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Grundlagen, Werkstoffe 

E-Business und die Festlegung von Datenelementtypen 

Ausarbeitung des DKE-Arbeitsgremiums K 113

31.01.2001 

E-Business

E-Business ist für die Unternehmen lebenswichtig, um Wettbewerbsvorteile bei Kosten, Qualität und Zeit zu erhalten oder zu verbessern. Mit höherer Effizienz wird ein enges und durchgängiges Netz mit einer Vielzahl von Kunden und Lieferanten geknüpft. Geschäftsprozesse werden auf internet-basierte Prozesse umgestellt und ausgeweitet. Eine Reihe von Großunternehmen hat wiederholt in der Öffentlichkeit bekannt gegeben, dass sie das E-Business konsequent zur Nutzung bringen werden und sie dabei sind, es in allen Geschäftsprozessen umzusetzen.

E-Business betrifft nicht nur das Geschäft mit Konsumenten, sondern im weit größeren Maße das Geschäft zwischen Unternehmen und die internen Geschäftsmodelle, die miteinander durchgängig zu machen sind. Es kommt zur Anwendung beim Geschäft mit einzelnen Produkten bis hin zum System- und Turnkeygeschäft. E-Business greift in die Phasen des Produktlebenszyklus voll ein wie mit: Procurement Networks (Beschaffungsnetzwerke), Supply Chain Management (Management von Versorgungsketten), Seller extranets, Malls (Händler-Extranets), Project hubs (Projektzentren), Simultaneous engineering oder Online customer care (Online-Kundenbetreuung).
Es werden Kostenreduzierungen bei Bestellabwicklung, Material, Dokumenten Review-Zeiten, Herstellzeiten usw. von 20 bis 80% erwartet.
 

E-Business und Datenelementtypen

Datenelementtypen sind Informationseinheiten, deren Identifikation, Beschreibung und Wertedarstellung festgelegt sind. Um das Geschäft zwischen Unternehmen und die eigenen Geschäftsprozesse auf E-Business umzustellen und zu betreiben, sind unabdingbar erforderlich: genormte Schnittstellen/Austauschformate, Beschreibungssprachen, Referenzmodelle sowie eine Methodik zur Beschreibung der den Produkten zugehörigen Datenelementtypen als auch die Festlegung der Datenelementtypen selbst. Die Normung ist aufgerufen, zusammen mit den betroffen Industriekreisen tatkräftig daran mitzuwirken.
 

Festlegung von Datenelementtypen

Die Arbeitsgremien IEC TC 3 - Documentation and graphical symbols - auf internationaler Ebene und DKE K 113 - Generierung, Repräsentation und Austausch von Produktdaten und Dokumentationen - auf nationaler Ebene haben u.a. mit der Normenreihe IEC 61360 die Methodik für die Festlegung von Datenelementtypen und die Prozeduren zur Verwaltung und Aufnahme neuer Datenelementtypen geschaffen, veröffentlicht und in diversen Seminaren bekannt gemacht.

Für das E-Business ist es jetzt erforderlich, dass die in den Produktgremien der nationalen, regionalen und internationalen Normung vertretenen Hersteller und Konsortien verstärkt tätig werden: Die Datenelementtypen, die in deren Normen bereits enthalten sind bzw. neue benötigte Datenelementtypen müssen identifiziert, nach der Methodik der Normenreihe DIN EN 61360 beschrieben und bei der Validation/Maintenance-Agency der IEC zur Registrierung und Aufnahme in das Repository eingereicht werden.

Die im K 113 mitwirkenden Industrievertreter rufen dazu auf, mit der Festlegung von Datenelementtypen fortzufahren bzw. gegebenenfalls unverzüglich zu beginnen, damit die Ergebnisse in den E-Business-basierten Geschäftsprozessen und den Produkten für E-Business-Lösungen zur Anwendung kommen. Andernfalls werden konkurrierende firmenspezifische Lösungen diese Aufgabe der Normung übernehmen, die letztendlich für die Anwendung die teurere Alternative darstellen.

Das K 113 unterstützt die Anwender zu Fragen der Methodik bei der Festlegung von Datenelementtypen und zum Verfahren der Einreichung Ihrer Datenelementtypen bei der IEC.

Kontakt

    DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE
    DKE/K 113
    Topp, Karl Heinz
    Stresemannallee 15
    60596 Frankfurt am Main
    Tel.: +49 69 6308-259
    Fax: +49 69 6308-9259
    karl-heinz.topp@vde.com