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Mitteilungen der DKE-Geschäftsstelle 

DKE gründet Lenkungskreis E-Mobility  

26.08.2009 

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, Deutschland zum Leitmarkt für Elektromo­bilität zu entwickeln. Bis zum Jahr 2020 sollen eine Million Fahrzeuge mit Elektroantrieb auf die Straße kommen. Dafür stehen im Rahmen des Konjunkturpakets II insgesamt 500 Millionen Euro zur Verfügung. Eine wesentliche Voraussetzung für die Akzeptanz und Durchdringung des Marktes mit elektrisch betrieben Fahrzeugen ist der flächendeckende Aufbau einer Infrastruktur, die es ermöglicht, Batterien schnell und zuverlässig wieder aufzuladen. "Wichtig für die bundesweite Einführung von Elektrofahrzeugen ist die Interoperabilität der einzelnen Systeme und Komponenten. Normung und Standardisierung spielen hier die Schlüsselrolle. Aus diesem Grund hat die DKE gemeinsam mit dem Normenausschuss Automobiltechnik im DIN jetzt ein Lenkungsgremium zur Koordinierung der Aktivitäten gegründet", so Dr. Bernhard Thies, Sprecher der Geschäftsführung der DKE.

Ziele des Lenkungskreises E-Mobility sind

    • die Förderung von Entwicklungen, 
    • das Steuern und Koordinieren der verschiedenen Normungs- und Standardisierungs­projekte auf nationaler, europäischer und internationaler Ebene sowie 
    • der kontinuierliche Informationsfluss in die Community.

Das Gremium setzt sich aus Unternehmen und Verbänden aus den Bereichen Elektrokomponenten, Energieerzeugung und -versorgung, Automobil und Zulieferer zusammen. Als zukünftiger Partner beim Aufbau der Infrastruktur ist außerdem das Elektrohandwerk über den Zentralverband der Deutschen Elektro- und Informationstechnischen Handwerke (ZVEH) eingebunden. Damit die funktionale Sicherheit der Systeme gewährleistet ist, hat die DKE zudem die Arbeitsgruppe „Risikobetrachtung der Energieversorgung von Elektrofahrzeugen“ gegründet. "Auch hier legen wir sehr großen Wert auf die sinnvolle Zusammenarbeit aus den unterschiedlichsten Unternehmen und bitten, Automobilhersteller, Zulieferer, Verbände, Hochschulen, Universitäten und Forschungsinstitute, sich in diesem Arbeitskreis einzubringen", betont Herr Dr. Thies.

Der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung soll nach dem Willen der Bundesregierung auf bis zu 30 Prozent im Jahr 2020 steigen*. Mit elektrischen Fahrzeug­antrieben lassen sich verkehrsbedingte CO2- und Schadstoffemissionen senken – vor allem dann, wenn der Strom aus erneuerbaren Energiequellen wie Wind, Wasser und Sonne stammt. Das Bundesumweltministerium (BMU) fördert daher die Weiterentwicklung und Erprobung von Plug-In-Hybrid- und Elektroantrieben, Verfahren zum gesteuerten Be- und Entladen im Pkw- und Wirtschaftsverkehr sowie die Forschung und Entwicklung im Bereich Recycling von Antriebsbatterien. Darüber hinaus unterstützt das BMU die Vernetzung von Elektrofahrzeugen und Energiesystemen mittels Informations- und Kommunikationstech­nologie in den E-Energy-Modellregionen sowie den Kauf von Diesel-Hybrid-Bussen durch Kommunen.

Die Herausforderung einer umweltfreundlichen und weitgehend importunabhängigen Energieversorgung wird auch zu einem Umdenken im Verkehrssektor führen müssen, das heißt zu einer Abkehr von den fossilen Energieträgern und damit von den ineffizienten Verbrennungsmotoren. Durch einen steigenden Anteil von Fahrzeugen mit Elektroantrieb steigt auch der Bedarf für mobile Energiespeicher. Hierfür kommen prinzipiell Batterien – oder Wasserstoff, genutzt in Brennstoffzellen – in Frage. Mit den branchenübergreifenden Kooperationen zwischen Volkswagen und E.ON sowie zwischen Daimler und RWE sind 2008 die ersten deutschen Pilotprojekte zum Ausbau der Elektromobilität gestartet.

* Quelle: http://reset.to/blog/anteil-erneuerbarer-energien-der-stromerzeugung