Mit der Erarbeitung der Norm wurde das wesentliche Ziel der Interoperabilität der Ladeschnittstelle für Mobiltelefone umgesetzt. Die Norm definiert die elektrischen Eigenschaften des Niederspannungsausgangs der Netzteile und gewährleistet weiterhin eine für den Betrieb mit Mobiltelefonen ausreichende Funkstörfestigkeit der einheitlichen externen Netzteile.
Mit der einheitlichen Ladeschnittstelle wird es erstmals möglich sein Mobiltelefone unterschiedlicher Hersteller zu betreiben.
Damit wurde der Problematik Rechnung getragen, dass Ladegeräte bisher für Mobiltelefone nicht kompatibel waren. Dies hatte für den Anwender den Nachteil, dass bei einem Austausch des Geräts in der Regel ein neues externes Netzteil erworben und ein noch völlig intaktes altes Netzteil entsorgt werden musste, was zu einem unnötig hohen Verbrauch an Ressourcen und zu beträchtlichen Mengen überflüssigen Elektronik-Schrotts geführt hat.
Die Kompatibilität der externen Netzteile wird anhand eines integrierten Micro-USB-Steckers sichergestellt, der bereits von einigen Herstellern als Ladeschnittstelle für Mobiltelefone und anderen tragbaren elektronischen Geräten eingesetzt wird. Ist kein solcher Anschluss an einem Mobiltelefon vorhanden, so ist ein Adapter zur Herstellung der Kompatibilität vorgesehen. Danach wird es möglich sein, datenübertragungsfähige Mobiltelefone mithilfe beliebiger Ladegeräte aufzuladen, die den einheitlichen Spezifikationen entsprechen.
Die Industrie hat angekündigt, dass die erste Generation der neuen Mobiltelefone ab 2011 auf dem EU-Markt erhältlich sein wird.
Eine deutsche Fassung der Norm EN 62684:2010 wurde im Mai 2011 veröffentlicht.