wortlaut der Pressmitteilung der Kommission entnehmen Sie bitte http://europa.eu/rapid/press-release_IP-13-40_de.htm