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Mitteilungen der DKE-Geschäftsstelle  

Bericht zur DKE-Tagung 2010 

DIE ZUKUNFT ELEKTRISIERT

17.05.2010 

 

Grußwort

Horst Schneider, Oberbürgermeister der Stadt Offenbach, begrüßt die Experten und Ehrengäste aus dem In- und Ausland und bestärkte die DKE-Experten die Normungsarbeit auf dem Gebiet der eMobility zügig voran­zutreiben. 

 

DKE. Die Zukunft elektrisiert

In seiner Begrüßungsrede greift Herr Harting die Doppelsinnigkeit des Tagungsmotto „Die Zukunft elektrisiert“ auf. Jeder Einzelne hat die Verantwortung, sein Mobilitätsverhalten auf den Prüfstand zu stellen und abzuwägen, welche Strecken mit welchem Fortbewegungsmittel zu bewältigen sind.

Insbesondere die Politik kann durch intelli­gente Förderung viel bewegen, zumal Deutschland eine Vorbildfunktion in der Sicherheit der Energienetze und in der Strategie der CO2-Reduzierung - unter anderem durch Elektromobilität und dem gleichzeitigen Ausbau der Wind-, Wasser- und Solarenergie - einnimmt. Nicht zuletzt zeigt die zur Hannover­messe vorgestellte DKE Roadmap für die Technologiebereiche E-Energy und Smart-Grid, dass Normen und Standards einen Kernpunkt für Sicher­heit und Nachhaltigkeit bilden, vor allem in der elektrisierten Zukunft.

Die Zukunft elektrisierte auch hautnah im Hof des Büsing Palais. Der dort bereitstehende Fuhrpark aus Elektrofahrzeugen und die Demonstration einer Ladestation wurden in den Pausen begeistert frequentiert. 

 

Vorträge der Experten

In weiteren Vorträgen wurden Aspekte rund um die Elektromobilität fachkundig aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet. Ein Querschnitt der Präsentationen, freundlicherweise von den Vortragenden zur Verfügung gestellt, finden Sie anbei verlinkt.

 

Verleihung der DKE-Nadel 2010

Auch in diesem Jahr sind besonders aktive und engagierte technische Experten durch den Vorsitzenden der DKE, Dietmar Harting, mit der DKE-Nadel ausgezeichnet worden.

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Podiumsdiskussion: „Elektromobilität – Quo vadis?“

Dr. Thies leitet in die Diskussion ein, indem er den Bedarf nach Normung und Standardisierung im eMobility-Markt hinterfragt: Hier herrscht die Meinung, dass die unterschiedlichen Mentalitäten und Bedürfnisse der verschiedenen Stakeholder durch Normung beigelegt werden können.

In Pilot-Projekten werden heute die Erfahrungen gesammelt, die in europäische Standards einfließen, um sicher und wirtschaftlich zu existieren. Man sieht die Zukunft des Marktes in dessen Diversifizierung.

Die Teilnehmer diskutieren über die unterschiedlichen normativen Ansätze und über die Wichtigkeit der Standardisierung sicherheitsrelevanter Vorgänge, wie Einbau, Wartung und den Um­gang im Schadensfall oder bei Unfällen: Gerade der Vorteil der Lautlosigkeit stelle auch ein Risiko dar!

Auch kann die Zuliefer­industrie ohne standardisierte Protokolle für z. B. Preisagenten

- Ladeplanung und andere Schnittstellen - nicht konstruk­tiv und kostengünstig agieren.

Im Detail reicht es vielfach, dass existente und genormte Bauteile kleiner, temperaturtoleranter und günstiger werden.

Eine andere Frage betrifft die Praxistauglichkeit der existenten Tarifmodelle. Hier wird der Vergleich zur Telekommuni­kationsbranche gezogen. Die Marktteilnehmer werden ein breites Angebot bieten, von dem einiges vom Endkunden angenommen werden wird und anderes wiederum nicht.

Das Thema Energie-Speicherung sorgt für Dissens. Die Strategie der Effizienzsteigerung bei Energieerzeugung, Übertragung und Speicherung steht im Gegensatz zur Philosophie, jede Übertragung über weite Strecken und die Speicherung der Energie zu vermeiden, dadurch die Effizienz zu steigern und dem Verlust von Leistung entgegen zu wirken.

Kritisch gesehen wird die Möglichkeit, dass die chinesische Industrie und Regierung den Evolutionsschritt hin zu eMobility und der effizienten Energieerzeugung und Verteilung schneller vollzieht als Europa. Es besteht die Gefahr, dass mit dem errungenen Know-how die „alten“ Kontinente Europa und Amerika überrollt werden.

Um kleinere Fahrzeuge mit geringerer Reichweite in den Markt zu bringt, muss ein Umdenken in den Köpfen stattfinden: Komfort, Transportvolumina und vergleichbare Reichweiten wie bei herkömmlichen Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor sind so nicht umsetzbar. Das Grundbedürfnis nach Mobilität ist da, Diversifizierung ist die Lösung. Junge und jung gebliebene Verkehrsteilnehmer sind erkennbar auf dem Weg dorthin. 

 

DKE-Tagung 2010 – die Ergebnisse

Herr Harting kommentiert und fasst die Vorträge zusammen.
Bei der Automobilindustrie sieht er Nachholbedarf, hier kann der Erfolg nur durch Parallelisierung vieler Entwicklungen erreicht werden. Uns allen gibt er mit auf den Weg, unser eigenes Mobilitätsverhalten in Frage zu stellen.

Die Erzeuger sieht er in der Pflicht, Systeme und Abläufe neuer Geschäfts­modelle zu standardisieren. Spannend findet er die erneute Intensivierungs­möglichkeit der Synergie von Elektrik und Mechanik und er ruft auf, den Prozess von der Batteriezelle bis zur Beschreibung von Rettungs­einsätzen bei verunfallten Elektrofahrzeugen konstruktiv und schnell anzugehen.