Das DKE/K 261 ist als Spiegelgremium zu IEC/TC 8 und CLC/TC 8X für die Erstellung von Festlegungen zuständig, die zum Funktionieren der elektrischen Energieversorgungssysteme dienen, mit Blick auf Erreichen des besten Verhältnisses zwischen Kosten und Energiequalität für den Verbraucher.
Auf nationaler Ebene wurde im Berichtszeitraum mit der DN VDE V 0124-100 eine VDE-Vornorm für den Nachweis für Erzeugungseinheiten erstellt, dass sie den Netzanschlussbedingungen der VDE-AR-N 4105 „Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz -Technische Mindestanforderungen für Anschluss und Parallelbetrieb von Erzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ genügen.
IEC/TC 8 ist eines der Kern-Gremien, die das Thema Smart Grid nach vorne treiben werden. Seitens Deutschland wurde ein Neuer Normungsvorschlag „Use case Approach Part 2: Definition of Use Case Template, Actor list and Requirement List for Energy Systems“ eingespeist und angenommen, mit dem Ziel einen systematischen methodologischen Ansatz für smart Grid-relevante Anwendungsfälle (Use cases) zu normen.
Im Rahmen der Energiewende werden HGÜ-Anwendungen in immer stärker an Bedeutung gewinnen. In diesem Zusammenhang hat die DKE eine Plattform für eine europäische Arbeitsgruppe gegründet, die unter Beteiligung europäischer „Stakeholder“ eine Vorlage eines CLC-Technischen Berichtes für die funktionalen Anforderungen von HGÜ-Anlagen und mehrere Neue Normungsvorschlägen erarbeitet hat. Diese Projekte wurden inzwischen bei CLC/TC 8X eingespeist.
Inzwischen werden auch die europäischen Normungsprojekte für Netzanschlussbedingungen (EN 50438 und TS 50549) unter maßgeblicher deutscher Beteiligung vorangetrieben. Bei der Erstellung müssen insbesondere die ENTSOE-Grid Codes und auch die nationalen Festlegungen (z. B. in Deutschland die VDE-AR-N 4105) berücksichtigt werden, um Widersprüche bereits im Vorfeld zu vermeiden.