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Mitteilungen zur Normungsarbeit 

Brandgefahr elektrotechnischer Produkte und Isolierstoffe 

Die Norm-Entwürfe DIN EN 60695-11-3 und DIN EN 60695-11-4 sind im Juli erschienen

14.09.2010 

Das beste Verfahren für die Prüfung elektrotechnischer Produkte im Hinblick auf Brandgefahr besteht darin, die in der Praxis auftretenden Bedingungen exakt zu reproduzieren. In den meisten Fällen ist dies nicht möglich. Folglich wird aus praktischen Erwägungen heraus die Prüfung elektrotechnischer Produkte im Hin­blick auf Brandgefahr am besten durchgeführt, indem die tatsächlich in der Praxis auftretenden Einflüsse so genau wie möglich nachgebildet werden.

Wo immer möglich bei der Entwicklung eigener Normen, liegt es in den Verantwortlichkeiten der Technischen Komitees, Sicherheitsgrundnormen anzuwenden. Die Anforderungen, Prüfmethoden oder Prüfbedingungen gemäß dieser Sicherheitsgrundnormen gelten nur dann, wenn ausdrücklich auf sie referenziert wird oder diese in den entsprechenden Normen textlich übernommen sind.

Beide Norm-Entwürfe enthalten:

    • Einen Leitfaden zum Erstellen und Anwenden einer Prüfmethode zur Entflammung, zum Zwecke der Bewertung des Einflusses von Flammen auf einen Probekörper, wie sie beispielsweise bei entzündeten Gegenständen in dessen Umgebung oder bei Bränden im frühen Entwicklungszustand beobachtet werden können;
    • Eine allgemeine Beschreibung des Prüfaufbaus, welcher notwendig ist, um die Prüfflamme zu erzeugen;
    • Eine allgemeine Beschreibung des Prinzips der Kalibriermethode zur Überprüfung, ob die erzeugte Prüf­flamme den Anforderungen entspricht.

E DIN EN 60695-11-3 (VDE 0471-11-3) "Prüfungen zur Beurteilung der Brandgefahr – Teil 11-3: Prüfflammen – 500 W Prüfflamme – Prüfeinrichtungen und Prüfverfahren zur Bestätigung"
(IEC 89/974/CDV:2010); Deutsche Fassung FprEN 60695-11-3:2010

Dieser Teil der IEC 60695-11 nennt die detaillierten Anforderungen zur Erzeugung einer vorgemischten Prüfflamme mit 500 W nomineller Leistung. Die ungefähre Höhe der Prüfflamme beträgt 125 mm.

Zwei Prüfflammen werden hier beschrieben. Methode A kann nur mit Methan erzeugt werden, Methode C indes erlaubt die Verwendung von Methan oder Propan.

Der beabsichtigte Zweck dieser Sicherheitsgrundnorm ist die Anwendung durch Technische Komitees bei der Erarbeitung von Normen im Sinne der Grundsätze nach IEC Guide 104 und ISO/IEC Guide 51.

E DIN EN 60695-11-4 (VDE 0471-11-4) "Prüfungen zur Beurteilung der Brandgefahr – Teil 11-4: Prüfflammen – 50 W Prüfflamme – Prüfeinrichtungen und Prüfverfahren zur Bestätigung"
(IEC 89/975/CDV:2010); Deutsche Fassung FprEN 60695-11-4:2010

Dieser Teil der IEC 60695-11 nennt die detaillierten Anforderungen zur Erzeugung einer vorgemischten Prüfflamme mit 50 W nomineller Leistung. Die ungefähre Höhe der Prüfflamme beträgt 20 mm. 

Der beabsichtigte Zweck dieser Sicherheitsgrundnorm ist die Anwendung durch Technische Komitees bei der Erarbeitung von Normen im Sinne der Grundsätze nach IEC Guide 104 und ISO/IEC Guide 51.

Zuständig ist das K 133 „Prüfverfahren zur Beurteilung der Brandgefahr von elektrotechnischen Produkten und Isolierstoffen“ der DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.

Die beiden Norm-Entwürfe können beim VDE VERLAG bezogen werde.

Kontakt

DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE
DKE/K 133
Topp, Karl Heinz
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 6308-259
Fax: +49 69 6308-9259
karl-heinz.topp@vde.com