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Mitteilungen zur Normungsarbeit 

Qualitätssicherung moderner Glasfasernetze 

Norm-Entwurf DIN EN 61300-3-4 "Lichtwellenleiter – Verbindungselemente und passive Bauteile – Grundlegende Prüf- und Messverfahren – Teil 3-4: Untersuchungen und Messungen – Dämpfung" erschienen.

15.08.2011 

Dieser Teil der Normenreihe 61300, die sich mit der Mess- und Prüftechnik für Glasfaserverbindungstechnik befasst, zeigt wie nahe Normung an aktuellen und marktrelevanten Problemen ist. Der vorliegende Teil ist eine praxisrelevante Norm und beschreibt die verschiedenen Verfahren zur Messung der Dämpfung von Lichtwellenleiterbauteilen. Er gilt jedoch nicht für DWDM-Bauteile, für die IEC 61300-3-29 angewendet werden soll.

 

Quelle: Tyco Electronics GmbH

 

Diese Glasfaserverbindungstechnik bildet das Herzstück von Lichtwellenleiterverbindungen und stellt damit eine oftmals fehler-relevante Stelle in der Lichtwellenleiterverkabelung dar.

Die LWL-Verkabelung ist an vielen Stellen der heutigen Kommunikationstechnik zu finden. So werden Mobilfunk/Handy Gespräche von den Sende- und Empfangsstationen ins Festnetz über Glasfaserstrecken verbunden, die Verbindungen der Netzknoten des Telekommunikationsnetzes und auch moderne DSL- und Datenautobahnen sind ohne diese schnellen Übertragungsstrecken nicht mehr vorstellbar. Immer häufiger werden komplette Rechenzentren mit parallelen Mehrmodenfaserstrecken erschlossen um den wachsenden Bandbreitenhunger von Firmen und Privatanwendern zu befriedigen.

 

 

Mit den aktuell anlaufenden "Fiber-to-the-Home" Projekten, bei denen diese Glasfasernetze bis zum Endanwender ausgedehnt werden, potenziert sich die im Rechenzentrum benötigte Bandbreite.

Umso wichtiger ist es, die Qualität der in diesem Umfeld vorhanden passiven optischen Netzkomponenten sicher zu stellen. Die immer geringer werdenden Leistungsbudgets moderner Übertragungsverfahren wie 10 Gigabit/s Ethernet oder in naher Zukunft auch 40/100 Gigabit/s Ethernet können nur mit perfekt polierten und kontrollierten Endflächen erreicht werden. Dazu wurde bereits im Jahr 2010 die DIN EN 61300-3-35 „Lichtwellenleiter-Verbindungselemente und passive Bauteile - Grundlegende Prüf- und Messverfahren - Teil 3-35: Untersuchungen und Messungen - Visuelle und automatisierte Inspektion der Endflächen von zylindrischen Lichtwellenleiter-Steckverbindern“ veröffentlicht.

Um sicherzustellen, dass die Messungen von allen am Netzbau und Betrieb beteiligten gleichermaßen genau durchgeführt werden, sind die unterschiedlichen Varianten und Fälle in dieser Norm festgelegt.

Die Produkte der Normenreihe IEC 61754 werden gemeinsam mit den Normen der Reihen IEC 61755 (Optische Schnittstelle) und IEC 61753 (Betriebsverhaltensnorm ) angewandt sowie durch die Normen der Reihe IEC 61300 (Grundlegende Prüf- und Messverfahren) geprüft.

Das Unterkommittee 412.7  "LWL-Verbindungstechnik und passive optische Komponenten" der DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE ist verantwortlich für diese Norm wie auch für den ebenfalls erhältlichen Entwurf der DIN IEC 62627. Dieser befasst sich mit der praxisgerechten Reinigung von LWL-Endflächen und beinhaltet die Übersetzung eines IEC-Technical Reportes.

Bereits Mitte 2010 erschienen ist auch die vom DKE/UK 412.2 erarbeitete Norm DIN EN 61280-4-1 „Prüfverfahren für Lichtwellenleiter-Kommunikationsuntersysteme - Teil 4-1: Lichtwellenleiter-Kabelanlagen - Mehrmoden-Dämpfungsmessungen“. Diese richtet sich an alle, die LWL-Übertragungsstrecken planen und installieren. Die Norm beschreibt detailliert die Mess- und Prüfverfahren von installierten LWL-Übertragungstrecken mit Dämpfungsmessgeräten und Optischen-Zeitbereichs-Reflektometern (OTDR) und gehört damit zur Pflichtlektüre aller Planer und Installateure, die sich ernsthaft mit dieser Technik befassen. Weitere Normen zu diesen aktuellen Themen sind in Arbeit.

Die erwähnten Normen können beim Beuth Verlag bezogen werden.

Kontakt

DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE
DKE/UK 412.7
Sentko, Thomas
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 6308-239
Fax: +49 69 6308-9239
thomas.sentko@vde.com