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Mitteilungen zur Normungsarbeit 

Anforderungen an die Sicherheit von Transformatoren 

Die Teile 2-3, 2-5 und 2-8 der DIN EN 61558 "Sicherheit von Transformatoren, Drosseln, Netzgeräten und entsprechende Kombinationen" sind im März neu herausgegeben worden

13.04.2011 

DIN EN 61558-2-3 (VDE 0570-2-3) "Sicherheit von Transformatoren, Drosseln, Netzgeräten und entsprechende Kombinationen – Teil 2-3: Besondere Anforderungen und Prüfungen an Zündtransformatoren für Gas- und Ölbrenner"

Dieser Teil der Norm befasst sich mit der Sicherheit von Zündtransformatoren für Gas- und Ölbrenner. Zündtransformatoren mit elektronischen Stromkreisen werden von dieser Norm ebenfalls erfasst.

Anmerkung: Sicherheit schließt elektrische, thermische, mechanische und chemische Aspekte ein.

Sofern nicht anders festgelegt, umfasst der Begriff Transformator weiter ab hier Zündtransformatoren für Gas- und Ölbrenner.

Der vorliegende Teil gilt für ortsfeste einphasige, luftgekühlte (natürliche oder erzwungene Kühlung) Geräte-Trockentransformatoren, die in den Zündsystemen von Gas- und Ölbrennern eingesetzt werden. Die Wicklungen dürfen gekapselt oder ungekapselt sein.

Die Bemessungs-Versorgungsspannung überschreitet nicht 1 000 V Wechselspannung und die Bemes­sungs-Versorgungsfrequenz und die internen Betriebsfrequenzen überschreiten nicht 500 Hz.

Der Bemessungs-Kurzschluss-Ausgangsstrom überschreitet nicht 500 mA Wechselstrom.

Die Leerlauf-Ausgangsspannung oder Bemessungs-Ausgangsspannung überschreitet nicht 15 000 V Wechselspannung.

Der vorliegende Teil ist nicht auf äußere Stromkreise und deren Bauelemente anwendbar, die zum An­schluss an die Ein- und Ausgangsklemmen oder Steckdosen der Transformatoren vorgesehen sind.

Die von diesem Teil erfassten Transformatoren kommen bei Anwendungsfällen zum Einsatz, wo aufgrund der Installationsvorschriften oder der Endproduktenorm zwischen den Stromkreisen keine doppelte oder verstärkte Isolierung erforderlich ist:

    • bei Transformatoren, die zum Einsatz in Fahrzeugen, an Bord von Schiffen und Luftfahrzeugen vorgesehen sind, kön­nen zusätzliche Anforderungen (von anderen geltenden Normen, nationalen Regelwerken usw.) notwendig sein;
    • Maßnahmen zum Schutz des Gehäuses und der im Innern des Gehäuses befindlichen Bauteile gegen äußere Ein­flüsse wie Pilzbefall, Ungeziefer, Sonneneinstrahlung und Vereisung sollten ebenfalls berücksichtigt werden;
    • die unterschiedlichen Bedingungen bei Beförderung, Lagerung und Betrieb der Transformatoren sollten auch berück­sichtigt werden;
    • auf Transformatoren, die zum Einsatz in außergewöhnlichen Umgebungen vorgesehen sind, können zusätzliche An­forderungen nach anderen zutreffenden Normen und nationalen Regelwerken anwendbar sein.

Zukünftige technologische Entwicklungen von Transformatoren können die Notwendigkeit schaffen, die Obergrenze der Frequenzen zu erhöhen; bis dahin kann der vorliegende Teil als Leitdokument benutzt werden.

Die wesentlichen Änderungen bestehen aus der Anpassung an die DIN EN 61558-1 (VDE 0570-1):2006-07.

DIN EN 61558-2-5 (VDE 0570-2-5) "Sicherheit von Transformatoren, Drosseln, Netzgeräten und entsprechende Kombinationen – Teil 2-5: Besondere Anforderungen und Prüfungen an Transformatoren für Rasierer, Netzgeräte für Rasierer und Rasiersteckdosen-Einheiten"

Dieser Teil der Norm befasst sich mit der Sicherheit von Rasiersteckdosen-Transformatoren, Netz­geräten mit eingebautem Rasiersteckdosen-Transformator und Rasiersteckdosen-Einheiten. Rasier­steckdosen-Transformatoren mit elektronischen Stromkreisen werden von dieser Norm ebenfalls erfasst.

Anmerkung: Sicherheit schließt elektrische, thermische, mechanische und chemische Aspekte ein.

Sofern nicht anders festgelegt, umfasst der Begriff Transformator weiter ab hier Rasiersteckdosen-Trans­formatoren und Netzgeräte mit eingebauten Rasiersteckdosen-Transformatoren und Rasiersteckdosen-Einheiten.

Der vorliegende Teil gilt für ortsfeste einphasige, luftgekühlte (natürliche oder erzwungene Kühlung) un­abhängige oder Geräte-Trockentransformatoren. Die Wicklungen dürfen gekapselt oder ungekapselt sein.

Diese Norm gilt für Transformatoren und (lineare) Netzgeräte, deren interne Betriebsfrequenzen 500 Hz nicht überschreiten.

Diese Norm ist in Verbindung mit Teil 2-16 für Schaltnetzteile (SMPS) anzuwenden, die auch für Strom­versorgungen mit internen Betriebsfrequenzen über 500 Hz anwendbar ist. Wenn zwei Anforderungen im Widerspruch stehen, dann hat die strengere Anforderung den Vorrang.

Die Bemessungs-Versorgungsspannung überschreitet nicht 250 V Wechselspannung und die Bemes­sungs-Versorgungsfrequenz überschreitet nicht 500 Hz.

Die Bemessungsleistung beträgt mindestens 20 VA und überschreitet nicht 50 VA.

Die Leerlauf-Ausgangsspannung überschreitet nicht 275 V Wechselspannung und die Bemessungs-Aus­gangsspannung überschreitet nicht 250 V Wechselspannung.

Der vorliegende Teil gilt nicht für die äußeren Stromkreise und deren Bauelemente, die zum Anschließen an die Anschlussklemmen des Ein- und Ausgangs oder Steckdosen des Transformators vorgesehen sind.

Die von diesem Teil erfassten Transformatoren kommen bei Anwendungsfällen zum Einsatz, wo aufgrund der Installationsvorschriften für Badezimmer und vergleichbaren Räumlichkeiten oder der Gerätebe­schreibung zwischen den Stromkreisen eine doppelte oder verstärkte Isolierung erforderlich ist.

Die wesentlichen Änderungen bestehen aus der Anpassung an die DIN EN 61558-1 (VDE 0570-1):2006-07.

DIN EN 61558-2-8 (VDE 0570-2-8) "Sicherheit von Transformatoren, Drosseln, Netzgeräten und entsprechende Kombinationen – Teil 2-8: Besondere Anforderungen und Prüfungen an Transformatoren und Netzgeräten für Klingeln und Läutewerke"

Dieser Teil der Norm behandelt die Sicherheit von Klingel- und Läutewerkstransformatoren und Netzgeräten mit eingebauten Klingel- und Läutewerkstransformatoren. Diese Norm gilt ebenfalls für Transformatoren, die elektronische Stromkreise enthalten.

Anmerkung: Zur Sicherheit gehören elektrische, thermische und mechanische Aspekte.

Im weiteren Verlauf dieser Norm gilt, dass der Begriff Transformator die Begriffe Klingel- und Läutewerks­transformatoren mit einschließt und dass Netzgeräte Klingel- und Läutewerkstransformatoren enthalten, wenn nichts anderes festgelegt wurde.

Dieser Teil gilt für ortsfeste, einphasige, luftgekühlte (natürliche oder erzwungene Kühlung), unabhängige oder Geräte-Trockentransformatoren. Die Wicklungen dürfen vergossen bzw. nicht vergossen sein.

Diese Norm gilt für Transformatoren und (lineare) Netzgeräte.

Diese Norm ist in Verbindung mit Teil 2‑16 für Schaltnetzteile (SMPS) anzuwenden, die auch für Strom­versorgungen mit internen Betriebsfrequenzen über 500 Hz anwendbar ist. Wenn zwei Anforderungen im Widerspruch stehen, dann hat die strengere Anforderung den Vorrang.

Die Bemessungs-Versorgungsspannung darf 250 V Wechselspannung und die Bemessungs-Versor­gungsfrequenz darf 500 Hz nicht überschreiten. Diese Norm gilt für Transformatoren und lineare Netz­geräte mit interner Betriebsfrequenz nicht über 500 Hz.

Die Bemessungsleistung darf nicht mehr als 100 VA betragen.

Die Leerlauf-Ausgangsspannung darf 33 V Wechselspannung oder 46 V geglättete Gleichspannung nicht überschreiten und die Bemessungs-Ausgangsspannung darf 24 V Wechselspannung oder 33 V geglättete Gleichspannung nicht überschreiten.

Klingel- und Läutewerkstransformatoren sind im Allgemeinen dafür vorgesehen, akustische Meldeeinrich­tungen für den Hausgebrauch und andere ähnliche Einrichtungen zu versorgen, die nur kurzzeitig belastet werden.

Die wesentlichen Änderungen bestehen aus der Anpassung an die DIN EN 61558-1 (VDE 0570-1):2006-07.

Zuständig ist das DKE/ K 323 „Transformatoren, Drosseln, Netzgeräte und entsprechende Kombinationen“.

Die genannten Normen können beim VDE VERLAG bezogen werden.

Kontakt

DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE
DKE/K 323
Bergmann, Arno
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 6308-226
Fax: +49 69 6308-9226
arno.bergmann@vde.com